Industrialisierung gegen Krieg

Posted in africa, diplomacy, Entwicklungspolitik, german post, international relations, safety policy, Sub-Saharan Africa on Februar 21st, 2013 by valerie

Afrika ist Inbegriff von Armut.

2011Yaounde_II 132Dieser Zusammenhang ist bereits eine Selbstverständlichkeit geworden. Dieser ist nicht mehr weg zu denken. Wenn Armut ein Kunstwerk wäre, dann wäre Afrika sein Meister. Mittlerweile gilt Armut als die von Afrika „hausgemachte Ware“. Aber Armut wird nicht nur in Afrika von Afrika gemacht, sondern ganz gezielt für Afrika systematisch produziert.

 

 

Armut ist Nährboden von Seuchen jeder Art, sowohl geistiger als auch physischer.

Armut begünstigt nicht nur die Kriminaltät, sondern auch den Terrorismus und den Krieg.

Dort wo Armut herrscht, müssen die Menschen tagtäglich ums nackte Überleben kämpfen. Dabei ist jedes Mittel recht.

Es herrscht ein immerwährender Krieg ums Wasser, Krieg um Rohstoffe, Krieg um Lebensmittel, Krieg um Medikamente. Krieg ums Überleben eben.

2011Yaounde_II 117Dort wo es Armut gibt, hat die Jugend keine Zukunft und wo die Jugend keine Zukunft hat, gehen ganze Generationen verloren. Das Resultat ist wiederum Armut. Ein Teufelskreis von dem Afrika seit Jahrzehnten vergeblich versucht sich zu befreien. Nachdem es aus der Kolonialisierung in eine bereits etablierte Welt entlassen wurde.

Erst wenn die Armut in Afrika beseitigt sein wird, wird es Frieden und Sicherheit geben. Nicht nur für Afrika, sondern auch für die ganze Welt. Wird es keine extremistische Kämpfe geben, wie sie gegenwärtig in Mali und Nigeria geführt werden. Wird es keine Völkermorde mehr geben, wie einst in Rwanda.

Wenn die Industrienationen zur Beseitigung der Armut in Afrika beitragen wollen, dann ist es an der Zeit effiziente ökonomische Maßnahmen zu ergeifen, die die Industrialisierung in Afrika maßgeblich vorantreiben werden.

Dies tun sie nicht, indem sie Afrika wie bisher ständig Sach- und Geldmittel in Form von Entwicklungshilfe spenden, oder indem sie Afrika lediglich als ihr Rohstoffreservoir und Absatzmarkt sehen. Sondern indem sie Afrika als vollwertigen Handelspartner behandeln und faire Handelsverträge mit den Ländern des Schwarzen Kontinents  schließen, die die Industrialisierung und die Wohlfahrt tatsächlich fördern.

Was nutzen die Verträge wie das Lomé Abkommen, wenn es den afrikanischen Ländern zwar eingeräumt wird uneingeschränkt Industrieerzeugnisse, die sie ohnehin nicht produzieren in die Industrieländer ausführen, während sie nur eingeschränkt Agrarerzeugnisse in deren Produktion sie spezialisiert sind einführen dürfen?

Manch einer sieht darin die Förderung der Industrialisierung schlechthin. Aber wie wettbewerbsfähig sind die Länder Afrikas in der sich globalisierenden Welt, vor allem wenn bedacht wird, dass ihnen der Freihandel im Rahmen der Strukturanpassungsprogrammen auferlegt wurde und daher über keine Instrumente zum Schutz der heimischen Industrie verfügen. Wäre die Ausfuhr der Argrarerzeugnissen uneingeschränkt, könnten die afrikanischen Länder die daraus resultierenden Mehreinnahmen für die Förderung ihrer eigenen Industrie verwenden. Indem diese zum Beispiel in den Aufbau der Infrastruktur reinvestieren wurden deren Zustand immer noch sehr zu wünschen übrig läßt. Jedoch eine der wichtigen Voraussetzungen für Industrialisierung ist.

Sie könnten als ein Markt mit beinahe einer Milliarde an Konsumenten, auch Handel miteinander betreiben, was bisher aus mangelnder Diversifizierung nicht der Fall ist. Sie bieten alle die selben Produkte – natürliche Rohstoffe –  an.

Die fortschreitenden Industrialisierung würde nicht nur die Armut nachhaltig beseitigen, sondern auch extremistische Kämpfe und Völkermorde sowie Terrorismus  maßgeblich reduzieren. Frieden und Sicherheit wären somit längerfristig hergestellt.

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Weißer Rauch für ein Schwarzes Pontifikat?

Posted in africa, german post, Geschichte on Februar 16th, 2013 by valerie

Was braucht Afrika mehr? Einen Schwarzen Papst oder eine Renaissance?

2011Yaounde_II 059Bereits die Wahl des Papstes im Jahr 2005 hatte für mich dieses Amt entmystifiziert. Denn als  Schüler einer katholischen Schule – école Saint Rosaire de Mbalmayo (siehe Fotos) – wurde uns erzählt, dass der Papst Stellvertreter Jesus auf Erde sei und deshalb nur ein Auserwählter dieses Amt bekleiden dürfe. Dabei orientierte man  sich daher lediglich nach Zeichen, die direkt vom Himmel kamen und die deutlich erkennen ließen, dass dies der Auserwählte war. Sogesehen ging der Papst – laut der offiziellen Erklärung – nicht aus einer Wahl hevor.

 

Jetzt2011Yaounde_II 064 gibt mir den Rücktritt des  Papstes den Rest, denn es wurde uns auch beigebracht, dass man als Christ seine Last – unabhängig davon wie beschwerlich und unerträglich sie sein mag – zu Ende trägt, wie der Papst Johannes Paul II vorgelebt hatte. Dieser Rücktritt ist für mich, als würde man sagen, dass Jesus zurücktritt. Das Amt ist so heilig, als das es aufgegeben werden könnte. Das dachte ich zumindest bis dato.

 

Wie aus dem Spiegel-Online Artikel hervorgeht, wird nun auch noch darüber spekuliert, dass der nächste Papst aus Afrika stammen könnte.

Schon vor acht Jahren, als Josef Ratzinger zum Papst Benedikt XVI. gewählt wurde,  spekulierte man bereits, dass die Zeit reif für einen schwarzen Papst wäre.

Was  sich keiner davor getraut hätte nicht einmal zu denken, geschweige denn über die Lippe zu bríngen, auch nur als Hirngespinnst wird heute ausgesprochen. Selbst wenn es am Ende doch kein Schwarzer Papst geben sollte, zeigt allein die Tatsache, dass es in Erwägung gezogen wird, wie sehr die Welt dabei ist sich zu verändern. Ob ein Schwarzer Papst auch akzeptiert und toleriert wird ist eine andere Frage.

Aber heißt es auch, dass ein Schwarzer Papst gut für die Entwicklung Afrikas wäre?

Die Tatsache, dass die meisten Katholiken in Afrika zu finden sind, würde diese Wahl rechtfertigen, wenn man nach dem Mehrheitsprinzip verfahren würde. Ob dies jedoch allgemein für die Entwicklung Afrikas lohnt, bleibt dahin gestellt. Fakt ist, dass Afrika eine Renaissance verstanden im Sinne von Humanismus für seine Entwicklung braucht. Die meisten streng gläubigen  Katholiken glauben an das Leben jenseits des Todes. Diesseits dient nur der Vorbereitung für die Aufnahme  ins Paradies. Folglich würde es für die meisten  nicht lohnen diesseits Reichtum anzuhaufen, das ohnehin vergänglich ist.

So bemühen sich die meisten Gläubiger sich nicht an materiale Dinge zu hängen, denn Armut auch ein Zeichen von Glaube ist. Ein schwarzer Past würde diese Sicht wahrscheinlich verstärken und die Armut in Afrika womöglich eher befestigen als beseitigen.

Was die Verbreitung von Aids anbelangt, so kann ein Richtungswechsel des Vatikans zwar viel bewirken, hat aber nur indirekt mit einem Schwarzen Papst zu tun.

Würde mich freuen wenn die Welt bereit für ein Schwarzes Pontifikat ist. Den Mehrwert für Afrika bezweifle ich allerdings. Die Zukunft wird es uns hoffentlich zeigen.

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Ressourcenwettlauf in Afrika – Konkurrenz und Kooperation

Posted in africa, Entwicklungspolitik, politics, Sub-Saharan Africa, worth reading on Februar 5th, 2013 by valerie

Warum will Deutschland mit China in Afrika Kooperieren?

Ausgehend von der Tatsache, dass es  Deutschland nicht weniger um seine eigene Interessen in Afrika geht als China, stellt sich die Frage wem die Kooperation zwischen China und Deutschland – gar zwischen der EU und China – in Afrika, die  jetzt Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel anstrebt, nutzen wird.

Lange wurde Afrika von den Industrieländern vernachlässigt. Nur die rohstoffreichen Länder des Schwarzen Kontinents genoßen einen hohen Stellenwert. Und es spielte keine Rolle, ob es sich bei den Präsidenten dieser Ressourcenreichen Länder um Diktatoren handelte. Egal ob sie Gaddaffi, Mobutu, Kabila u.s.w. hießen.

Die rasante Industrialisierung Chinas zwingt das Land neue Rohstoffquellen zu erschließen, die Afrika zufälligerweise hat.  China seinerseits verfügt über die nötigen Finanzmittel, die Afrika für den Aufbau seiner Infrastruktur braucht. Daraus enteht eine wirtschaftliche Beziehung.  Diese Partnerschaft wird friedlich abgewickelt und jede Partei bekommt was sie will. China Rohstoffe aus Afrika und die afrikanischen Staaten Infrastrukturbauten von China. Warum fühlt sich Deutschland gezwungen sich einzumischen und Afrika und China vorzuschreiben, unter welchen Bedingungen es besser wäre ihre Geschäfte abzuwickeln?  Nach dem Motto: „Wenn es um gute Regierungsführung geht, dann fragt man uns. Wenn es um große Infrastrukturmaßnahmen geht, dann fragt man China.“

Über das Wissen, wie eine gute Regierungsführung auszusehen hat, verfügen die Afrikaner selbst. nur fehlen ihnen  die nötigen wirtschaftlichen Mittel um diese auch umzusetzen.2011Yaounde_III 128

Wenn auch von eigenen Interessen getrieben, ist China auf dem guten Weg Demokratie in Afrika zu fördern, denn es stattet die Länder Afrikas mit den für die Demokratisierung  notwendigen Verkehrs-, Kommunikations-, Bildungs- und Gesundheits-Infrastruktur aus. Danach werden Demokratie, Rechtstaatlichkeit und gute Regierungsführung folgen.

Demokratie ist ein Luxusgut das sich nur Wohlfahrtstaaten leisten können. Erst muss der ökonomische Aspekt der Entwicklung vorangetrieben werden, dann wird der demokratische automatisch unumgäglich. Weniger, weil dies exogen gefordert wird, als viel mehr, weil diese vom Volke selbst ausgehen wird. Weil es nun genug zu Essen haben wird, weil es ihm wirtschaftlich besser gehen wird, um sich Demokratie zu leisten um  seine Kämpfe -Aidsbekämpfung, Dürre, Hungersnot, Analphabetismus, Malaria und Arbeitslosigkeit – auf eine andere Ebene zu verlagern. Ein Volk, aus dem laut der Demokratie alle Staatsgewalt ausgehen sollte, kümmert sich nicht um die Staatsgewalt, wenn es Tag für Tag ums nackte Überleben kämpfen muss.2011fahrtKribiYaounde 132

Außerdem würde solch eine Kooperation, die Position Afrikas , was Rohstoffhandel anbelangt wesentlich schwächen, denn Afrika profitiert viel heute von der Konkurrenzsituation, die sich aus dem Wettlauf um seine Resssourcen ergibt.

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Schließlich belebt wie man so schön sagt Konkurrenz das Geschäft.

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Afrika ewiger Versorger des Westens

Posted in off topic on Oktober 22nd, 2012 by valerie

1) Mit Menschen

Alles begann mit dem Menschenhandel, dem sogenannten atlantischen Dreieckshandel. Dessen Beginn um den 16. Jahrhundert zurückgeht und der darin bestand, die aus Europa stammenden Manufakturgüter, Feuerwaffen, Salz usw.  an der afrikanischen Küsten zu verschiffen und sie dann dort gegen Menschen einzutauschen.

Die an der afrikanischen Küste gegen Ware eingetauschten Menschen wurden wiederum weiter in den Menschenmärkte verkauft und nach Amerika verschifft. In Amerika angekommen wurden sie dann wie Lasttiere in den verschiedenen Arbeitsbereichen angesetzt und trugen somit viel für den Aufbau der damaligen neuen Welt bei.

Während Afrika Amerika mit seiner besseren und fähigeren „Arbeitskraft“ Mittels Dreieckshandels versorgte, verzichtete der Schwarze Kontinent selbst  jahrhunderte lang auf ein riesiges Potential. Da wegen der strengen Auslese,  ausschließlich starken und gesundheitlich fitte Männer und Frauen ausgesucht wurden, blieben überwiegend Männer und Frauen, deren Produktivität als sehr begrenzt eingeschätzt wurde zurück. Was für Amerika ein großer Gewinn war, stellte ein nicht zu kompensierender Verlust für den Schwarzen Kontinent dar. So fehlte Afrika  starken Menschen für seinen eigenen Aufbau. Die Abschaffung des Menschenhandels hätte dazu beitragen können, dass Afrika sich von diesem Verlust erholte, stattdessen lauerte mit der Beendigung der Sklaverei bereits eine neue Geißel, die der Aufbau Afrikas Jahrzehnte lang behindern sollte: Die Eroberung Afrikas durch die Kolonialmächte.

2) Mit Rohstoffe

Wurden sie nicht mehr nach Amerika verschifft, so arbeiteten die Afrikaner im Zuge der Kolonialeroberung nun vor Ort anstatt am  Aufbau des eigenen durch die Sklaverei über Jahrhunderte hinweg geschwächten Kontinents,  an der Versorgung der Mutterländer mit Rohstoffe jeder Art. So ackerten die Afrikaner zum Beispiel Tag für Tag  in Kolonialplantagen, deren Ernten nicht für den eigenen Verbrauch, sondern für denjenigen der Muterländer in Europa diente. Somit beteiligten sie sich am Aufbau der jeweiligen Mutterländer mit hohen Opportunitätskosten für den Aufbau des eigenen Kontinents.

Mit der Auflösung der Kolonialreiche in den 60er Jahre, verband man die Hoffnung, dass Afrika sich endlich seinen eigenen Aufbau widmen wurde. An Potenzial mangelte es trotz Jahrzehnte lange andauernde Ausbeutung kaum. Menschen- und Rohstoffreichtum stellten die besonderen Stärke des Kontinents dar. Nur das Know-how fehlte, weil der größte Teil der Bevölkerung nur auf Plantagenarbeit vorbereitet war. So wurde nach der Entkolonialisierung viel auf die Bildung gesetzt, die als Voraussetzung für die wirtschaftliche, soziale und politische Entfaltung der Menschen ist. Es wurde ein langwieriger Bildungsprozess in Ganggesetzt. So, dass selbst wenn mancherorts ein relativ hohe Analphabetismusquote heutzutage noch verzeichnet, so können die jeweiligen Länder des Schwarzen Kontinents  heute eine gute ausgebildete Elite vorweisen. Dies erweckt neue Hoffnungen im Bezug auf die langersehnten Entwicklungserfolge des Kontinents, wenn da keine neue Geißen bereits in Anmarsch wäre: die Abwanderung von diesen qualifizierten Fachkräften ins Ausland.

3) Mit Human Kapital

So stellte GIGA 2006 fest, dass Afrika in den letzten beiden vergangenen Jahrzehnten ein Drittel seiner Akademiker durch Abwanderung in die Industrieländer verlor.

Würden die Afrikaner früher in die Sklavenschiffe mit Ketten gezwungen, so steigen sie heute freiwillig in den Schiffen und durchqueren den Atlantischen Ozean auf Kosten ihres Lebens.

Dies hat eine negative Wirkung auf die angestrebte Entwicklung und wie bei der Sklaverei und der Kolonialisierung steht Afrika heute beim Braindrain heute wieder mal als Verlierer da. Denn selbst wenn  die Rücküberweisungen der afrikanischen Diaspora zur Armutslinderung beitragen, so dienen diese überwiegend dem Privaten Konsum und beflügeln damit die Inflation. Darüber hinaus, ermöglichen sie es den jeweiligen Staaten, sich der Verantwortung zu entziehen, für Wohlstand durch Förderung des Wirtschaftswachstums zu sorgen. Hinzu kommt die Tatsache,  dass wenn ihr Bedarf durch die Rücküberweisungen der Diaspora gedeckt ist, die Bevölkerung keine Notwendigkeit mehr verspüren auf die Straßen zu gehen und  sich für die lang überfälligen Strukturreformen einzusetzen, die maßgeblich zur Hebung ihres Lebensstandards beitragen würden und den qualifizierten Fachkräfte eine Alternative zu dem Westen bieten würde.

Ohne Druck aus der Bevölkerung, leiten die Regierungen freiwillig keine Strukturreformen  ein und ohne Strukturreformen, die den von den Industrieländern sehr begehrten qualifizierten Arbeitskräfte Perspektiven bieten, werden diese weiterhin ins Ausland abwandern und der langersehnte Fortschritt würde dann noch sehr lange auf sich warten lassen. Die Tatsache, dass nach dem Jahr 2009 und 2010 auch heuer die Auszeichnung von der Mo Ibrahim- Stiftung an herausragenden Politiker zum dritten Mal in sechs Jahren keinen Abnehmer fand,  lässt daran zweifeln, dass die Regierungen der jeweiligen Ländern dieses Problem erkannt haben.

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Kann Bildung Armut abschaffen?

Posted in africa, Bildungspolitik, economic policy, Entwicklungspolitik, Sub-Saharan Africa, worth reading on Oktober 19th, 2012 by valerie

Was meint  Bildung?

Das vom Karl-Heinz Hillmann herausgegebene Wörterbuch der Soziologie definiert Bildung als Sinne Formung durch die Vermittlung von inneren Anlagen und äußeren Einflüssen. Es handelt sich dabei um Prozesse der Mitteilung und Entwicklung von Kenntnissen, Fähigkeiten, Fertigkeiten, Werthaltungen, Gefühlen, Einstellungen usw. Dieselbe Definition ist auch Wikipedia zu entnehmen. Dort wird Bildung als die Formung des Menschen im Hinblick auf sein „Menschsein“ gesehen.

Laut diesen verschiednen Definitionen besteht die Funktion der Bildung darin, zivilisierten und fähigen Menschen hervorzubringen.

Was also hat das ganze mit der Armutsbekämpfung zu tun?

Durch Bildung erlangen die Menschen das Wissen und die Fähigkeiten, die eine produktive Betätigng ermöglichen. Dieses Wissen und die Fähigkeiten womit die Bildung die Menschen ausstattet nennt der Ökonom Human Kapital und zählt neben dem Realkapital, den natürliche Ressourcen und dem technologischen Wissen, als  erforderliche Voraussetzung,  damit der Mensch arbeitstechnik viel mehr aus sich und aus ihm zur Verfügung gestellten Mittel herausholen kann um ein Leben im Wohlstand  führen zu können. Obwohl bildung nur im Zusammenhang mit den genannten Faktoren seine Produktive Kräfte voll entfalten kann, ist sie der Grundstein schlechthin damit die Entwicklung  im Gang gesetzt werden kann, die zum Wohlstand führt.

Aber muss das immer der akademische Weg sein?

In den meisten Länder südlich der Sahara zum Beispiel, insbesondere in den ehemaligen französischen Kolonien, die das französische Bildungssystem nach der Entkolonialisierung übernommen haben, stellt die akademische Bildung der einzige Bildungsweg dar.

Wenn aber bedenkt wird, dass nicht jeder für diesen Bildungsart fähig oder bereit ist, dann stellt man schnell fest, dass Teile der Bevölkerung vom System ausgegrenzt und somit nicht im Bildungssystem integriert sind.

Die Menschen Jedoch sind mit unterschiedlichen Begabungen ausgestattet, die es gilt zu fördern und im Dienste der gesellschaft zu stellen. Wenn eine potentielle Arbeitskraft, verkümmert, dann kann dies nicht für die Armutbekämpfung förderlich sein.

Erst wenn das Bildungssystem es schaffen wird, die individuelle Begabungen durch ein duales Bildungssystem zu berücksichtigen und zu fördern, wie dies das Bildungssystem der Budesrepublik Deutschland vormacht,  wird Bildung es schaffen Armut in den Entwicklungsländer abzuschaffen.

Hinzu kommt, dass da sich viele jungen Menschen,  durch das Studium irgendwie durchmoggeln,  es in den jeweiligen Jahrgängen mehr Absolventen gibt als Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Für viele fürht dann , aus fehlendem Unternehmergeist, der Weg durch’s Studium direkt in die Arbeitslosigkeit.  Deshalb wären Projekte wünschenswert, die nicht nur Bildungsorientiert sind, sondern, die das gesamt Paket anbieten.  Von Bildung über die Existenzgründung hin zur Beschäftigung. Sowohl das von Auma Obama ins Leben gerufene Sauti Kuu „starke Stimmen“als auch Projekte wie Greenstep machen bereits vor wie es geht. Mehr an solchen Projekte sind nötig damit Bildung die Chance hat Armut in Afrika abzuschaffen.

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