Doppelte Staatsbürgerschaft

Identitätsverlust durch Einbürgerung?

Unter Globalisierung wird zumeist die unumgängliche, irreversible und alternativlose Marktfreiheit der Unternehmen verstanden (Globalplayer). Die Globalisierung aber ist zugleich ein Prozess der Ausweitung, Vertiefung und Beschleunigung von grenzüberschreitenden Transaktionen und zwar jeder Art.

Doch dieses grenzenlose Zeitalter und die von ihr einhergehende Freizügigkeit, lässt sich überwiegend in der Ökonomie, der Ökologie, in den Medien, in der Kultur sowie in der Sozialkultur nachweisen.

Für die Menschen jedoch ist sie mit vielen Barrieren und Hindernissen verbunden. Es stimmt zwar, dass eine hohe Mobilität der Menschen beobachtet wird. Diese Mobilität verleiht ihnen die freie Entscheidung über ihr Lebensmittelpunkt.

Um die Rechte der Wahlheimat jedoch als Bürger als solcher genießen zu können reicht eine einfache Aufenthaltsgenehmigung nicht aus. Man ist auf die Übernahme der  Staatsbürgerschaft angewiesen.

Hier stehen die Menschen vor einem Dilemma, da es die Trennung von ihrer ursprünglichen Staatsbürgerschaft aufzugeben, um die deutsche Staatsbürgerschaft zu erlangen.

Die meisten Ausländer wollen nicht in die Lage versetzt werden, ein Visum zu beantragen, um  ihre ursprüngliche Heimat und die Familie, die dort lebt zu besuchen. Dies käme einem Identitätsverlust gleich. Da die Identität, das ist, was den Menschen definiert und ausmacht, verzichten die einen und die anderen lieber auf die Vorteile, die aus der Einbürgerung entstehen würden, um ihre Identität beizubehalten. Damit läßt sich die sinkende Zahl der Einbürgerungen rechtfertigen. Wie es aus einem Bericht der Deutschen Welle hervorgeht, ist die Zahl der Einbürgerung letztes Jahr um 16 Prozent zurückgegangen. Dies zeigt, dass immer  weniger Ausländer sich für die Übernahme der deutsche Staatsbürgerschaft entscheiden.

Migrationshintergrund nach Alter

Migrationshintergrund nach Alter *

Warum kann keine neue Staatsbürgerschaft bei Beibehaltung der alten einführt werden? Die sogenannte doppelte Staatsbürgerschaft würde doch auch eine Lösung für Deutschland darstellen. Laut statistisches Bundesamt machen die Ausländer miteinem dem Bevölkerungsanteil von 7.255.395  immerhin 8 Prozent der gesamten deutschen Bevölkerung aus.

* Quelle: Statistisches Jahrbuch 2008, Statistisches Bundesamt

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