Von Multipolarität zur Unipolarität über Bipolarität und wieder zurück ?

Posted in diplomacy, german post, international relations, worth reading on Dezember 3rd, 2013 by valerie

Politische Macht entspringt der wirtschaftlichen Macht.

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, etablierten sich die USA als alleinige Supermacht und galten aufgrund ihrer unangefochtenen Vormachtstellung weitgehend als unantastbar. Die Terroranschläge des 11. Septembers 2001, zerstörten jedoch dieses Weltbild und brachten die Vulnerabilität des Hegemons zum Vorschein. Der Erkenntnis zugleich darüber, dass kein Land der Welt – nicht einmal die Vereinigten Staaten von Amerika – mächtig genug ist, um die Herausforderung des 21. Jahrhunderts wie beispielsweise den Terrorismus und die Umweltkatastrophen im Alleingang zu meistern und darüber, dass kein Land der Welt klein genug ist, um es zu unterschätzen, entstammte die Notwendigkeit des Multilateralismus. Gleichzeitig nahm die Weltordnung mit dem Aufkommen neuer Weltwirtschaftsmächten wie beispielsweise China eine Multipolare Struktur an. Nichtsdestotrotz haben die USA bis heute, zumindest, was die  Streitkräfte anbelangt ihre Hegemonialstellung beibehalten. Da die Wirtschaftsmacht Hand in Hand mit der politischen Macht geht, sind die neue Weltwirtschaftsmächte allen voran die Volksrepublik China bestrebt ihre wirtschaftliche Stärke in politische Macht zu konvertieren und diese auch auf der Weltarena zu demonstrieren. 

Vom Riese auf tönernen Füssen zur Weltwirtschaftsmacht und aufstrebende Supermacht

Aufgrund seines bemerkenswerten Wachstums konnte das Reich der Mitte einen rasanten Aufstieg „vom Armen Land“ zur zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde nach den USA hinlegen. Aber Pekings Interessen gelten nicht nur der Wirtschaft. So will China nicht nur als Wirtschaftsnation fungieren. Das Reich der Mitte beabsichtigt sich einen Platz als Weltmacht bzw. Supermacht auf der internationalen Bühne zu sichern. Mit der am Montag gestarteten Mondmission hat Peking der Welt seine neue gewonnene Fähigkeiten gezeigt. Ob der Konflikt mit Japan auch der Machtdemonstration dient bleibt dahin gestellt. Fakt allerdings ist, dass Peking auf seinem Weg zur Weltmacht weniger Konflikte als viel mehr strategischen Partnern braucht um seine politische, wirtschaftliche sowie militärische Macht auszubauen und zu befestigen.

 

 

 

Tags: , , , , , , , , , , , , , ,

Industrialisierung gegen Krieg

Posted in africa, diplomacy, Entwicklungspolitik, german post, international relations, safety policy, Sub-Saharan Africa on Februar 21st, 2013 by valerie

Afrika ist Inbegriff von Armut.

2011Yaounde_II 132Dieser Zusammenhang ist bereits eine Selbstverständlichkeit geworden. Dieser ist nicht mehr weg zu denken. Wenn Armut ein Kunstwerk wäre, dann wäre Afrika sein Meister. Mittlerweile gilt Armut als die von Afrika „hausgemachte Ware“. Aber Armut wird nicht nur in Afrika von Afrika gemacht, sondern ganz gezielt für Afrika systematisch produziert.

 

 

Armut ist Nährboden von Seuchen jeder Art, sowohl geistiger als auch physischer.

Armut begünstigt nicht nur die Kriminaltät, sondern auch den Terrorismus und den Krieg.

Dort wo Armut herrscht, müssen die Menschen tagtäglich ums nackte Überleben kämpfen. Dabei ist jedes Mittel recht.

Es herrscht ein immerwährender Krieg ums Wasser, Krieg um Rohstoffe, Krieg um Lebensmittel, Krieg um Medikamente. Krieg ums Überleben eben.

2011Yaounde_II 117Dort wo es Armut gibt, hat die Jugend keine Zukunft und wo die Jugend keine Zukunft hat, gehen ganze Generationen verloren. Das Resultat ist wiederum Armut. Ein Teufelskreis von dem Afrika seit Jahrzehnten vergeblich versucht sich zu befreien. Nachdem es aus der Kolonialisierung in eine bereits etablierte Welt entlassen wurde.

Erst wenn die Armut in Afrika beseitigt sein wird, wird es Frieden und Sicherheit geben. Nicht nur für Afrika, sondern auch für die ganze Welt. Wird es keine extremistische Kämpfe geben, wie sie gegenwärtig in Mali und Nigeria geführt werden. Wird es keine Völkermorde mehr geben, wie einst in Rwanda.

Wenn die Industrienationen zur Beseitigung der Armut in Afrika beitragen wollen, dann ist es an der Zeit effiziente ökonomische Maßnahmen zu ergeifen, die die Industrialisierung in Afrika maßgeblich vorantreiben werden.

Dies tun sie nicht, indem sie Afrika wie bisher ständig Sach- und Geldmittel in Form von Entwicklungshilfe spenden, oder indem sie Afrika lediglich als ihr Rohstoffreservoir und Absatzmarkt sehen. Sondern indem sie Afrika als vollwertigen Handelspartner behandeln und faire Handelsverträge mit den Ländern des Schwarzen Kontinents  schließen, die die Industrialisierung und die Wohlfahrt tatsächlich fördern.

Was nutzen die Verträge wie das Lomé Abkommen, wenn es den afrikanischen Ländern zwar eingeräumt wird uneingeschränkt Industrieerzeugnisse, die sie ohnehin nicht produzieren in die Industrieländer ausführen, während sie nur eingeschränkt Agrarerzeugnisse in deren Produktion sie spezialisiert sind einführen dürfen?

Manch einer sieht darin die Förderung der Industrialisierung schlechthin. Aber wie wettbewerbsfähig sind die Länder Afrikas in der sich globalisierenden Welt, vor allem wenn bedacht wird, dass ihnen der Freihandel im Rahmen der Strukturanpassungsprogrammen auferlegt wurde und daher über keine Instrumente zum Schutz der heimischen Industrie verfügen. Wäre die Ausfuhr der Argrarerzeugnissen uneingeschränkt, könnten die afrikanischen Länder die daraus resultierenden Mehreinnahmen für die Förderung ihrer eigenen Industrie verwenden. Indem diese zum Beispiel in den Aufbau der Infrastruktur reinvestieren wurden deren Zustand immer noch sehr zu wünschen übrig läßt. Jedoch eine der wichtigen Voraussetzungen für Industrialisierung ist.

Sie könnten als ein Markt mit beinahe einer Milliarde an Konsumenten, auch Handel miteinander betreiben, was bisher aus mangelnder Diversifizierung nicht der Fall ist. Sie bieten alle die selben Produkte – natürliche Rohstoffe –  an.

Die fortschreitenden Industrialisierung würde nicht nur die Armut nachhaltig beseitigen, sondern auch extremistische Kämpfe und Völkermorde sowie Terrorismus  maßgeblich reduzieren. Frieden und Sicherheit wären somit längerfristig hergestellt.

Tags: , , , , , ,

Gbagbo, Moubarak, Assad, Kadhafi…

Posted in africa, Democracy, french post, international relations, off topic, safety policy, worth reading on Mai 2nd, 2011 by valerie

Du président de la république au Prisonnier

Même si l’immunité des dirigeants politiques n’est pas absolue, il est neánmoins difficile voire impossible de traîner un chef d’état en excercice en justice. Cependant une fois destitué, le chef d’Etat perd le privilège de l’immunité. Il en découle donc que, le grand cauchemare de la pluspart des chefs d’états des régimes encore plus ou moins dictateurs  ayant en plus  commis des crimes contre l’humanité,  réside moins dans la perte absolue de pouvoir en redevenant de simples citoyens que dans leur préocupation en ce qui concerne le sort  qui leur est reservé après. Même s’il est vrai que le pouvoir a parfois des effets semblables à ceux de la drogue qui rend dépendant.

Immunité de dirigeants politiques

Personne n’aimerait échanger  un palais présidentiel contre  une cellule de prison. Alors l’objectif des dirigeants en question devient donc celui de maximiser la durée de leur  pouvoir au détriment du propre peuple, afin d‘ échapper ainsi à la prison qui dans certains devient incontounable. Les cas récents de Laurent Gbagbo et son Ex-homologue Moubarak soulignent cet état de chose. Assad et Kadhafi semble-il n’échaperont pas eux non plus à ce sort.

Si par le passé c’etait monnaie courante pour les dirigeants déchus, de se faire des relations pendant l’excercice du pouvoir visant à prévenir la période d’après le pouvoir en ce qui concerne  l’asile, il faut dire que l’ère de la communication, de la mondialisation et de la mobilisation avec son facteur élevé de transparence a tout changé.

Il est ainsi devenu difficile aux dirigeants des pays surtout démocratiques d’offrir l’asile à des anciens dictateurs sans soulever l’opinion publique contre eux.

C’est donc ici que réside le mystère de l’obstination de certains Chefs d’état à user de tous les moyens pour  s’accrocher  au pouvoir.

Ne serait-il pas mieux pour la paix et le bien-être des populations de ces pays dirigés par des dictateurs de tenir ceci en compte lors des négociations afin d´éviter non seulement des bains de sang unutiles mais aussi et surtout  la destabilisation des Systèmes tout entiers?

Tags: , , , , , , , , , , , ,

„Krieg“ um die Ressourcen in Westafrika – Rohstoffe gegen Entwicklungshilfe?

Posted in africa, economic policy, Entwicklungspolitik, german post, Intergrationspolitik, international relations, politics, Sub-Saharan Africa, Wirtschaftspolitik, worth reading on Juni 27th, 2010 by valerie

Einseitige Abhängigkeit ist der erste Feind der Freiheit!

Einseitige Abhängigkeit ist Killer des Selbstbewusstseins!

Keine Entwicklungshilfe ohne Rohstoffsicherung!

Hat die Europäische Union bisher  Umschuldungen, Krediten, Schuldenerlasse und Entwicklungshilfe von Auflagen wie Demokratisierung, Rechtstaatlichkeit, Marktwirtschaft, Kampf gegen Korruption und gute Regierungsführung abhängig gemacht und dadurch – obwohl der Souveränität beeinträchtigend – die Modernisierung in Afrika eingeleitet. So möchte sie sich in Zukunft dieser Mittel, allen voran der Entwicklungshilfe, für ihre Rohstoffsicherung in Afrika bedienen. Tatsächlich plant sie die  Entwicklungshilfe  als Druckmittel  einzusetzen,  um sich einen besseren Zugang zum afrikanischen  Rohstoffmarkt zu sichern,  der gegenwärtig stark von China umworben und dominiert wird.

Und nach wie vor herrscht eine Sicht der Über- und Unterordnung vor.

Dabei verlangt eine echte Partnerschaft, wie dies der kürzlich aus dem Amt getretene Bundespräsident Horst Köhler im Gespräch mit der Zeitschrift für internationale Politik bereits im Jahre 2006 über das Thema Zukunftskontinent Afrika betonte, gleiche Augenhöhe.

Während das  europäische Lager immer noch glaubt, die Entwicklungshilfe – die immerhin einen bedeutenden Anteil der Einnahmen mancher afrikanischen Länder  ausmacht – instrumentalisieren zu müssen, um sich so Rohstoffquellen in Afrika sichern und somit auch den Vorsprung Chinas auf dem Schwarzen Kontinent abbauen zu können, behandelt China Afrika als  ebenbürtigen Handelspartner und setzt bei seinen Handelsbeziehungen dementsprechend nicht primär auf Konditionalität, sondern auf wirtschaftlich faires Instrumentarium, wie zum Beispeil günstige Kredite, Schuldenerlasse, Investitionen, Lockerungen der Zollbestimmungen und Nichteinmischung in den inneren Angelegenheiten.

Was die EU zu übersehen  scheint, ist dass mit dem aktuellen Wettlauf um afrikanische Ressourcen – da nicht nur China, sondern auch andere Akteure, wie zum Beispiel Russland, die USA, Brasilien, Saudi-Arabien (um nur diese zu nennen) genauso in der Rohstoffsicherung in Afrika involviert sind  – der Kontinent über eine noch nie da gewesene günstige Ausgangsposition aufgrund aus dem Vorhandensein verschiedener Haldelspartnern sich ergebende Substitutionsmöglichkeit verfügt und somit nicht mehr primär und ausschließlich auf die Europäische Entwicklungshilfe angewiesen ist.

Dieser Trend wird sich wegen der Verknappung der Energie nicht nur fortsetzen,  sondern auch verschärfen und könnte sogar die Ursache für zukünftige Konflikte  sein, wie dies  der  Global Trends 2025 transformed World vorausschaut : “perception of energy scarcity will drive countries to take action to assure their future access to energy supplies. In the worse case. This could result in interstate conflicts if government Leaders deem assured access to ernergy ressources for example, to essential for maintaining domestic stability and survival of their Regime.”

Der Rohstoffreichtum des Schwarzen Kontinents, war schon in Zeiten der Sklaverei und danach in Zeiten des Kolonialismus das Hauptobjekt der Begierde der daran beteiligten Akteure. Während diese Akteure durchaus daraus Profite erzielten und heute noch erzielen, hat Afrika trotz der hohen Begehrlichkeit dieses Reichtums und sein daraus resultierende Attraktivität auf dem Weltmarkt, es bis dato nicht geschafft diesen Rohstoff- und Ressourcenreichtum in ein „materielles“, in Form einer reellen Wirtschaft umzuwandeln und so die Chance zu steigern, diese Angewiesenheit auf Entwicklungshilfe maßgeblich zu reduzieren. So bleibt der Schwarze Kontinent auf dem Verhandlungstisch erpressbar, denn der Hahn kann jeder Zeit zugedreht werden.

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Rohstoffblase, Internetblase, Immobilienblase: Reaktionfähigkeit des Nationalstaates

Posted in africa, economic policy, german post, international relations, off topic, Wirtschaftspolitik on Mai 14th, 2010 by valerie

Aufgrund ihres Rohstoffs- und Ressourcenreichtums und der Attraktivität ihrer Cash-Crops auf dem Weltmarkt,  fusste die Wirtschaft der meisten Staaten Afrikas südlich der Sahara – in den 60er Jahren nach der Entkolonialisierung – überwiegend auf  Einnahmen aus Rohstoff- und Cash-Cropshandel mit dem Staat als wichtigster Arbeitsgeber und Investor.

Analog zu der Immobilienblase 2007, platzte die Rohstoffblase aufgrund der vorangegangenen Rohstoffpreisschocks der 80er Jahre. Die meisten Volkswirtschaften des Schwarzen Kontinents erlitten massive Einnahmenausfälle, die sie am Rande des Bankrotts  führten.

Ich errinnere mich daran, dass die ersten Sparmaßnahmen der Regierung darin bestand, das Gehalt der Beamten erst bis zu 70% zu kürzen. Da diese unmittelbare Sparmaßnahme  nur den Effekt eines Tropfen auf dem heißen Stein hatte, diente das komplette Einfrieren der Gehälter als nächster Schritt . Ich spürte dies als Kind, da die halbstaatliche SODECAO bei der mein Vater damals als Vortand arbeitete von Heute auf Morgen pleite ging und er unerwartet mit allen Konsequenzen in die Frührente versetzt wurde.

Plötzlich gab es nicht mehr genug  zu essen. Aus drei Mahlzeiten am Tag, wurde nur noch eine. Nicht einmal die Schulbeiträge, die ihm so wichtig waren und die pro Trimestre erhoben werden sollten, war er noch in der Lage zu entrichten. Dann folgten die Strom- und Wasserrechnungen, die sich stapelten und der Vermieter, der genauso betroffen war, lies auch wegen den Mietrückständen nicht mehr locker. Schließlich war das Leben in der Stadt nicht mehr finanzierbar, so zogen wir ins Dorf zurück, da wo man von dem lebt, was man selbst anbaut. Nicht nur wir waren von den Folgen dieser Krise so betroffen, sondern die Gesamtbevölkerung Kameruns.

Diese Wirtschaftskrise traf meine Familie besonders hart, da mein Vater alles auf Kakao gesetzt hatte. Er arbeitete nicht nur für eine Firma die Kakao Erzeugnisse verarbeitete, er investierte auch sein gesamtes Vermögen in den Anbau von einer 43 Hektars Kakaoplantage, die nicht nur als zweites Standbein für die Ernährung seiner Kinder, sondern auch als seine Altersvorsorge fungierte. Da Kakao auf dem Weltmarkt nicht mehr attraktiv war, sanken die Preise dementsprechend bis zu 70%. Die gesamten Ernten die danach folgten waren quasi wertlos. Ich erinnere mich daran, dass mein Vater sich am Anfang weigerte sein Kakao unter diesen Bedingungen zu verkaufen, er dachte die Situation wurde sich ganz schnell wieder verbessern. Es wurde jedoch schlimmer und er erlitt einen Herzinfarkt und starb.

Da die entstandene Wirtschaftskrise keinen Sektor ersparte, wurden selbst die eigenen Erspanisse eingefroren. Die meisten menschen in Kamerun hatten die Ursachen dieser Krise jedoch nicht verstanden. Sie brachten sie eher mit Demokratie, Missmanagement und Korruption in Verbindung. Da es unmittelbar davor einen Regierungswechsel gegeben hatte.

Die alte Diktatur unter der es Kamerun wirtschaftlich sehr gut ging und die neue „Demokratie“, die aufgrund der Überschneidung mit den Entwicklungen auf dem Weltmarkt,  Unheil erzeugte. Wir alle klagten deshalb, dass die Lebensbedingungen unter der Diktatur besser gewesen wären, da man durch Arbeit eine gewisse Lebensqualität hat erreichen können und trauerten ihr nach. Die Demokratie jedoch versprach die Freiheit aber mit ihr war das Unheil entstanden, dachten wird zumindest. Wie frei kann also ein Volk sein das hungert und das seine Kinder nicht einschulen und ihnen deshalb keine Zukunftsperspektive anbieten kann?

Diese Denkweise blieb bis ich hier in Deutschland mein Studium der Politikwissenschaft aufnahm bei mir verankert.

Als ich dann meine Diplomarbeit über Kamerun verfasste und ich die Möglichkeit dadurch bekam die wahren Hintergründe dieser Wirtschaftskrise auf dem Grund zu gehen, habe ich verstanden welches Unrecht wir unserem Staatsmann und der Demokratie durch unsere Ingnoranz teilweise getan haben.

Die damalige Wirtschaftskrise war weniger auf die Demokratie und auf Missmanagement sowie Korruption als viel mehr auf die Entwicklungen auf dem Weltmarkt zurückzuführen.

Die seit 2007 aus den USA ursprüngliche und inzwischen global gewordene Wirtschafts- und Finanzkrise und die ergriffenen Maßnahmen für die Milderung ihrer Folgen, insbesondere die aktuelle Maßnahmen um den Staatsbankrott in Griechenland zu verhindern, wecken in mir ein Gefühl der tiefen Bewunderung für mancher Staatsmänner Afrikas südlich der Sahara. Denn entgegen der verbreiteten Meinung die  miserable Wirtschaftslage der hochverschuldeten armen Ländern zu denen die meisten  Staaten Afrikas in Zuge der Rohstoffpreisschocks der achtziger Jahre rangieren, sei wegen  der schlechten Regierungsführung, Missmanagement und Korruption entstanden, zeigt die aktuelle Wirtschaftskrise die Ohnmacht der Nationalstaaten gegenüber Entwicklungen auf dem Weltmarkt seien sie hoch- oder minderentwickelt.

Dennoch bleibt die Frage der Reaktionsfähigkeit der verschiedenen Staaten bei der Abwehr von den Folgen, die aus solchen Blasen entspringen unterschiedlich. Ob ein Staat in der Lage ist sich selbst zu helfen oder auf die Dritthilfe angewiesen ist.

Dieses System der Selbsthilfe müssen die afrikanische Staaten spätestens nach der aktuellen Finanzkrise aufbauen.

Denn aufgrund der Unvorhersehbarkeit solcher Blasen ist lediglich die Frage der Reaktionsfähigkeit der betroffenen Staaten ausschlaggebend.

Tags: , , , , , , , , , , , , , ,