AIDS: Das Trojanische Pferd auf dem afrikanischen Boden!

Der wohlbehütete Feind!

Unter den Hauptursachen der rasanten Aidsverbreitung in Afrika, wird neben dem Leugnen der Existenz dieser Immunschwächekrankheit, die prekären Lebensverhältnisse und die Ignoranz, das große Schweigen darüber gezählt. Denn in Afrika, wo sie die meisten Opfer verursacht kann man ziemlich so an alles sterben, nur nicht an AIDS. Die meisten Kranheiten werden offengelegt, Aids dagegen wird in den Familien solange thematisiert, wie es bei dem Nachbar vermutet wird. Kommt tatsächlich ein Aidsfall in der eigenen Familie vor, dann wird Schweigen das höchste Gebot.

Warum ist es so?

Weil Aids hier nach wie vor als eine Scham-, eine unethische und unsittliche Krankheit behandelt wird, eine Krankheit an die man lieber stirbt als das man sich als Aids-infizierter outet. Desweiteren kommt eine Aidsdiagnose zumeist ein Todesurteil gleich.

Die öffentliche Medien haben in weiten Teilen des Kontinents die Aufkärung zwar aufgenommen, in engen privaten Kreise wird Aids jedoch weiterhin tabuisiert.

Durch das Schweigen aber nehmen sich die Menschen selbst die Chance zur einer rechtzeitigen Behandlung, zumal diese gerade von den meisten afrikanischen Regierungen übernommen werden. Sie verkürzen somit womöglich ihr eigenes Leben, das  mit einer rechtzeitigen Behandlung hätte verlängert werden können.

Selbst über den Tod hinaus wird geschwiegen. Dieser wird zum Teil auf dem Konto der Hexerei verbucht, was den hinterbliebenen Freunden, Bekannten, Nachbarn und selbst den Familienmitglieder, die Chance raubt sich vor diesem „lautloser Killer“ in acht zu nehmen. Denn spätestens, wenn Aids durch das jahrelange Leiden und durch den anschließenden Tod eine Gestalt nimmt und auch als solche anerkannt wird, werden die Menschen begreifen, das es sich bei Aids nicht um ein Phantom handelt.

Aids dezimiert die afrikanische Bevölkerung!

Laut Barthlomäus Grill (Afrika-Korrespondent der Zeit), fielen dem Erreger seit seiner Entdeckung 1981 rund 20 Millionen Menschen zum Opfer. Er prognostiziert, dass die Pandemie in 20 Jahren mehr Leben ausgelöscht haben wird als der zweite Weltkrieg. Bedenkt man, dass die Immunschwächekrankheit die meisten Opfer bisher auf dem Schwarzen Kontinent verursacht, dann gibt es durchaus Grund zur Besorgnis für den längerfristigen Erhalt der Lebensgrundlagen in Subsahara Afrika.
Statistiken der Weltbank zufolge waren zum Beispiel 2007 weltweit 33 Millionen Kinder und Erwachsene an Aids erkrankt. Allein in den Ländern südlich der Sahara waren es 22 Millionen. Im selben Jahr gab weltweit 2,7 Millionen Neuinfizierungen, das Afrika südlich der Sahara nahm mit einem Anteil von 1,9 Millionen den Spitzenplatz ein.
Was die Todesfälle anbelangt, starben weltweit zwei Millionen Menschen an Aids, drei Viertel davon waren Afrikaner.
Diese Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache und haben eine klare Botschaft. Fakt ist: Eine in weiten Teilen erkrankte Bevölkerung würde höchstwahrscheinlich zu einem wirtschaftlichen und politischen Kollaps führen, dessen Folge die Beeinträchtigung der Selbstversorgungsfähigkeit und die Destabilisierung des gesamten Kontinents wäre.
Deshalb muss den Menschen erklärt werden, dass das Aids-Phänomen einem „Trojanischen Pferd“ ähnelt, das den Abdruck des Feindes trägt, der sowohl unsichtbar als auch unberechenbar ist. Dem es deshalb gilt den Garaus zu machen. Dies geschieht nur dann, wenn darüber offen gesprochen wird als Betroffene, als Lehrer, als Erziehungsbeauftragte, als Eltern, als Geschwister, als Regierung, als Freund oder Freundin. Als verantwortungsbewusster Mitbürger, der besorgt ist um die Zukunft seines Vaterlandes und seines Kontinents.

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3 Responses to “AIDS: Das Trojanische Pferd auf dem afrikanischen Boden!”

  1. AIDS: Das Trojanische Pferd auf dem afrikanischen Boden! | Poligize…

    Weil Aids weiterhin in Afrika tabuisiert wird,dezimiert die Immunschwäschekrankheit die afrikanische Bevölkerung, dies gefährdet die Lebensgrundlagen des Schwarzen Kontinents….

  2. Sabine sagt:

    Wie sollen sich aber auch die Leute in Afrika dagegen schützen,wenn sogar einige von denen garnicht wissen wie es übertragen wird,geschweige davon was es ist!

  3. valerie sagt:

    Hallo Sabine,
    es stimmt, dass aufgrund des hohen Analphabetenanteils, Aids nicht greifbar für einen bedeutenden Teil der Bevölkerung ist. Erschreckenderweise zeigen die statistiken jedoch dieses Bevölkerungsanteils am wenigstens von Aids betroffen ist, im Gegensatz zu der Elite Schicht und die Gebildeten dieser Teil der Bevölkerung ist am meisten von Aids betroffen, es handelt sich um Menschen, von denen man eigentlich aufgrund ihres Bildungsniveaus erwartet hätte, dass sie die anderen aufklären. deshalb spielt hier nach wie vor die Tabuisierung und die Mystifizierung als Hautursachen der Aidsverbreitung in Afrika.

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