Zukunft Afrikas: Sanierung und Modernisierung der Regierungen als Chance?

Posted in Sub-Saharan Africa, africa, economic policy, german post, politics on Juli 7th, 2009 by valerie

Nicht nur die Welt, sondern wir Afrikaner selbst wissen, was die Entwicklung und den Fortschritt bei uns in Afrika hemmt. Warum ändert sich dann denn nichts?

Die Lektüre des Buches von Nelson Mandela “The long walk to freedom” über die Errinnerungen an seine Kindheit, weckte in mir verschiedene Gefühle. Es war so als würde ich über meine eigene Kindheit lesen.

Einerseits waren es Gefühle, wie Heimweh und Sehnsucht nach meiner Kindheit, die mich heimsuchten, denn ich fand meine Kindheit unbeschreiblich und unglaublich schön. Unbekümmert Barfuss durch den Wald voller Geheimnisse und Gefahren mit Geschwister, Cousins und Cousine zu fetzen, im Schlamm und staub zu wühlen, mit den aus Kautschuk selbst gemachte Bällen Fussball spielen, Ziegen, Schweine, und Hühner hinterher zu laufen und sich dann in der Nacht vor einem brennenden Feuer gegenseitig vor dem Einschlafen Geschichten zu erzählen machte mich glücklicher als alles andere. Diese natürliche Freiheit ist was meine Kindheit ausmachte und die ich nicht vermissen möchte.

Dennoch wurde mir andererseits bei der Lektüre dieser Zeilen über seine Kindheit allmählich bewusst, wie sehr die Zeit in Afrika stehen geblieben, wie unterentwickelt Afrika geblieben war. Im Bezug auf die Geschichte, was Entwicklung und Fortschritt anbelangt, gehören wir sozusagen der selben Generation an, obwohl wir tatsächlich etwa 60 Jahre auseinander sind. Dies finde ich wirklich bestürzend.

Die Unterentwicklung Afrikas ist auf verschiedene Ursachen zurückzuführen, die weltweit von Wissenschaftlern, Schriftstellern, verschiedenen Künstlern, Journalisten und Medien tagtäglich denunziert werden. Korruption, institutionelles Versagen, traditionelle Hintergründe, mangelnde ökonomische Diversifizierung, die Ungerechte Verteilung der Früchte des Wachtums, Kapitalflucht, zu geringe Investition in Humankapital und Marginalisierung auf Welthandelsebene… Die Liste könnte noch beliebig fortgesetzt werden.

Fest steht, dass diese Erkennisse alleine nicht ausreichen, um die Situation in Afrika zum besseren zu wenden. Damit Afrika die verlorenen Jahre wieder aufholen kann.

Ja es wurden exogene und endogene Maßnahme zur Entwicklungförderung unternommen, diese aber blieben erfolglos. Es wird ein Zustand der Stagnation gar der Rückläufigkeit was den afrikanischen Entwicklungsprozess anbelangt beobachtet.

Wieso lebt nach allen Erkenntnissen und  Anstrengungen immer noch mehr als die Hälfte der Bevölkerung Afrikas Südlich der Sahara unter dem Existenzminimum?

Warum ist über Afrika immer noch die Rede von Armutreduzierung und -bekämpfung und nicht schon längst über Wohlstand für alle?

Während in den westlichen Demokratien, eine schlechte Regierungsführung der Machtinhaber durch ihre Abwahl bestraft wird, erlebt man in Afrika anscheinend das Gegenteil. Je schlechter die Regierungsführung desto öfters werden die Verantwortlichen wiedergewählt.

Kamerun zum Beispiel kennt seit seiner Unabhängigkeit 1960 nur zwei Präsidenten. Der erste, Ahmadou Ahidjo  regierte 22 Jahre lang. Der aktuelle Paul Biya ist seit 27 Jahre im Amt und ein Ende seiner Amtzeit ist nicht in Sicht. Ein Rekord erreichte sein im April im Amt verstorbener Amtskollege aus Gabun Omar Bongo Odimba, der sein Land 41 Jahre lang regierte. Gabun das bekanntlich sehr reich an Erdöl ist, geht es aber nicht besser als anderen Ländern auf dem Schwarzen Kontinent, was vielleicht seine überzogene Amtzeit rechtfertigen würde. Ganz im Gegenteil Omar Bongo musste in Spanien (wo er auch starb) behandelt werden, weil er nach 41 Jahre Regierungszeit es nicht geschafft hatte ein angemessenes Krankenhaus bereit zu stellen, das würdig gewesen wäre ihn selbst zu behandeln.

Also bei der Suche nach Lösungen für eine effizientere Entwicklung Afrikas, sollte die Komponente der Modernisierung und Sanierung seiner Regierungen samt Personal nicht vernachlässigt werden. Afrika braucht neue Manschaften.

Ein afrikanischer Sprichtwort sagt, dass ein einziger mit Karies erkrankter Zahn es schaffen kann alle andere Zähne anzustecken, wenn er nicht rechtzeitig entfernt wird. Deshalb soll die Sanierung ganz oben beginnen. Dies allerdings fällt wegen des Souveränitätsgebots in die Zuständigkeit des Volkes, das aber aus unterschiedlichen Gründe von seinen Rechten zu wenig Gebrauch macht. Hierin liegt das Dilemma der Entwicklung Afrikas.

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UNION AFRICAINE: Grand bond vers une Intégration politique

Posted in africa, economic policy, french post, politics on Juli 6th, 2009 by valerie

Politique étrangère et Défense Commune!

Vue les différents conflits et crises qui minent certains pays du continent africain depuis leurs indépendances, il est sans doute vital d’oeuvrer pour une intégration politique avec départ une politique étrangère et de défense commune tel que l’a conclut l’UNION AFRICAINE  au cours de sa 13e Conférence allant du 24 juin au 3 juillet à Sirte (Libye).

Néanmoins l’origine de ces conflits multiples ne devrait pour autant pas être négligé. Raison pour laquelle il serait autant nécessaire que primordial pour la promotion de la paix en Afrique, de trouver ensembles des moyens efficaces pour faire sortir le continent de l’immense pauvreté  dont ses populations souffrent et offrir aux africains des moyens leur permettant d’accéder au bien-être matériel et intellectuel, expression de la dignité humaine à laquelle chaque Homme aspire et qui fait partie intégrante des droit fondamentaux.

Quel solution pour le bien-être des populations africaines?

Les raisons pour lesquelles les états Africains riches ou pauvres de nature, n’ont pas pu offrir le bien-être économique et matériel à leurs populations malgré d’énormes potentiels (richesses naturelles et humaines) dont le continent africain dispose, malgré l’aide au developpement, malgré de nombreuses crédits Bi- et multilatéraux et malgré de nombreux alègements de leurs dettes extérieures sont multiples.

La plus éminente actuellement cependant repose sur la marginalisation dont ils seraient victimes sur le marché mondial. Soit!

Mais l’Afrique elle même représente déjà un grand marché qui ne demande pas seulement à être conquit par les pays de l’ouest et par la Chine. Les pays africains devraient prendre conscience du grand marché dont il dispose eux même avec plus de 900 Millions d’habitants et du pouvoir qu’ils disposent grâce à leurs ressources naturelles.

Une politique d’économie commune axée d’abord sur la liberté et la facilité d’échange et des rapports commerciaux interafricains s’orientant dans un premier temps au besoins africains, pourrait être un départ prometteur pour une prospérité économique du continent et pourra ainsi contribuer à la reduction des conflits, à la sécurité et à la stabilité du continent qui à son tour pourrait favoriser les investissements étrangers auxquels les pays africains aspirent tant et qui représentent en partie la clé de la prospérité économique.

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Présidentielles au Gabon: Quelle Chance pour l’opposition?

Posted in Sub-Saharan Africa, africa, french post, politics on Juli 3rd, 2009 by valerie

Si la constitution de la république gabonaise prévoit les élections entre les 30 et 45 jours suivant la vacance de la présidence de la république, il n’est pas pour autant dit que ce délai soit optimal pour une campagne électorale non seulement bien organisé mais aussi bien préparée.

En fait il n’est pas question ici d’essayer de gagner la confiance des électeurs en un mois et demi ou deux. Ce travail l’opposition est censé le faire en permanence indépendement de la date des élections.Il en est de même du Parti au pouvoir.

En ce qui concerne cette campagne électorale, il est essentiellement question de mobiliser les électeurs qui ont déjà plus ou moins un penchant pour un parti ou pour un autre.

Au lieu donc de se tirailler sur les dates, les candidats et leurs partis respectifs devraient plutôt se mettre à la tâche et réaliser les programmes électoraux en vues de résoudre les differents problèmes auxquel leur pays se trouve confronté.

Mais il n’en demeure pas moins que le parti au pouvoir profitera au maximum de ce délai limité qui ne donne pas la possibilié aux électeurs de se faire un jugement objectif et à long terme des nouveaux candidats et de leurs partis. Ceci étant ils préfèreront donc “faire avec le démon qui leur est familier que d’opter pour l’ange qui leur est étranger”.

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AIDS: Das Trojanische Pferd auf dem afrikanischen Boden!

Posted in africa, german post, off topic on Juli 3rd, 2009 by valerie

Der wohlbehütete Feind!

Unter den Hauptursachen der rasanten Aidsverbreitung in Afrika, wird neben dem Leugnen der Existenz dieser Immunschwächekrankheit, die prekären Lebensverhältnisse und die Ignoranz, das große Schweigen darüber gezählt. Denn in Afrika, wo sie die meisten Opfer verursacht kann man ziemlich so an alles sterben, nur nicht an AIDS. Die meisten Kranheiten werden offengelegt, Aids dagegen wird in den Familien solange thematisiert, wie es bei dem Nachbar vermutet wird. Kommt tatsächlich ein Aidsfall in der eigenen Familie vor, dann wird Schweigen das höchste Gebot.

Warum ist es so?

Weil Aids hier nach wie vor als eine Scham-, eine unethische und unsittliche Krankheit behandelt wird, eine Krankheit an die man lieber stirbt als das man sich als Aids-infizierter outet. Desweiteren kommt eine Aidsdiagnose zumeist ein Todesurteil gleich.

Die öffentliche Medien haben in weiten Teilen des Kontinents die Aufkärung zwar aufgenommen, in engen privaten Kreise wird Aids jedoch weiterhin tabuisiert.

Durch das Schweigen aber nehmen sich die Menschen selbst die Chance zur einer rechtzeitigen Behandlung, zumal diese gerade von den meisten afrikanischen Regierungen übernommen werden. Sie verkürzen somit womöglich ihr eigenes Leben, das  mit einer rechtzeitigen Behandlung hätte verlängert werden können.

Selbst über den Tod hinaus wird geschwiegen. Dieser wird zum Teil auf dem Konto der Hexerei verbucht, was den hinterbliebenen Freunden, Bekannten, Nachbarn und selbst den Familienmitglieder, die Chance raubt sich vor diesem “lautloser Killer” in acht zu nehmen. Denn spätestens, wenn Aids durch das jahrelange Leiden und durch den anschließenden Tod eine Gestalt nimmt und auch als solche anerkannt wird, werden die Menschen begreifen, das es sich bei Aids nicht um ein Phantom handelt.

Aids dezimiert die afrikanische Bevölkerung!

Laut Barthlomäus Grill (Afrika-Korrespondent der Zeit), fielen dem Erreger seit seiner Entdeckung 1981 rund 20 Millionen Menschen zum Opfer. Er prognostiziert, dass die Pandemie in 20 Jahren mehr Leben ausgelöscht haben wird als der zweite Weltkrieg. Bedenkt man, dass die Immunschwächekrankheit die meisten Opfer bisher auf dem Schwarzen Kontinent verursacht, dann gibt es durchaus Grund zur Besorgnis für den längerfristigen Erhalt der Lebensgrundlagen in Subsahara Afrika.
Statistiken der Weltbank zufolge waren zum Beispiel 2007 weltweit 33 Millionen Kinder und Erwachsene an Aids erkrankt. Allein in den Ländern südlich der Sahara waren es 22 Millionen. Im selben Jahr gab weltweit 2,7 Millionen Neuinfizierungen, das Afrika südlich der Sahara nahm mit einem Anteil von 1,9 Millionen den Spitzenplatz ein.
Was die Todesfälle anbelangt, starben weltweit zwei Millionen Menschen an Aids, drei Viertel davon waren Afrikaner.
Diese Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache und haben eine klare Botschaft. Fakt ist: Eine in weiten Teilen erkrankte Bevölkerung würde höchstwahrscheinlich zu einem wirtschaftlichen und politischen Kollaps führen, dessen Folge die Beeinträchtigung der Selbstversorgungsfähigkeit und die Destabilisierung des gesamten Kontinents wäre.
Deshalb muss den Menschen erklärt werden, dass das Aids-Phänomen einem “Trojanischen Pferd” ähnelt, das den Abdruck des Feindes trägt, der sowohl unsichtbar als auch unberechenbar ist. Dem es deshalb gilt den Garaus zu machen. Dies geschieht nur dann, wenn darüber offen gesprochen wird als Betroffene, als Lehrer, als Erziehungsbeauftragte, als Eltern, als Geschwister, als Regierung, als Freund oder Freundin. Als verantwortungsbewusster Mitbürger, der besorgt ist um die Zukunft seines Vaterlandes und seines Kontinents.
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Afrika: Ethnizität und Demokratie zwei Gegensätze?

Posted in africa, english post, french post, german post, off topic, politics, worth reading on Juli 2nd, 2009 by valerie

Ethnizität erstickt die Demokratie!

Wird in den westlichen Demokratien die parteientypologie durch verschiedene Konfliktlinien gekennzeichnet, wie dies die Differenzierung Rokkans zeigt u.a. Bourgeoisie contra Proletariat, Staat contra Kirche, Stadt contra Dorf etc… so fusst die Parteientypologie der Länder Afrikas nicht primär- wie es von einer Partei erwartet wird- auf eine Gruppe gleichgesinnter Bürger, die sich die Durchsetzung gemeinsamer politischer Vorstellungen zum Ziel gesetzt haben, sondern die ethnische Zugehörigkeit entscheidet zumeist über die Parteizugehörigkeit. Was dem demokratischen Prozess zwangsläufig im Wege steht.

So kommt es zum Beispiel in Kamerun, dass die Regierungspartei die RDPC (Rassemblement Démocratique du Peuple Camerounais) hauptsächlich eine Partei der Beti,  die UPC (Union des Populations du Cameroun) eine Partei der Bassa und  SDF (Social Democratic Front) eine Anglo/Bami Partei sind, um nur diese zu nennen.

Es geht hier weniger um die Durchsetzung zum Beispiel gemeinsamer wirtschaftspolitische, sozialpolitische, Umweltpolitische oder ethische Interessen, als vielmehr  um die Durchsetzung der Interessen einer bestimmten ethnischen Gruppe.

Dementsprechend werden auch die Ämter in der Regierung besetzt. Die Qualifizierung und die Geeignetheit sind hier zweitrangig.

Der Staatschef ist somit primär der Präsident seiner ethnischen Gruppe.

Das für die afrikanische Mentalität typische Prinzip  der “Väterlichen Solidarität”, das beinahe einem ungeschriebenen Gesetz gleicht, verpflichtet jeden Politiker und jeden Inhaber öffentlicher Ämter, seiner Familie bzw. seiner breiten Verwandschaft, seiner Herkunftgemeinschaft und seinen politischen Klienten zu helfen. Wenn dies nicht in Form von Schenkung Steuergelder geschieht, dann  in Form von Posten-und Auftragsvergabe.

Diese moralische Verpflichtung verletzt aber die Grundsätze der Chancengleichheit und diejenige der Gerechtigkeit, die demokratische Kriterien darstellen.

Es geht hier primär weder um den Gemeinwille noch um das Allgemeinwoh, sondern um den Sonderwille der jeweiligen regierenden ethnischen Gruppen. Diese ethnischer Despotismus kann so alles sein, aber von der Demokratie ist sie noch weit entfernt.

Also wie beabsichtigt die Afrikanische Union, die Vereinten Staaten von Afrika,  wofür sein Kommissionspräsident Jean Ping zunehmend Sympathie entwickelt, zustande zu bringen? Wenn die verschiedenen Mitgliedsländer innenpolitisch  so fragmentiert sind, dass die ethnische Identität Vorrang vor der nationalidentität hat? Wie kann unter diesen Umstände eine afrikanische Identität erreicht werden?

Die Konvertierung dieser Sonder- bzw. Ethnie bezogenner Wille in Gemeinwille ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Nationenbildung.

Diese wiederum ist Voraussetzung für den Fortschritt.

Das Scheitern des Schwarzen Kontinents ist somit unter anderen an einer fehlgeschlagenen Nationenbildung zurückzuführen. Eine Erfolgreiche abgeschlossene Nationenbildung der einzelnen Länder Afrikas ist somit Ausschlaggebend für den Demokratiesierungsprozess und für den Fortschritt.

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