Heimat und Staatsbürgerschaft

Posted in german post, Integration, Intergrationspolitik, migration, politics on Januar 23rd, 2013 by valerie

Bedingen diesen Beiden Begriffe einander?

Am 03. März 2013 findet die Wahl des berufsmäßigen Ersten Bürgermeisters bzw. der berufsmäßigen ersten Bürgermeisterin der Stadt Unterschleißheim statt.

Im Rahmen ihrer Wahlkampagne, lud Spitzenkandidatin der Christlich-Soziale Union (CSU), Brigitte Weinzierl, die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Ilse Eigner ein, dem Jahresempfang der CSU der Stadt Unterschleißheim beizuwohnen.

Noch bevor die mittlerweile auch als mögliche Nachfolgerin des gegenwärtigen bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer gehandelte Bundesministerin das Wort übergeben wurde, bekam die aus Burghausen stammende Brigitte Weinzierl das Mikrofon.

Die Bürgermeisterin „in spe“ hielt eine kurze aber für mich viel bedeutende und inspirierende Grundsatzrede.

Dem Wahlprogramm schickte sie eine Stellungnahme über ihre persönliche Bedeutung des Begriffs Heimat voraus, der mit dem Slogan „Heimatabend“ unter dem Motto des diesjährigen Jahresempfangs  stand.

Sie sprach von ihrer Kindheit in Burghausen und darüber was davon übrig geblieben ist nachdem sie vor 33 Jahren nach Unterschleißheim zog und warum Unterschleißheim nunmehr ihre Heimat ist. Sie stellte Heimat unter für mich ganz neuem Aspekt dar.

Bisher hatte Heimat für mich nur im Zusammenhang mit der Staatsbürgerschaft eine Bedeutung. Heimat war für mich mit der Herkunft unzertrennlich.

Wenn ich mir aber die Brille der Frau Weinzierl aufsetzte, bekommt der Begriff Heimat plötzlich eine ganz andere Bedeutung. Um mit den Wörter von Frau Weinzierl zu sprechen ist Heimat  nichts anderes als der Ort an dem man sich Zuhause fühlt, wo man aufgenommen wird, wo Mann Bindungen und Beziehungen aufbaut, pflegt und aufrecht erhält, ein Ort der uns am Herzen liegt und für den man sich deshalb bedingungslos engagieren möchte.

Wenn hohe Kriminalität vorhanden, damit mehr Sicherheit herrscht

wenn  unterentwickelt, damit Entwicklung vorangetrieben wird

wenn eine Gefahr droht, dazu beitragen dagegen anzukämpfen

wenn er aber entwickelt ist, für Nachhaltigkeit zu sorgen

wenn Sicherheit herrscht, dass diese Sicherheit nachhaltig bleibt

Diese Auslegung ließ mich meine bisherige Wahrnehmung des Begriffs Heimat in Frage stellen.

Bis jetzt habe ich Heimat im Bezug auf die Staatsbürgerschaft definiert. So abgekoppelt betrachtet, stimme ich mit der Frau Weinzierl überein, dass Heimat, da ist wo man Beziehungen aufgebaut hat und lebt, wo man Leute kennt, die einem über den Weg laufen, wo man sich aufgenommen fühlt, wo man gerne ist und wo man sich gerne engagiert.

Sogesehen hat Heimat also  weniger mit der Staatsbürgerschaft als viel mehr mit der  Integration zu tun.

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Angela Merkel Hautnah in Unterschleißheim!

Posted in german post, politics on Juni 1st, 2009 by valerie
Angela Merkel im Unterschleißheimer Bierzelt

Angela Merkel im Unterschleißheimer Bierzelt

Als ich gestern um 3 Uhr ins Bett ging, fragte ich mich nach einem im Bierzelt des 58. unterschleißheimer Volksfestes verbrachten Abend, wie ich es heute rechtzeitig auf die Beine schaffen wolle, so dass ich pünklich zur Zeltöffnung um 9 Uhr mit meiner Familie dort einen Platz sichern würde, um den um 11 Uhr aus Berlin erwarteten hohen Besuch möglichst aus nächster Nähe erleben zu können.

Mit meiner Familie stand ich um 9:30 Uhr ein wenig später vor dem Zelt, als ich es mir vorgenommen hatte. Trotz der Verspätung fanden wir einen Platz. Allerdings genau hinter den Kamera Leuten und der Presse. Die Sicht zur Bühne war komplett versperrt und die Hoffnung die Bundeskanzlerin so zu erleben wie ich es mir vorgestellt hatte fing an zu schwinden.
Das Zelt war bereits gegen 10 Uhr überfüllt, nach einem Morgen voller Spannungen ist die Bundeskanzlerin endlich eingetroffen. Begleitet von einer Delegation von CDU/CSU und dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU), hat die Bundeskanzlerin endlich unter vollem Applaus das Zelt betreten. Die Begeisterung der Unterschleißheimer war nicht zu überhören. Ich habe mich dann durch die Meute schleichen können, so dass ich auf einmal ganz vorne (als wie das Sicherheitspersonal zulies) stand. Von diesem Platz aus habe ich sie besser als ich mir erhofft habe erleben dürfen.

Nachdem der Ministerpräsident Horst Seehofer ihr das Podium überlassen hat, ist sie in ihr Element geschlüpft. Mit Leidenschaft und voller Überzeugung, erinnerte sie die Unterschleißheimer an die Leistungen Konrad Adenauers und Helmut Kohls, sie lobte die Errungenschaften des Grundgesetzes.Vor allem den Artikel 1: „Die Würde des Menschens ist untastbar“ sowie die Wiedervereinigung Deutschlands und machte sich für eine geeintes Europa stark.
Sie betonte durch die Annährung der Wiedervereinigung Deutschlands und des geeinten Europas die Unentbehrlichkeit der Europäischen Union. Sie seien zwei Seiten der selben Medaille.

Dieser Flashback sollte eine Einleitung sein für den Auftrag für den sie nach Unterschleißheim heute gekommen war und der lautete: Stimmenfang für die am Sonntag anstehende Europawahl. Sie hat die Rolle ihrer Partei bei diesen Errungenschaften hervorgehoben und präzisiert, dass diese Errungenschaften ohne CDU/CSU niemals vollendet worden wären.
Die Frau Dr. Angela Merkel hat mich durch ihre Beherrschung der Rethorik schon immer beeindruckt. Hautnah erkennt man an ihr auch noch die Authentizität, die dahinter steckt, die Selbstverständlichkeit und Zuversicht.
Obwohl manche lieber erst nach dem Aufstehen frühstücken und dann zur Wahl gehen, wie von der Bundeskanzlerin aufgefordert“ nach dem Frühstück, aufstehen und wählen gehen.“ Sie hat sich allerdings verbessert indem sie hinzugefügt hat „ich meine natürlich vom Stuhl“, wurde das Ziel erreicht und die Unterschleißheimer zur Europawahl animiert. Ihre Botschaft heute, selbst wenn sie durch Wahlkampf Attitüde eingefärbt war,  ist glaube ich in Unterschleißheim angekommen.

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