Familiengründung – Das Dilemma der Akademikerinnen

Posted in Wirtschaftspolitik, german post, politics, worth reading on Juli 31st, 2009 by valerie

Wie es aus dem am 29. Juli vom Statistischen Bundesamtes veröffentlichten Mikrozensus 2008 : “ neue Daten zur Kinderlosigkeit in Deutschland” hervorgeht, liegt der Geburtenrückgang weniger an den sinkenden Kinderzahl je Familie, als viel mehr an der Kinderlosigkeit bei den Akademikerinnen. Dieses Phänomen ist jedoch nicht nur in Deutschland zu beobachten. Es ist nicht nur ein Trend in den hochentwickelten Ländern, sondern ein Prozess, der sich auch in den armen Entwicklungsländern etabliert hat. Je hoher der Bildungsstand der Frau, desto restriktiver die Familienplanung bzw. desto wahrscheinlicher die Kinderlosigkeit.

Nachdem die Zeiten in denen die klassischen Rollen Verteilung  zwischen Mann und Frau dank der Frauenbewegung, den entsprechenden Gesetzten und der Veränderung der Lebensbedingungen endgültig vorüber sind, die Zeiten in denen der Mann als Ernährer und die Frau als Haushälterin fungierten der Vergangenheit angehören, die Zeiten in denen ein einziges Gehalt noch ausreichte um eine gesamte Familien zu ernähren und ihre verschiedenen Ansprüche zu erfüllen passé sind, passt sich die Gesellschaft den neuen Umständen an.

So ist es kein Wunder, dass auf der Suche nach der Selbständigkeit,  der Selbstverwirklichung und der Sicherheit, andere nicht weniger wichtige Wünsche des Lebens unerfüllt bleiben. Dazu gehört leider auch der Kinderwunsch.

Aufgrund der während dem Studium zeitlichen und finanziellen Knappheit sind junge Studentinnen nicht dazu bereit eine Familie schon während des Studiums zu gründen. Hinzu kommt der Nachteil am Arbeitsmarkt aufgrund der daraus resultierenden Verlängerung der Studienzeiten.

Darüber hinaus, nach einem anspruchvollen Studium, freuen sich die jungen Akademikerinnen auf den ersten Arbeitsplatz und auf das erste Gehalt. So ist es kein Wunder, dass der Kinderwunsch zunächst an zweite Stelle tritt mit der Gefahr die passende Gelegenheit zu verpassen ihn zu verwirklichen, was in einer ungewollten nicht wiederrufbaren Kinderlosigkeit mündet.

Wolfgang Ochel zeigt durch einen Ländervergleich, wie der Kinderlosigkeit bei den Akademikerinnen entgegen gewirkt werden könnte. Während die Elterngeldpolitik der Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) vor allem darauf abzielt, die bereits  Erwerbstätigen dazu zu motivieren sich ihren Kinderwunsch zu erfüllen, sprechen manche Experten von der Studienzeit als den besten Zeitpunkt überhaupt ihre Familien zu gründen.

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China und Afrika: Partnerschaft auf Augenhöhe oder Weichenstellung für eine erneute Eroberung?

Posted in Sub-Saharan Africa, africa, diplomacy, economic policy, english post, french post, german post, international relations, migration, off topic, politics, worth reading on Juli 23rd, 2009 by valerie

Afrika rückt immer mehr in den Fokus der internationalen Aufmerksamkeit, und dies nicht mehr nur, wie bisher, ausschließlich als Krisen- ja Katastrophenkontinent.

Tatsächlich wurde Afrika bislang zumeist nur mit Chaos, Armut, Krankheit, Hunger, Krieg, Analphabetismus, Korruption, Kapital- und Menschenflucht sowie Staatszerfall assoziert. Gegenwärtig findet eine Korrektur dieser Perspektive statt: Von immer mehr Politiker (wie der Bundespräsident Horst Köhler , der Bundeswirtschaftsminister Karl -Theodor zu Guttenberg oder die Bundeskanzlerin Angela Merkel), Wissenschaftler, Ratingagenturen, Wirtschaftskammern und Unternehmensmanagern wird der Kontinent als potenziell mächtiger und künftig unverzichtbarer Handels- und Kooperationspartner wahrgenommen und dementsprechend gepriesen.

Nicht zuletzt aufgrund der sich weltwiet verschärfenden Rohstoffkonkurrenz gewinnt der Schwarze Kontinent zunehmend an Attraktivität. Dies unterstreicht der 2006 in Peking stattgefundene CHINA-AFRIKA- Gipfel und die Hervorhebung Afrikas auf dem G-8 Gipfel 2007 in Heilligendamm. Der Blick nach Afrika wandelt sich, an die Stelle des Pessimismus tritt ein Verhalten-vorsichtiger Optimismus.

Afrika ist somit im Rampenlicht des Weltgeschehens katapultiert worden.

Während des Westen nach dem Kalten-Krieg seinen Einfluss auf dem Kontinent reduzierte und Afrika nur noch als wirtschaftliche Randregion und politisch Handlungsunfähig betrachtete -eben vergessener Kontinent-, erkannte das Reich der Mitte die weltpolitische und wirtschaftliche Bedeutung Afrikas und nutzte durch seine offensive und flächedeckende Entwicklungs-, Handels-, Investitions-, Kredit- und Migrationspolitik das Gebot der Stunde, um seine Rohstoff- und Energiesicherung auf dem Schwarzen Kontinent voranzutreiben.

Nun werden in dem Westen die Stimmen laut, die in China nicht nur ein Neokolonialist, sondern auch ein Eroberer und Sklavenhalter sehen und wollen Afrika deshalb vor ihm schützen.

Dabei ist Afrika nach der Entkolonialisierung längstmündig geworden und durchaus in der Lage eigene Entscheidungen zu treffen und seine Kooperationspartnern frei auszusuchen.

Fakt ist, das Schicksal der Afrikaner liegt weder in der Hand des Westens noch in deren Chinas.

Afrika selbst hat die Macht über sein Schicksal zu entscheiden und trägt dafür auch die volle Verantwortung. Je nachdem er sich verhalten wird könnten die drei folgenden Szenarien auftreten:

1. Afrika legt sowohl seine wirtschaftlichen als auch seine politischen Kräfte zusammen, profitiert von der chinesischen Dynamik, betreibt eine einheiliche Außenpolitik, sowohl mit China als auch mit dem Westen und meistert gemeinsam die Herausforderungen, lernt mit einer Stimme zu sprechen.

Die Afrikanische Union und Einheit wird ernsthaft und ohne Vorbehalt vollzogen. Der Kontinent steigt in der Folge als gleichberechtigte Weltmacht auf.

2. Aufgrund der Ungleichverteilung der natürlichen Ressourcen profitieren nicht alle Länder Afrikas südliche der Sahara von dem einsetzenden Industrialisierungsprozess gleichermaßen. Die Einigung der Afrikaner im Hinblick auf die afrikanische Union ist nicht in Sicht.

Einzelne Staaten setzen auf Alleingänge, profilieren sich auf Kosten anderer Staaten und bilden sich zu hegemonialmächte heran.

Die bereits existierenden regionalen Zusammenschlüsse, wie die Zentralafrikanische Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft (CEMAC) und die Westafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion (UEMOA), verfestigen sich. Diese Option dürfte weder nachhaltige Sicherheit noch dauerhafte Stabilität bieten, da die Instabilität in den abgehängten Nachbarstaaten zur Destabilisierung dieser Systeme führen würde.

3. China übernimmt dank der Einbürgerung der auf dem afrikanischen Boden immer hoher werdenden Zahl seiner Landsleute undihre dadurch entstandenen Partizipationsrechte, nach der wirtschaftlichen auch die politische Kontrolle über Subsahara Afrika. Der Rückfall in den kolonialen Imperialismus ist eingeleitet: Kampf um Rohstoffe, menschliche Ressourcen und Territorien. Afrika unter fremder Herrschaft.

Afrika hat also die Wahl und wird entweder die richtigen Entscheidungen oder die falschen für sich treffen. Da die Machthaber der alten Generation es versäumt haben die richtige Entscheidungen für das Gemeinwohl zu treffen, liegt nun in der Verantwortung der jüngeren Generation dies zu schaffen.

Was China angeht macht es nur, das was jedes Land auf der  Internationalen Arene macht: konsequent seine eigene Interessen vertreten.

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Wahlkampf geführt auf Basis der altersbedingten Wahlbeteiligung!

Posted in Wirtschaftspolitik, economic policy, german post, politics on Juli 14th, 2009 by valerie

Dem Bundesminister für Arbeit Olaf Scholz (SPD) wird sein Festhalten an Rentenerhöhungen aus zwei Hauptgründen vorgeworfen. Erstens wegen der schwierigen Situation auf dem Arbeitsmarkt im Bezug auf die aktuelle Wirtschaftskrise, die dem Fiskus mittelfristig Ausgabenerhöhungen und Einnahmenausfälle verursacht.

Zweitens aufgrund des demographischen Dilemmas, das in Deutschland Ausdruck  in der Alterung der Bevölkerung und dem Rückgang der Geburten findet, wird der Generationenvertrag langfristig in Frage gestellt. Denn aller Wahrscheinlichkeit nach werden verhältnismäßig in Zukunft immer weniger Arbeitsnehmer für mehr Rentner in die Rentenkasse zahlen, was zwangsläufig, die Rentenzahlungen nach unten drücken dürfte.

Da es aus Sicht seiner Kritiker in Anbetracht der erwähnten Probleme keine logische Rechtfertigung für dieses Versprechen der Rentengarantie gibt und aufgrund der bevorstehenden Bundestagswahl, wird es auf das Konto des Wahlkampfes verbucht. Da die Rentner mit 26 Millionen ja einen bedeutenden Anteil der gesamten Wahlberechtigten ausmachen.  Nicht nur die aktuellen Rentner dürften von diesem Beschluss profitieren, der Rentenkürzungen ausschließt, sondern auch die künftigen Rentner, d.h. Menschen die kurz vor ihrer Renteneintrittsalter stehen.

Wahlbeteiligung nach Altersgruppen 1953 - 2002 *

Wahlbeteiligung nach Altersgruppen 1953 - 2002

Nach einem Blick in die Wahlbeteiligung nach Altersgruppe ist es ersichtlich, dass dieser  Bevölkerungsanteil für den Wahlkampf um so wichtiger ist. Die Wahlbeteiligung der Rentner ist höher als diejenige der übrigen Wahlberechtigten. Dies zeigt ein Bericht der Bundeszentrale für die politische Bildung. Die Kalküle des SPD Ministers sind demnach in Grunde genommen clever. Bleibt nur für die Partei zu hoffen, dass die Rechnung am Wahlabend für sie aufgeht.

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Nabucco-Pipeline als Gewährleistung der Gasversorgung?

Posted in diplomacy, german post, international relations, politics on Juli 13th, 2009 by valerie

Dependenz ist immer mit Unsicherheit verbunden, ob von Russland oder von Zentralasien.

Es liegt bekanntlich im Interesse eines jeden Staates, sich nicht einseitig abhängig von einem anderen machen zu lassen, um weiterhin souverän und handlungsfähig zu bleiben.

Sollte die Dependenz trotzdem eine Notwendigkeit darstellen, dann ist es klug für ein Staat diese möglichst zu diversifizieren.  Diversifizierung verleiht hier einen Unsicherheits mindernden Effekt ist jedoch kein Garant für Sicherheit. Wie die Finanzkrise gezeigt hat, neigen die Staaten in Notsituationen dazu, ihre Handlungen maßgeblich an Nationalinteressen zu orientieren, bevor sie global denken.

Nachdem Ende 2008 Anfang 2009 der aufgeflammte Gastreit zwischen der Ukraine und Russland die Gasversorgung der Europäischen Länder zu gefährden schien, wurde vehement in Europa über alternative Pipeline-Routen diskutiert, die die EU von der größeren Abhängigkeit von russischem Gas befreien würden.

Mit dem Bau der Nabucco-Pipeline, die von der türkischen Ostgrenze bis nach Österrreich führt, möchte die EU dieses Ziel erreichen und Europa mit zentralasiatischem Gas versorgen.

Heute war der Tag an dem ein entscheidender Schritt in diese Richtung besiegelt wurde. Aufgrund des in Ankara zwischen der Türkei und den vier EU-Staaten unterzeichneten Abkommens, wurde die Grundlage für den Bau der Nabucco-Pipeline  geschaffen. Ginge es um den EU-Kommissionpräsidenten José Manuel Barroso, hätte der Bau am liebsten heute auch begonnen. So schnell will sich die EU von den Ketten Russlands, was die Gasversorgung anbelangt, befreien und somit unabhängig sein.

Die Frage ist, ob die EU mit diesem Schritt die Verletzbarkeit – die mit der übermäßigen Abhängigkeit von ausländischer Energieversorgung einhergeht – dadurch reduziert, ob es hier nicht lediglich eine Verlagerung der Dependenz stattfindet, die in Zukunft auch Europa zum Verhängnis werden könnte.

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GHANA: Premier voyage du Président américain Barack Obama en Afrique Subsaharienne

Posted in Sub-Saharan Africa, africa, diplomacy, french post, international relations, politics on Juli 9th, 2009 by valerie

Barack Obama Messie spirituel pour les “Black”!

Bien que certains africains aient encore beaucoup d’attentes en la personne de Barack Obama et sa politique étrangère vis à vis de l’Afrique et l’ attendent le 10 et le 11 Juillet pour cet effet au Ghana avec de longues listes,  je pense que d’autres savent valoriser l’effet spirituel qui a accompagné son accession au pouvoir comme l’homme le plus puissant du monde chez les Afro-américains en particulier et chez les africains général.

Lorsque je suis arrivée en Allemagne en 1998, j’étais plutôt consternée de voir que la pluspart de mes frères et soeurs africains n’occupaient que des fonctions subalternes. Ceci ne réfletait naturellement pas leurs incapacités véritables. C’ était le résultat non seulement du système mais aussi des préjugés faisant de l’homme Noir un être incapable de reflexion intellectuelle et dont  le passé d’esclave et de colonisé condamnait à être toujours au service de l’homme Blanc.

Le pire est que ces préjugés n’ont pas seulement été intériorisés chez l’homme Blanc,  l’homme Noir les a fait sienne en les acceptant telle qu’une loi de la nature. L’ homme Blanc a ainsi réussi à implanter le complexe d’infériorité chez l’homme Noir vis à vis de lui. Ce qui a empêché l’homme Noir de développer un amour propre et une conscience de soi. Bref ce qui l’a empêché de se développer spirituellement et matériellement.

Grâce à Barack Obama, l’homme Noir a retrouvé sa fièreté, sa conscience de soi et son amour propre. Cette renaissance spirituelle de l’homme Noir que l’on peut charactériser ici comme “l’effet-OBAMA” est la charpente sans laquelle le développement matériel ne peut avoir lieu.

Barack Obama a montré au peuple Noir avec son “yes we can”qu’il sont à mesure de déplacer des montagnes et d’aller au de-là du possible. Son message est court clair et net. Il n’a pas besoin de tripler l’aide au développement pour aider l’Afrique il l’a déjà fait. Tous les petits Africains veulent maintenant être Barack Obama cet effet psychologique qui mènera beaucoup d’africains à travailler d’arache pied car convaincus de leurs capacités apportera mieux à l’Afrique que quelque aide au développement que ce soit.

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