Tech-Startups: 9 Unicorns in Afrika

Tech-Startups: 9 Unicorns in Afrika

Eine Schule hier, noch eine Schule da und dort, noch eine Schule und noch eine und noch eine. Oft ging es bei den nach Afrika getätigten Investitionen (Entwicklungshilfe und Wohltätigkeitsspende) überwiegend darum, Schulen zu bauen. Ein Schulabschluss ist schließlich der Weg aus der Armut, ein Garant für ein besseres Leben. Blöd ist nur, wenn man nach dem Abschluss da steht und das Versprechen nicht eingelöst wird, weil es nicht genügend Arbeitgeber und somit nicht genügend Arbeitsplätze gibt. So finden sich viele Absolventen am Straßenrand wieder, wo sie sich als Verkäufer durchschlagen müssen, weil der Staat mancherorts als Hauptarbeitsgeber fungierend nicht in der Lage ist, sie zu absorbieren. Und, weil Kapitalmangel gepaart mit bürokratischen Hindernissen Unternehmensgründungen erschweren, gar unmöglich machen. Nun hat die Digitalisierung dem Kontinent, was Unternehmensgründungen anbelangt, einen Aufwind gegeben. Allen voran Tech-Startup wie HealthTechs, EdTechs, LogisticTechs, E-M-S-Commerce, AgriTechs, CleanTechs und FinTechs erleben ein schwindelerregender Boom. Die Bereitschaft der Investoren in sie zu investieren ist gewaltig. Laut partech hat die Zahl der Venture-Capital-Deals in Afrika in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Fanden im Jahr 2015 noch 53 Finanzierungsrunden statt, so ist diese Zahl auf 681 im Jahr 2021 angewachsen. Der Venture-Capital-Gesellschaft zufolge, haben afrikanische Tech-Startups im Jahr 2021 insgesamt 5,2 Milliarden US-Dollar Eigenkapital eingeworben. Gegenüber 1,43 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020, macht dies ein Wachstum von +264 Prozent im Jahresvergleich aus.

Mit Jumia erreichte im Jahr 2016 ein afrikanisches Start-up-Unternehmen erstmals eine Marktbewertung von über einer Milliarde US-Dollar. Damit erblickte das erste Unicorn des Kontinents das Licht. Fünf Jahre später zählt Afrika mit Flutterwave, OPay, Chippers Cash, Wave, Interswitch, Andela, Esusu, Fawry neun Einhörner.

Diese Tech-Startups schaffen Arbeitsplätze und tragen zugleich erheblich zum rasanten Wirtschaftswachstum des Kontinents bei. Der lange als vergessene Kontinent galt und nach wie vor, vor vielen Herausforderungen wie mangelnde Infrastruktur, Armut, Hunger, Braindrain steht.

Mit seiner Bevölkerung von etwa 1, 300 Milliarden Menschen und sein Humankapital, seinen Rohstoffen, seinem Ackerland, seine Biodiversität gar kulturelle Vielfalt, ist das Potenzial lange nicht ausgeschöpft, ganz im Gegenteil Afrika steht, trotzt seiner rasanten Entwicklung noch ganz am Anfang. Wenngleich manche Startups, was Finanzierung anbelangt Rekorde brechen, so bleibt ein Großteil unterfinanziert. Dabei können mehr Investitionen in afrikanischen Startups dazu beitragen, die Herausforderungen der Wiege der Menschheit zu lösen. Gegenwärtig kommen die meisten Investitionen aus den USA, Südafrika, dem Vereinigten Königreich und Nigeria.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.