Afrika: der zu späte Kontinent!

Posted in africa, economic policy, Entwicklungspolitik, german post, off topic, worth reading on November 29th, 2018 by valerie

Der schlafende Löwe muss endlich aufwachen!

Wenn man sich die westliche Industriestaaten mit der afrikanischen Brille anschaut, ist man dazu geneigt zu glauben, dass ihr Fortschritt und Wohlstand selbstverständlich sind. Gottgegeben eben.

Andersherum, dass es sich bei der Armut, dem Elend, der hohen Kindersterblichkeit, der Seuchen, der Geringen Lebenserwartung, der Kriege und der Korruption südlich der Sahara um eine Selbstverständliche Unabänderlichkeit handelt.

Schaut man sich aber die Geschichtsbücher genauer an, stellt man fest, dass die westliche Industrieländer nicht von Anfang an zivilisiert waren. In ihrer Geschichte hatten sie auch mit Armut, Seuchen (Cholera, Pest), Kindersterblichkeit, geringe Lebenserwartung, Kriege etc… zu kämpfen. All die Probleme womit Afrika heute immer noch konfrontiert ist und endlich bewältigen muss damit es endlich weiter gehen kann. Während diese Probleme die treibende Kraft für Erfindungen in den westlichen Industrieländern gewesen sind, so nach dem Motto Not macht erfinderisch, scheinen diese Seuchen eine paralysierende Wirkung für Afrika südlich der Sahara zu haben.

Dabei muss Afrika das Rad nicht neu erfinden. Dafür haben die westlichen Industriestaaten bereits gesorgt.

Verwendete man lange Zeit Pferde, Maultiere, Kamel, Ruder- und Segelschiffe für die Überwindung des Raumes, wurden später die Eisenbahn, das Dampfschiff, das Auto und das Flugzeug erfunden. Es gab Fortschritte in der Medizin, die zum Rückgang der Kindersterblichkeit und zur Anstieg der Lebenserwartung führten.

Wurde die Landwirtschaft mit archaischen Methoden unter Verwendung archaischer Ackergeräte betrieben, so gelang man dank Forschung und Technik zu Modernen landwirtschaftlichen Methoden und steigerte die landwirtschaftliche Erträge. Mit dem Aufkommen der Industrialisierung fand eine Transition von der Überwiegenden Landwirtschaft zur Industriewirtschaft statt, die wiederum die Dienstleistung auf den Plan rief. Seitdem wird die Innovation in den westlichen Ländern vorangetrieben und ihr Vorsprung scheint für Afrika uneinholbar.

Denn während sich die Welt in großen Sprünge verändert und andere Nationen vorankommen, sich im Zuge ihrer schwindelerregenden Entwicklung gar dem Paradies nähern, beschäftigen sich die meisten Länder südlich der Sahara immer noch mit der immerwährenden Frage der Armut? Mit der Frage, wie sie ihre Kinder Tag für Tag satt kriegen sollen. Die Kindersterblichkeit ist vergleichsweise nach wie vor hoch und die Lebenserwartung gering.

Wie ist das zu erklären? Wieso hat sich der Schwarze Kontinent nicht von den innovativen Erfindungen der westlichen Welt bedienen können um sich zu entwickeln?

Warum ist Afrika nicht gelungen stark aus den unterschiedlichen Seuchen herauszukommen und Entwicklung voranzutreiben, an der Spitze der Welt mitzuspielen und seine Rolle als Weltsozialhilfeempfänger endgültig abzulegen?

Ja die Sklaverei hat den Kontinent geschwächt.

ja der Kolonialismus hat der Kontinent gelähmt

ja die Globalisierung und ihrem Freihandel hat die Volkswirtschaften südlich der Sahara teilweise demontiert

Ja Aids hat manche Dörfer verwüstet

Ja der Terrorismus hat Afrika mancherorts auch erreicht

aber andere Nationen waren in ihrer langen Geschichte auch mit solcherlei Herausforderungen konfrontiert, dies hat sie jedoch nicht daran gehindert fortschrittlich zu sein.

Was ist mit dir Afrika?

Ich höre deine Kinder immer noch weinen, immer noch schreien vor Hunger. Ich sehe deine Kinder immer noch sterben. Sterben vor Hunger, von einfachen Krankheiten, die mit einer einfachen Impfung hätten vorgebeugt werden können. Ich sehe deine Jugend am offenen Meer vor die Hunde gehen, mit der Hoffnung, einmal leben zu dürfen.

Die Welt blickt nun einer neuen Transition entgegen. Die Glocken für ein neues Zeitalter haben geläutet. Die Digitalisierung ist im Anmarch. Bist du darauf vorbereitet? Es ist Zeit aufzuwachen und damit aufzuhören dein Potenzial verkümmern zu lassen. Bilde deine Jugend gut aus! Ermutige sie zur Unternehmensgründungen durch Förderungen, denn  Unternehmen schaffen Arbeitsplätze und sorgen für Staatseinnahmen, die wiederum für die Verbesserung der Infrastruktur eingesetzt werden können und somit zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen.

Biete deiner Jugend endlich eine Perspektive!

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Digitalisierung: Arbeitnehmer kontra Maschine

Posted in communication, Democracy, Digitalisierung, economic policy on Oktober 23rd, 2018 by valerie

Die Rolle der Politik

Mit der fortschreitenden Digitalisierung drängt sich die Frage heraus, in welchem Beziehungsgeflecht der Arbeiter bzw. der Arbeitnehmer zukünftig zur Maschine stehen wird?

Bis dato diente der technologische Fortschritt zur Steigerung der Produktivität der Arbeiter und Arbeitnehmer. Diese Produktivitätssteigerung wiederum ermöglichte Lohnsteigerungen und erhöhte somit die Kaufkraft der Arbeitnehmern. Was zum Wirtschaftswachstum und Wohlstand führte. So der Übergang zum Beispiel von agrarischen zur industriellen Produktion.

Im Digitalisierungszeitalter emanzipiert sich jedoch die Maschine. Sie fungiert nunmehr nicht mehr nur als mittel zum zweck der Produktivitätssteigerung der Arbeiter, sondern als Selbstzweck. Als solche, tritt sie selbst als Arbeitnehmer in Erscheinung. Und  ein unschlagbarer dazu. Gegen die Maschine ist der Mensch nicht konkurrenzfähig, somit verdrängt sie ihn vom Arbeitsmarkt. Aus jetziger Sicht ist die Massenarbeitslosigkeit die darauffolgende Konsequenz.

Gegenwärtig ist die Automatisierung unaufhaltsam und alle Zeichen deuten darauf, dass sich die Maschine und der Mensch auf dem Arbeitsmarkt schon lange als Konkurrenten gegenüber stehen. So werden weltweit zum Beispiel immer mehr Roboter in der Arbeit eingesetzt. Laut dem 2018 von International Federation of Robotics herausgegebenen World Robotic Reports, verzeichnete die Nachfrage nach Roboter ein Rekord im Jahr 2017. So wurden 381 000 Einheiten weltweit geliefert. Was laut dem Bericht einen Anstieg von 30 Prozent gegenüber von 2016 entspricht und eine Steigerung um 114 Prozent an alljährliche Umsatzvolumen an Industrierobotern in den letzten fünf Jahren bedeutet.

Mit blick auf die Tatsache, dass der Mensch bisher durch seine Produktivität in Form von Arbeit einen Lohn erzielen konnte, der  ihm den Kauf von Gütern ermöglichte und dadurch zur Ankurbelung der Gesamtwirtschaft beitragen konnte, stellt man sich die Frage über die zukünftige Herkunft seiner Kaufkraft und somit danach wer die  Erzeugnisse konsumieren wird, die die Maschine in unvorstellbaren Umfänge zu produzieren in der Lage sein wird, wenn der Lohn weiterhin eine Konsequenz der Arbeit bliebe und Maschinen statt Menschen für die Arbeit eingesetzt werden? Darüberhinaus stellt sich auch die Frage der zukünftigen Staatliche Einnahmen. Wenn die Lohnsteuer aufgrund der Massenarbeitslosigkeit weg fällt, wie kommt dann der Staat seine Aufgaben und Pflichten nach?

So gesehen verändert die Digitalisierung nicht nur die Arbeitswelt radikal, sie definiert den Staat als ganze und seine Rolle neu. Hier liegt eine der größten Herausforderungen die es für die Politik zukünftig zu bewältigen gilt. Je früher sie handelt, desto besser.

 

 

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Der Hunger – dieser Weltfeind!

Posted in economic policy, german post, migration, politics, Wirtschaftspolitik, worth reading on November 27th, 2013 by valerie

Hunger eine unheilbare Krankheit?

Meine Oma betrachtete den Hunger, als die am schnellste zu heilende Krankheit.  Dies liegt an die Fähigkeit der Nahrung Hunger sofort zu lindern. Denn kaum hat der Hungernde etwas gegessen, schon verspürt er keinen Hunger mehr. Meine Oma pflegte deshalb zu sagen, dass wenn  alle Krankheiten, so leicht zu bekämpfen wären, wie der Hunger, dann gebe wenn überhaupt Leiden auf dieser Welt nur für kurze Zeit. Aber sie irrte, weil der Hunger genauso wie jede andere Krankheit auch sehr hartnäckig sein kann. Der Beweis dafür ist, wie es aus dem 2013 erschienenen Welthungerindex hervor geht, dass die Zahl der Hungernden in der Welt trotz ihres anhaltenden Rückgangs mit rund  870 Millionen Menschen immer noch beträchtlich ist.

Wie viele Menschen sind bereits an die Fronten gegangen um den Feind Hunger zu bekämpfen? Erinnert sei hier an alle Wirtschaftsmigranten und ihre tagtäglich getätigten Rücküberweisungen, die der Hungersbekämpfung dienen. Oder auch an gesammelten Spenden, die alle die Hungerbekämpfung als Zweck haben.

Vielfältige Hilfsorganisationen haben sich dieser Problematik gewidmet, die zwar unterschiedliche Herangehensweisen haben, deren gemeinsames Ziel jedoch ist, Hunger zu bekämpfen. Man denke nur an die Welthungerhilfe, die Brot für die Welt oder auch an die Welternährungsorganisation (FAO) der Vereinten Nationen, um nur diese zu nennen.

Wenn die Weltgemeinschaft einen gemeinsamen Feind hat, dann trägt dieser bestimmt den Namen „Hunger“. Warum gelingt es ihr nicht ihn aus der Welt zu schaffen? Der Weltgemeinschaft ist es gelungen ganz andere Herausforderungen zu meistern, warum gelingt es ihr nicht den Hunger als Passé der Menschheit werden zu lassen?

Diese Frage wühlt umso mehr  auf, wenn bedenkt wird, dass 1,3 Milliarden Tonnen Nahrungsmittel jährlich verschwendet werden.

Warum ist es in der globalisierten Welt möglich, dass 870 Millionen Menschen hungern müssen, während Milliarden Tonnen an Nahrungsmittel jährlich in Müll landen? Eine mögliche Antwort dafür liefert der Kurzfilm: „Taste The Waste.“ Dieser Film lädt ein dazu unser Konsumverhalten zu überdenken, damit Verteilungsgerechtigkeit herrschen kann. Denn fernab von der Politik kann jeder von uns seinen Beitrag dazu leisten die Welt ein wenig gerechter zu gestalten.

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Industrialisierung Wohlstand und Umwelt

Posted in africa, economic policy, german post, politics, Sub-Saharan Africa, Wirtschaftspolitik, worth reading on November 14th, 2013 by valerie

Industrialisierung ist für Wohlstand, das was die Demokratie für den Staat ist.

Nicht der perfekte aber der beste, dem Menschen bekannte Weg einer Volkswirtschaft zum Wohlstand zu gelangen.

Wie soll Wohlstand erreicht werden, wenn dieser Industrialisierung voraussetzt? Wenn es bedenkt wird, dass Industrialisierung mit übermäßigem Verbrauch an natürlichen Ressourcen einhergeht und der übermäßige Verbrauch von Rohstoffen seinerseits den Klimawandel als Folge hat, mit teilweise unumkehrbaren Umweltschäden wie beispielsweise die Erderwärmung und die Ausdünnung des Ozons.

Was bedeutet das für die noch nicht industrialisierten Länder ? Müssen sie auf die langersehnte Industrialisierung der Umwelt zu Liebe verzichten und damit den Traum vom Wohlstand aufgeben? Was ist die Alternative zur Industrialisierung?

Besteht die Lösung darin technologisch fortgeschrittenen Industrieländern ganz die Warenproduktion jeglicher Art zu überlassen und sich selbst mit der Rolle des ewigen Warenimporteurs abzufinden, um die Umwelt nicht noch mehr zu belasten, weil jede neue Industrialisierung nicht nur mit immensem  Rohstoff- und Energieverbrauch einhergeht, sondern auch den globalen Anstieg  an CO2 -Ausstoß bedeuten würde? Oder liegt die Lösung darin, dass die bestehende Industriestaaten ihre Überproduktion und damit ihren Rohstoff- und Energieverbrauch reduzieren und somit den noch nicht industrialisierten Ländern die Chance gewähren aus eigener Kraft Industrialisierung voranzustreiten und zum Wohlstand zu gelangen?

Die zweite Option würde jedenfalls einen Beitrag zu den allgegenwärtigen Kämpfen der Weltgemeinschaft leisten. Nämlich die Armutsbekämpfung und der Kampf gegen die Umweltzerstörung.

Beitrag leisten zum Kampf gegen Armut, weil die Industrieländer nicht mehr wie bisher die Märkte der noch nicht industrialisierten Länder mit ihren Industrieerzeugnissen und Agrarprodukten überschwemmen würden. Was die Unternehmen der noch nicht industrialisierten Länder wettbewerbsunfähig macht und damit viele Arbeitsplätze nicht nur vernichtet werden, sondern die Chance beraubt wird überhaupt welche enstehen zu lassen. Die noch  nicht industrialisierten Länder hätten die Gelegenheit die Rohstoffexporterlöse in die Förderung der Industrialisierung zu reinvestieren und wer Industrialisierung sagt, sagt Wohlstand und damit auch Armutsbeseitigung.

Beitrag leisten zum Kampf gegen die Umweltzerstörung, da die Reduzierung der Produktion mit der Reduzierung des Rohstoff- und Energieverbrauchs einhergeht, würden die Industrienationen ihre Rohstoff- und Energieimporte aus den rohstoffreichen noch nicht industrialisierten Ländern einschränken.  Dies würde dazu führen, dass die noch nicht industrialisierten Länder diesen Anteil an Energie- und Rohstoffe der nicht mehr von den Industrienationen abgenommen wird, selbst in ihren Industrialisierunsprozess mit einfleißen zu lassen ohne die Umwelt zusätzlich durch erhöhten Mengenabbau an Rohstoffen zu belasten. Die Emission des CO2 würde durch die Senkung der Produktion in den Industrieländern reduziert und vielleicht um den gleichen Anteil in den eingehenden Industrieländer steigen ohne jedoch global zuzunehmen und die Umwelt zusätzlich zu belasten.

So viel wie die Menschen in den Industrieländern Rohstoffe und Energie verbrauchen, so schnell können selbst die regenerierbaren Rohstoffe gar nicht regeneriert werden. Laut GEOPOLITICAL, verbraucht beispielsweise in Deutschland jeder Bürger im Laufe seines Lebens im Durchschnitt rund 1.000 Tonnen Erze, Erden und Mineralien. Angenommen dies würde nicht nur für die übrigen Industrienationen gelten, sondern auch für die noch nicht industrialisierten Länder, wo stünde die Welt heute?

Das Beispiel der Volksrepublik China zeigt, dass es nicht tragbar für die Umwelt wäre, wenn die Industrienationen weiterhin wachsen würden, wie bisher und die heute noch nicht Industrienationen an ihnen anknüpfen würden.

Mit seiner Industrialisierung hat China im Jahr 2009 bereits die Vereinigten Staaten als den weltweit größten Energieverbraucher abgelöst. Verbrauchte China im Jahr 2000 nur halb so viel Energie wie die USA, so hat sich sein Energiebedarf im Verhältnis zu den zehn Jahren zuvor, zwischen 2000 und 2008 vervierfacht. Vor diesem Hintergrund prognostizierte die internationale Energie Agentur 2010 sogar einen Anstieg des chinesischen Energiebedarfs zwischen den Jahren 2008 und 2035 um 75 Prozent mit einem Anteil von 22 Prozent am globalen Energiebedarf.

Angenommen Afrika würde mit seiner eine Milliarden Menschen analog wie China aufgrund der einsetzenden Industrialisierung genauso viel Energie verbrauchen, wie sähe dann der globale Rohstoff- und Energiebedarf aus? Würde dann fernab der Umweltschäden kein neuer Krieg ausbrechen? Ein Krieg um Ressourcen?

Da Afrika nach Wohlstand strebt, wird sich der Kontinent industrialisieren müssen. Da Industrialisierung die Gefahr der massiven Umweltzerstörung birgt, sind die Industrienationen in der Pflicht um dies zu ermöglichen, ihren Rohstoffkonsum zu zügeln.

Es wäre an der Zeit, dass die Industrienationen einen umweltbewussten Umgang mit den Ressourcen zeigen, indem sie aufhören zu produzieren um wegzuwerfen, um die Märkte der noch nicht industrialisierten Nationen zu überschwemmen, indem sie einfach kurz treten und damit den noch nicht industrialisierten Staaten Industrialisierung und somit Wohlstand ermöglichen.

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Sparen in Afrika

Posted in africa, economic policy, Entwicklungspolitik, german post, Sub-Saharan Africa, worth reading on Oktober 30th, 2013 by valerie

Ist langfristiges Denken angeboren? Wenn ja wie kann man es sich eineignen?

Mancher Stereotypen zur Folge, ist der Schwarz Afrikaner unfähig über den Tag hinaus zu denken.Wenn tatsächlich so wäre, würde, dies Aufschluss auf die immerwährende Armut  des Schwarzen Kontinents geben?

Fakt ist wer langfristig denkt, ist besser für die Zukunft aufgestellt. Wer seine Lebensbedingung auf Dauer verbessern möchte, muss auch bereit sein, Vorkehrungen dafür zu treffen. Bei einer Volkswirtschaft geschieht dies beispielsweise unter anderem durch Konsumverzicht durch Sparen zu Gunsten der Kapitalbildung.

„Lebe in Hier und Jetzt.“
Ein gängiges Sprichwort bei den Bantu rät dazu sich nicht heute um die Probleme des morgigen Tags Gedanken zu machen, denn der morgige Tag durchaus in der Lage sein wird seine Probleme selbst zu lösen.  Viele nehmen diese Weisheit grundsätzlich wortwörtlich. Dies ist dann zum Beispiel der Fall, wenn viele Familien nach Erhalt ihres Lohns an den darauffolgenden Tagen in Saus und Braus leben wissend, dass das Geld so unmöglich für den ganzen Monat reichen kann. Aber ihnen ist es lieber es sich für kurze Zeit richtig gut gehen zu lassen und dafür in der letzten Monatshälfte zu hungern und auf ein Wunder hoffen. Anstatt sich das Geld über den Monat vernünftig einzuteilen indem man nicht über seine Verhältnisse in der ersten Monatshälfte lebt und vielleicht auch den Versuch zum Sparen wagen.

Die niedrige Lebenserwartung beeinflusst das Sparverhalten

Man möchte lieber in Hier und Jetzt leben. Man möchte lieber für die kurze Zeit in der man sich selbst auf der Erde aufhalten darf intensiv leben und nicht auf die Zukunft setzen, die man mit größer Wahrscheinlichkeit nicht mehr erleben wird. Während  die Menschen in Europa und Nordamerika durchschnittlich 78 Jahre und in Nordafrika immerhin 68 Jahre alt werden, verzeichnet subsahara Afrika mit 50 Jahren, die niedrigste Lebenserwartung weltweit.

Aussorgen für die Zeit danach

Auch den Entscheidungsträger mangelt es an Visionen. Dies wird an ihr rücksichtsloses Verhalten der Veruntreuung und Unterschlagung beobachtet. Die Republik Kamerun zum Beispiel, hat im Jahr 2006 ein erbitterter Kampf gegen die Korruption unternommen. Seitdem wurden zahlreiche höhere Beamten unter anderem Ministern, Staatssekretäre und Vorstände Regierungsnahen Unternehmen wegen Veruntreuung und Unterschlagung hinter Gitter gebracht. Die von ihnen unterschlagenen Gelder belaufen sich etwa auf 215 Milliarden (FcFA) sprich 140 Millionen Euro, die zum größten Teil in ausländischen Banken schlummern. Da die Amtsdauer von der Laune des Präsidenten abhängt, werden die Ämter dafür missbraucht um schnell für das eigene Leben auszusorgen. So wird das dem Amt zur Verfügung gestellte Budget nicht in die Realisierung der  mit ihm zusammenhängenden Projekte Investiert.

Ist Afrika aus Mangel an binnen Ersparnisse und aufgrund der Unterschlagung-Mentalität der Entscheidungsträger deshalb zur ewigen Armut verurteilt?

Durch das Fehlen an Ersparnisse und die vermehrte Unterschlagungen, bleiben die Investitionen aus, die nötig für die Hebung des Lebenstandard und Voraussetzung für ein langes Leben sind. Ein Teufelskreis dessen Überwindung Hilfe vom Außen erfordert. Jedoch weniger wie bisher in Form einer Entwicklungshilfe als vielmehr in Form von ausländischen direkt Investitionen. Gegenwärtig fließt nur 1 Prozent der weltweit getätigten ausländischen Direktinvestitionen nach Afrika. Dabei ist Afrika mit einem immensen Potential ausgestattet.  Mit 3025,8 Hektar als zweitgrößte Kontinent der Erde nach Asien fungierend, beträgt sein Anteil an globale Waldfläche 17 Prozent, wovon 21 Prozent des Bodens Ackerboden ist, was die Landwirtschaft begünstigt. Darüberhinaus beherbergt der Schwarze Kontinent mit mehr als eine Milliarde Menschen, 15 Prozent der Weltbevölkerung und stellt somit einen riesigen Markt dar. Weiterhin kann der Kontinent obgleich ungleichmäßig verteilt, immensen Rohstoffvorkommen  vorweisen, was seine Attraktivität für ausländische Investoren erhöhen sollte. Warum bleiben denn diese, von wenigen Ausnahmen abgesehen aus? 

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