Kamerun: Präsidentschaftswahl 2011 Bedrohung für Stabilität und Unsicherheit

Posted in Democracy, Sub-Saharan Africa, africa, french post, german post, politics, safety policy, worth reading on Juni 24th, 2011 by valerie

Kameruner,  Kamerunerinen, Kamerun ist frei und Souverän.

… Wir werden eine Nation bilden auf die unsere Kinder stolz sein werden und die sich ihr Platz auf der Welt schaffen wird.

Mit diesem Versprechen schloss der damals noch Premierminister und später erster Präsident der Republik Kamerun Ahmadou Ahidjo seine bewegende Rede am 1. Januar 1960 im Rahmen der Feierlichkeit anläßlich der neu Erlangten Unabhängigkeit.

Im Jahr 2010 blickte das Land auf 50 Jahre politische Selbstbestimmung zurück. Im Oktober dieses Jahres wird die vierte pluralistische Präsidentschaftswahl in Kamerun stattfinden, Anlass genug mittels einer Bestandsaufnahme zur Lage des Landes, einen Blick in die Zukunft zu wagen und somit der Frage nach zu gehen, was aus der Euphorie, aus all den Hoffnungen, Erwartungen und Träumen der Kameruner geworden sind, die mit dieser “Unabhängigkeit” einhergingen.
Ein aktueller Blick in die Fakten zeigt, dass Kamerun zurzeit unter den vom  Internationalen Währungsfund (IWF) 1996 initiierten Programm sog. Hochverschuldete Armen Länder (HIPCS) rangiert. Dass es mit Rang 131 unter den 169 Länder, die im Human Development Index 2010 vorkommen als Land mittleren Entwicklungsstandes eingestuft wird.
Zudem gebührt dem Land auf Platz 146 mit 2,2 Punkten  des Rankings von Transparency international, den Ruf eines der Korruptesten Länder der Welt. Des Weiteren besetzt es  bei dem Mo-Ibrahim-Index 2010 das das gute Regierungsmanagement misst, nur Rang 34 unter den 51 untersuchte Länder.

Reichen diese verschieden Rankings aus, um darüber ein Urteil zu fällen, ob Kamerun sein vor einem halben Jahrhundert gegebenes Versprechen einlösen konnte? Welche Auskunft gibt die Zahl 50 über dieallgemeine  Entwicklung des Landes?
Die Beantwortung dieser Fragen setzt nicht nur einen Blick in die Geschichte voraus, sondern erfordert die geopolitische und wirtschaftliche Analyse der Lage des Landes.

1.  Staatswerdungsprozess Kameruns
Kamerun als Landesname in diesem Sinne existierte vor der Ankunft der Seeleuten und der Kolonialen Mächte nicht. Es handelte sich bei Kamerun weniger um ein Land als vielmehr um eine Ansammlung von nebeneinander existierenden Völkern (Stämme), die jeder seine eigene Traditionen und Kulturen besaßen und zudem ständig im Konflikt zueinander standen.
So verdankt Kamerun seinen Namen den Portugiesischen Seeleuten. Um 1472 erreichte einen portugiesischen Seemann Namens Fernâo do Poo, die Bucht von Biafra und entdeckte dort zugleich eine Insel, die später nach ihm benannt wurde und den Kamerunberg sowie die Bucht von Ambas, die sich unterhalb des Kamerunberges befand.  Es steht jedoch nicht fest, ob Fernâo do Poo kurze Zeit danach die Flussmundung von Wouri (Der Wouri (auch Vouri oder Vuri) ist ein Fluss in Kamerun, dessen Mündung sich bei Douala befindet) entdeckte, in jedem Fall waren es wieder Portugiesen, die im selben Jahr, die Wouri Mündung entdeckten. In den Gewässern dieses Flusses lebte eine seltene Krabbenart die in Zoologie als „Callianassa Turnerana White“ bezeichnet wir und „Mbéatoé“ in der Douala-Sprache genannt werden. Diese Garnellen immigrierten alle drei bis fünf Jahre in sehr engen Schwärmen und überfluteten die Gewässer dieses Flusses. Die Portugiesen müssen bei ihrer Ankunft in der Bucht von Wouri auf dieses faszinierende Natur Phänomen gestoßen sein. Von den Anblick überwältigt, tauften sie den Fluss „Rio dos Camaroes“, was so viel wie Krabbenfluss bedeutet. „Rio dos Camaroes“ wurde dann in spanischer, deutscher, französischer und englischer Sprache jeweils Rio dos Camerones, Kamerun, Cameroun und Cameroon. Die Portugiesen betrieben für eine gewisse Zeit Handel in der kamerunischen Küste. Später entdeckten sie den Kongo und verließen sie.

Im Allgemeinen waren Anfangs Handel und Abenteuerlust die Hauptgründe, die die europäische See- und Kaufleute nach Afrika lockten. Mit den Einheimischen betrieben sie Tauschhandel. Waren, wie u. a. Salz, Seife, Feuerwaffen Textilartikel, Tabak, Töpfe und Alkohol wurden gegen Palmöl, Elfenbein, Gold, Kautschuk und Sklaven getauscht.  Somit war der Handel drei Jahrhunderte lang die Ursache des Interesses der Europäer für Afrika. Schon bald stellte sich Aufgrund der Einsetzenden Industrialisierung in Europa und des mit ihr einhergehenden Produktionsüberschusses einerseits und dem steigenden Rohstoff- und Energiebedarf andererseits das Problem der Erschließung neuer Absatzmärkte und jenes des Rohstoff- und Energievorkommen, beide ließen sich durch das Besitzen von Kolonien lösen. Mit diesen Absatzmarkt- und Rohstoffsargumenten setzte die Eroberung Afrikas ein.  Kamerun war von diesem Wirbelwind der Eroberungen nicht unverschont geblieben.

Mitte des 20. Jahrhunderts, war Kamerun eine sehr florierende Handelzone. Die Engländer ließen sich 1827 zuerst durch ihre Missionare und Händler an der kamerunischen Küste (Douala) nieder.  Von 1840 bis 1860 wurden unzählige Verträge zwischen den Stellvertretern der englischen Regierung und den Häuptlingen von Douala unterzeichnet. Längerfristig gewann der englische Handel zunehmend an Bedeutung.
Wegen ihrer Rivalitäten und Auseinandersetzungen ersuchten die einheimischen Häuptlinge aus eigener Initiative die englische Schutzherrschaft. König Bell von Douala formulierte 1864 zu diesem Zweck ein Schutzgesuche an die englische Königin Victoria. Im Jahr 1879 wurde dieses Schutzgesuche von König Akwa mit seinen untergeordneten Chefs wiederholt. Da diese beide Gesuche Erfolglos blieben, wandten sich diese am 6. November 1881 mittels eines gemeinsamen Briefes an den englischen Premierminister. In einem offiziellen Schreiben vom 1. März 1882 lehnte die englische Regierung ab, Kamerun als Schutzgebiet anzunehmen.
Diese ablehnende Haltung Englands führte die Könige Doualas in die Armen der deutschen. So wandten sich die Douala Oberhäupter den Deutschen zu, die sich mittlerweile auch in Douala niedergelassen hatten und deren Ankunft an den kamerunischen Küsten um 1860 datierte. Aufgrund der Unschlüssigkeit der englischen Regierung, Kamerun endlich als ihr Schutzgebiet anzuerkennen, besetzte Deutschland das Territorium.

Fortsetzung folgt…

Tags: , , , , , , , ,

Gbagbo, Moubarak, Assad, Kadhafi…

Posted in Democracy, africa, french post, international relations, off topic, safety policy, worth reading on Mai 2nd, 2011 by valerie

Du président de la république au Prisonnier

Même si l’immunité des dirigeants politiques n’est pas absolue, il est neánmoins difficile voire impossible de traîner un chef d’état en excercice en justice. Cependant une fois destitué, le chef d’Etat perd le privilège de l’immunité. Il en découle donc que, le grand cauchemare de la pluspart des chefs d’états des régimes encore plus ou moins dictateurs  ayant en plus  commis des crimes contre l’humanité,  réside moins dans la perte absolue de pouvoir en redevenant de simples citoyens que dans leur préocupation en ce qui concerne le sort  qui leur est reservé après. Même s’il est vrai que le pouvoir a parfois des effets semblables à ceux de la drogue qui rend dépendant.

Immunité de dirigeants politiques

Personne n’aimerait échanger  un palais présidentiel contre  une cellule de prison. Alors l’objectif des dirigeants en question devient donc celui de maximiser la durée de leur  pouvoir au détriment du propre peuple, afin d’ échapper ainsi à la prison qui dans certains devient incontounable. Les cas récents de Laurent Gbagbo et son Ex-homologue Moubarak soulignent cet état de chose. Assad et Kadhafi semble-il n’échaperont pas eux non plus à ce sort.

Si par le passé c’etait monnaie courante pour les dirigeants déchus, de se faire des relations pendant l’excercice du pouvoir visant à prévenir la période d’après le pouvoir en ce qui concerne  l’asile, il faut dire que l’ère de la communication, de la mondialisation et de la mobilisation avec son facteur élevé de transparence a tout changé.

Il est ainsi devenu difficile aux dirigeants des pays surtout démocratiques d’offrir l’asile à des anciens dictateurs sans soulever l’opinion publique contre eux.

C’est donc ici que réside le mystère de l’obstination de certains Chefs d’état à user de tous les moyens pour  s’accrocher  au pouvoir.

Ne serait-il pas mieux pour la paix et le bien-être des populations de ces pays dirigés par des dictateurs de tenir ceci en compte lors des négociations afin d´éviter non seulement des bains de sang unutiles mais aussi et surtout  la destabilisation des Systèmes tout entiers?

Tags: , , , , , , , , , , , ,

Relevanz der Terrorismusbekämpfung für das öffentliche Leben

Posted in diplomacy, german post, international relations, politics, safety policy on August 1st, 2009 by valerie

Der Preis der Sicherheit im 21. Jahrhundert

Von in der Bundesrepublik Deutschland geführten Diskussion über den Abschuss von Terroristen gekaperten Flugzeuge, bis zum  Fluggast- und Bankdaten Austausch zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten von Amerika, hin zur übermäßigen Videoüberwachungen in Großbritannien. Die Staaten bleiben nicht untätig, was die Terror-Prävention anbelangt. Doch obgleich sich diese Maßnahmen als effizient für die Terrorbekämpfung und -Vorbeugung erweisen, so sind sie doch wegen ihrer Beeinträchtigung der persönlichen Freiheit sehr umstritten.

1. Abschuss von von Terroristen gekaperte Flugzeuge in Deutschland

Nachdem wir über das Für und Wider des Abschusses der von Terroristen gekaperten Flugzeuge an der Uni heftig diskutiert haben und aufgrund der stark auseinander klaffenden Meinungen zu keinem Konsens kamen, befragte ich auch mein Umfeld, wie es zu diesem Thema steht. Ich war an diesem Thema besonders interessiert, weil ich zu diesem Zeitpunkt für eine Seminararbeit über: Neuartige Bedrohungen und ihre Relevanz für das öffentliche Leben in unserer Gesellschaft recherchierte.

Mein Freund der für den Abschuss plädierte, rechtfertigte sein Standpunkt unter anderen damit, dass die deutsche Soldaten in Afghanistan auch ihr Leben für den Kampf gegen den Terrorismus opferten. Ich erwiderte daraufhin, dass es ihre Arbeit sei, wofür sie sich bei ihrem Beitritt in die Armee, im Gegensatz zu den Passagiere im Flugzeug bewusst und freiwillig entschieden. Insofern könne in diesem Fall kein Vergleich  hergestellt werden, denn im Unterschied zu den in Afghanistan gefallenen Soldaten, würden die Grundrechte der Passagiere in den “Abschussflugzeugen” beeinträchtigt, die im Art. 2 Absatz 2  Sätze 1 und 2 des Grundgesetzes niedergelegt sind und dessen genauer Wortlaut, wie folgt lautet: “Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich.” die “Heiligkeit” dieses Artikels wird durch sein Verfassungsrang hervorgehoben. Das Bundesverfassungsgericht hat 2006 deshalb die Abschussermächtigung  im Luftsicherheitsgesetzt für nichtig erklärt.

So werden andere Wege gesucht, die gleichzeitig der Terrorismusbekämpfung dienen sollten und dennoch die Menschenrechte beachten. Der Austausch der Fluggast- und Bankdaten zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union soll einen großen Beitrag leisten.

2. Übermittlung der Fluggast- und Bankendaten

Anders als der Abschuss der von Terroristen gekaperten Flugzeuge, greift die Übermittlung von Fluggast- und Bankendaten nicht unmittelbar in die Grundrechte ein. Nichtsdestotrotz warnen die Datenschützer vor dem Verstoß gegen das  informationellen Selbstbestimmungsrecht. Genauso verhält es sich mit der übermässigen Kameraüberwachungen, die in Großbritannien besonders ausgeprägt sind.

3. Kameraüberwachungen

Laut Spiegel-Magazin, hat kein demokratisches Land auf der Welt eine so hohe Kameradichte, wie Großbritannien. Rund 4,2 Millionen Überwachungskameras , fünf mal mehr als in Deutschland sollen es sein. Etwa 300 mal am Tag wird jeder Brite in der U-Bahn, im Bus, in der Innenstadt und beim betreten seiner Firma gefilmt, als Rechfertigung dieser Überwachung gilt der Kampf gegen dem Terrorismus (Spielgel-Serie: Die Erfindung der Deutschen in: der Spiegel, Nr. 4 22.01.2007, S.92-96). So wurde die Identität einer der Attentäter vom 11. September Mohammed Atta und diejenige der Kofferbomber vom Kölner Hauptbahnhof im Sommer 2006 ermittelt. Es geht hier also um die Maximierung der Sicherheit, inwieweit aber die Sicherheit tatsächlich durch die Kameraüberwachung maximiert wird ist umstritten. Allerdings ist Fakt, dass sie genauso, wie die Übermittlung der Fluggast- und Bankdaten, gegen das informationelle Sebstbestimmungsrecht vertoßt und schränkt damit auch die Freiheit der Bürger ein.

Dies ist der Preis, den der Weltbürger  im Informations- und Globalisierungszeitalter, welches das 21. Jahrhundert kennzeichnet, bezahlen muss, um sich einigermaßen noch “sicher” zu füllen. Denn eine uneingeschränkte Freiheit ohne Sicherheit, keine vollkomene Freiheit sein kann.


Tags: , , , , , , ,