„Krieg“ um die Ressourcen in Westafrika – Rohstoffe gegen Entwicklungshilfe?

Posted in Entwicklungspolitik, Intergrationspolitik, Sub-Saharan Africa, Wirtschaftspolitik, africa, economic policy, german post, international relations, politics, worth reading on Juni 27th, 2010 by valerie

Einseitige Abhängigkeit ist der erste Feind der Freiheit!

Einseitige Abhängigkeit ist Killer des Selbstbewusstseins!

Keine Entwicklungshilfe ohne Rohstoffsicherung!

Hat die Europäische Union bisher  Umschuldungen, Krediten, Schuldenerlasse und Entwicklungshilfe von Auflagen wie Demokratisierung, Rechtstaatlichkeit, Marktwirtschaft, Kampf gegen Korruption und gute Regierungsführung abhängig gemacht und dadurch – obwohl der Souveränität beeinträchtigend – die Modernisierung in Afrika eingeleitet. So möchte sie sich in Zukunft dieser Mittel, allen voran der Entwicklungshilfe, für ihre Rohstoffsicherung in Afrika bedienen. Tatsächlich plant sie die  Entwicklungshilfe  als Druckmittel  einzusetzen,  um sich einen besseren Zugang zum afrikanischen  Rohstoffmarkt zu sichern,  der gegenwärtig stark von China umworben und dominiert wird.

Und nach wie vor herrscht eine Sicht der Über- und Unterordnung vor.

Dabei verlangt eine echte Partnerschaft, wie dies der kürzlich aus dem Amt getretene Bundespräsident Horst Köhler im Gespräch mit der Zeitschrift für internationale Politik bereits im Jahre 2006 über das Thema Zukunftskontinent Afrika betonte, gleiche Augenhöhe.

Während das  europäische Lager immer noch glaubt, die Entwicklungshilfe – die immerhin einen bedeutenden Anteil der Einnahmen mancher afrikanischen Länder  ausmacht – instrumentalisieren zu müssen, um sich so Rohstoffquellen in Afrika sichern und somit auch den Vorsprung Chinas auf dem Schwarzen Kontinent abbauen zu können, behandelt China Afrika als  ebenbürtigen Handelspartner und setzt bei seinen Handelsbeziehungen dementsprechend nicht primär auf Konditionalität, sondern auf wirtschaftlich faires Instrumentarium, wie zum Beispeil günstige Kredite, Schuldenerlasse, Investitionen, Lockerungen der Zollbestimmungen und Nichteinmischung in den inneren Angelegenheiten.

Was die EU zu übersehen  scheint, ist dass mit dem aktuellen Wettlauf um afrikanische Ressourcen – da nicht nur China, sondern auch andere Akteure, wie zum Beispiel Russland, die USA, Brasilien, Saudi-Arabien (um nur diese zu nennen) genauso in der Rohstoffsicherung in Afrika involviert sind  – der Kontinent über eine noch nie da gewesene günstige Ausgangsposition aufgrund aus dem Vorhandensein verschiedener Haldelspartnern sich ergebende Substitutionsmöglichkeit verfügt und somit nicht mehr primär und ausschließlich auf die Europäische Entwicklungshilfe angewiesen ist.

Dieser Trend wird sich wegen der Verknappung der Energie nicht nur fortsetzen,  sondern auch verschärfen und könnte sogar die Ursache für zukünftige Konflikte  sein, wie dies  der  Global Trends 2025 transformed World vorausschaut : “perception of energy scarcity will drive countries to take action to assure their future access to energy supplies. In the worse case. This could result in interstate conflicts if government Leaders deem assured access to ernergy ressources for example, to essential for maintaining domestic stability and survival of their Regime.”

Der Rohstoffreichtum des Schwarzen Kontinents, war schon in Zeiten der Sklaverei und danach in Zeiten des Kolonialismus das Hauptobjekt der Begierde der daran beteiligten Akteure. Während diese Akteure durchaus daraus Profite erzielten und heute noch erzielen, hat Afrika trotz der hohen Begehrlichkeit dieses Reichtums und sein daraus resultierende Attraktivität auf dem Weltmarkt, es bis dato nicht geschafft diesen Rohstoff- und Ressourcenreichtum in ein “materielles”, in Form einer reellen Wirtschaft umzuwandeln und so die Chance zu steigern, diese Angewiesenheit auf Entwicklungshilfe maßgeblich zu reduzieren. So bleibt der Schwarze Kontinent auf dem Verhandlungstisch erpressbar, denn der Hahn kann jeder Zeit zugedreht werden.

Share and Enjoy:
  • Digg
  • Sphinn
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Mixx
  • Google
  • LinkArena
  • MisterWong
  • StumbleUpon
  • Technorati
  • TwitThis
  • Yigg
  • BlinkList
  • blogmarks
  • Blogosphere News
  • Blogsvine
  • Ping.fm
  • blinkbits
  • Fark
  • Faves
  • MisterWong.DE
  • Propeller
  • Reddit
  • Spurl
  • Tumblr
  • Webnews.de
  • Yahoo! Buzz
  • BlogMemes Fr
  • Linkter
  • Netvouz
  • NewsVine
  • Socialogs
  • SphereIt
  • Webride
  • Wikio
  • Wikio FR
Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Frauenquote und Selbstregulierung

Posted in Innenpolitik, Wirtschaftspolitik, german post on Juni 17th, 2010 by valerie

Dort wo die Selbstregulierung versagt muss der Staat eingreifen.

In der aktuellen Diskussion um eine gesetzliche Einführung der Frauenquote in den Führungspositionen in die Wirtschaft, gibt ein Gegenargument das mich nicht mehr los lässt.

Etwa wonach die Frauen ihre Beförderung in die Führungspositionen ständig verteidigen müssten. Desweiteren sich gegen den stillen Vorwurf wehren müssen, sie hätten ihre Position nicht in erster Linie aufgund ihrer individuellen Leistung erreicht, sondern verdankten diese einer staaltlichen Vorgabe.

À Propos Staatliche Vorgabe:

Dass die Frauen es allgemein schwieriger haben in dem Beruf weiter zu kommen und dies besonderes bis in die Chefetagen, verdanken wir nicht nur der seit jeher geltenden traditionellen Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern, welche über Generationen hinweg als von Gott gegeben hingenommen wurde und in der der Mann als angeborener Jäger konsequenterweise als Ernährer und Beschützer der Familie fungierte, sondern auch ihrer gesetzlichen Übertragung und Verankerung in zivilisierten Gesellschaften.

So benötigte eine Ehefrau selbst in den modernen Gesellschaften Mitte der 90er Jahre immer noch die Zustimmung ihres Mannes, um erwerbstätig sein zu dürfen. Diese Entmündigung der Frau, die in ihrer Abhängigkeit vom Mann mündete, entsprang  somit nicht nur der Macht der Gewöhnheit, sie wurde auch durch ein Gesetz institutionalisiert.

Ferner blieb das Wahlrecht – von einigen Gesellschaften abgesehen – bis in den 90er Jahre den Männern vorbehalten. So gesehen fehlte den Frauen die politische Partizipation und somit die politische Repräsention, die für die Durchsetzung eigener Interessen und Belange -zum Beispiel ein uneingeschränktes Recht auf Arbeit – die Voraussetzung ist.

Obgleich diese Regelung  in der ersten Hälfte der 90er Jahre weitgehend abgeschafft wurde, – in Deutschland  erst mit dem Inkrafttreten des Gleichberechtigungsgesetzes von 1958 - so hat diese Veränderung den Frauen zwar die freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit und freie Berufsauswahl beschert,  das klassische Bild der Frauen in der Arbeitswelt jedoch nur bedingt verändert. So kommt es, dass obwohl es starke und hochqualifizierte Frauen seither gegeben hat und gibt, die mit ihrer Führungsqualität und -Kompetenz überzeugt  haben, es immer noch keine Selbstverständlichkeit für Unternehmen und Großkonzerne ist Führungsposition  mit ihnen zu besetzen. Insofern ist eine staatliche Regulierung aus meiner Sicht hier nicht nur notwendig, sondern auch überfällig.

Vorurteile, was den berufliche Aufstieg der Frauen betrifft gab es schon immer und wird es auch immer geben, man sollte sich aber nicht von ihnen verleiten lassen.

Share and Enjoy:
  • Digg
  • Sphinn
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Mixx
  • Google
  • LinkArena
  • MisterWong
  • StumbleUpon
  • Technorati
  • TwitThis
  • Yigg
  • BlinkList
  • blogmarks
  • Blogosphere News
  • Blogsvine
  • Ping.fm
  • blinkbits
  • Fark
  • Faves
  • MisterWong.DE
  • Propeller
  • Reddit
  • Spurl
  • Tumblr
  • Webnews.de
  • Yahoo! Buzz
  • BlogMemes Fr
  • Linkter
  • Netvouz
  • NewsVine
  • Socialogs
  • SphereIt
  • Webride
  • Wikio
  • Wikio FR
Tags: , , ,

WM in Südafrika: Chance für den Schwarzen Kontinent?

Posted in off topic on Juni 11th, 2010 by valerie

Zum ersten Mal in ihrer achtzig jährigen Geschichte wird die Fussball-WM heute tatsächlich – es gab ja schließlich viele Pessimisten – auf dem afrikanischen Boden angepfiffen. Wie der südafrikanische Präsident Jacob Zuma es gestern bei dem Konzert zur Eröffnung der Fussball-WM 2010 auf den Punkt brachte, fungiert sein Land zwar als Bühne auf der dieses Ereignis stattfindet, dieses hat jedoch zugleich eine enorme Bedeutung für ganz Afrika.

Obschon dies als ein vorsichtiger Versuch interpretiert  werden kann, den afrikanischen Kontinent auch als vollen Bestandteil des  Weltgeschehens,  zumindest im Sport Bereich zu integrieren, so bestätigt dies  die gängige Bezeichnung Afrikas als vergessener Kontinent. Ausnahmen bestätigen eben die Regel.

Nichtsdestotrotz  hat der Schwarze Kontinent mit diesem, laut Handelsblatt größten Medienevent der Welt, die einmalige Gelegenheit zu beweisen, dass er sich entgegen der gängigen Vorstellung nicht mit Kriege, Hunger, Seuche, Staatszerfall, Missmanagenment, Korruption, u.s.w. resumieren lässt.

Denn dieser Kontinent hat ein großes Potential, das bis jetzt – aufgrund sowohl endogener als auch exogener Ursachen – noch nicht ausgeschöpft worden ist. Die Kolonialzeit zum Beispiel hat viele Konflikte, die vermutlich längst hätten verarbeitet werden können hinausgezögert, und somit den Selbstfindungsprozess nicht nur unterbrochen, sondern auch behindert. Denn genauso wie jeder Mensch, durchläuft auch jede Gesellschaft einen Selbstfindungprozess. Diese wird dann in einer Gesellschaft abgeschlossen, wenn die Menschen in ihrem Zusammenleben gemeinsame Interessen und Werte erkennen und diese auch schätzen und beschützen lernen. Dieser lange, harte und beschwerliche  Prozess hat auch die heutige erfolgreiche Europäische Union  durchlaufen müssen. Kriege, Menschenrechtsverletzungen, Seuche, Hungersnöte, Staatszerfall, Missmanagement, Korruption, obwohl sie teilweise relativ lang zurückliegen, sind dennoch auch Bestandteil der Geschichte Europas. Dies nur um zu zeigen, dass der Frieden, die Freiheit und  der Wohlstand, die heute nur in Verbindung mit Europa bzw. dem Westen gebracht  werden, keine Selbstverständlichkeit sind. Diese haben über Jahrhunderten hinweg hart erkämpft werden müssen.

Afrika ist mit der Afrikanischen Union auch auf dem besten Weg dorthin. Die Fussball-Weltmeisterschaft  in Südafrika beweist, dass man erst durch seine Taten ernst genommen wird. So ist es kein Zufall, dass diese ausgerechtnet in Südafrika stattfindet, das als einzige Industrienation in Afrika fungiert. Affen können bekanntlich eben nur zwischen gleichgroße Bäumen springen, um ein afrikanisches Sprichwort aufzugreifen.

Diese Fußball-WM kann zwar erheblich zur Veränderung Afrikas  Außenbildes beitragen, das Wichtigste jedoch ist, dass wir Afrikaner endlich unsere Kräfte einigen, unsere  gemeinsame Interessen und Werte erkennen und auch danach handeln. Die Anerkennung wird dann ganz alleine kommen. China macht es uns ja gerade vor.

Share and Enjoy:
  • Digg
  • Sphinn
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Mixx
  • Google
  • LinkArena
  • MisterWong
  • StumbleUpon
  • Technorati
  • TwitThis
  • Yigg
  • BlinkList
  • blogmarks
  • Blogosphere News
  • Blogsvine
  • Ping.fm
  • blinkbits
  • Fark
  • Faves
  • MisterWong.DE
  • Propeller
  • Reddit
  • Spurl
  • Tumblr
  • Webnews.de
  • Yahoo! Buzz
  • BlogMemes Fr
  • Linkter
  • Netvouz
  • NewsVine
  • Socialogs
  • SphereIt
  • Webride
  • Wikio
  • Wikio FR
Tags: , , , , , , , , ,

Rohstoffblase, Internetblase, Immobilienblase: Reaktionfähigkeit des Nationalstaates

Posted in Wirtschaftspolitik, africa, economic policy, german post, international relations, off topic on Mai 14th, 2010 by valerie

Aufgrund ihres Rohstoffs- und Ressourcenreichtums und der Attraktivität ihrer Cash-Crops auf dem Weltmarkt,  fusste die Wirtschaft der meisten Staaten Afrikas südlich der Sahara – in den 60er Jahren nach der Entkolonialisierung – überwiegend auf  Einnahmen aus Rohstoff- und Cash-Cropshandel mit dem Staat als wichtigster Arbeitsgeber und Investor.

Analog zu der Immobilienblase 2007, platzte die Rohstoffblase aufgrund der vorangegangenen Rohstoffpreisschocks der 80er Jahre. Die meisten Volkswirtschaften des Schwarzen Kontinents erlitten massive Einnahmenausfälle, die sie am Rande des Bankrotts  führten.

Ich errinnere mich daran, dass die ersten Sparmaßnahmen der Regierung darin bestand, das Gehalt der Beamten erst bis zu 70% zu kürzen. Da diese unmittelbare Sparmaßnahme  nur den Effekt eines Tropfen auf dem heißen Stein hatte, diente das komplette Einfrieren der Gehälter als nächster Schritt . Ich spürte dies als Kind, da die halbstaatliche SODECAO bei der mein Vater damals als Vortand arbeitete von Heute auf Morgen pleite ging und er unerwartet mit allen Konsequenzen in die Frührente versetzt wurde.

Plötzlich gab es nicht mehr genug  zu essen. Aus drei Mahlzeiten am Tag, wurde nur noch eine. Nicht einmal die Schulbeiträge, die ihm so wichtig waren und die pro Trimestre erhoben werden sollten, war er noch in der Lage zu entrichten. Dann folgten die Strom- und Wasserrechnungen, die sich stapelten und der Vermieter, der genauso betroffen war, lies auch wegen den Mietrückständen nicht mehr locker. Schließlich war das Leben in der Stadt nicht mehr finanzierbar, so zogen wir ins Dorf zurück, da wo man von dem lebt, was man selbst anbaut. Nicht nur wir waren von den Folgen dieser Krise so betroffen, sondern die Gesamtbevölkerung Kameruns.

Diese Wirtschaftskrise traf meine Familie besonders hart, da mein Vater alles auf Kakao gesetzt hatte. Er arbeitete nicht nur für eine Firma die Kakao Erzeugnisse verarbeitete, er investierte auch sein gesamtes Vermögen in den Anbau von einer 43 Hektars Kakaoplantage, die nicht nur als zweites Standbein für die Ernährung seiner Kinder, sondern auch als seine Altersvorsorge fungierte. Da Kakao auf dem Weltmarkt nicht mehr attraktiv war, sanken die Preise dementsprechend bis zu 70%. Die gesamten Ernten die danach folgten waren quasi wertlos. Ich erinnere mich daran, dass mein Vater sich am Anfang weigerte sein Kakao unter diesen Bedingungen zu verkaufen, er dachte die Situation wurde sich ganz schnell wieder verbessern. Es wurde jedoch schlimmer und er erlitt einen Herzinfarkt und starb.

Da die entstandene Wirtschaftskrise keinen Sektor ersparte, wurden selbst die eigenen Erspanisse eingefroren. Die meisten menschen in Kamerun hatten die Ursachen dieser Krise jedoch nicht verstanden. Sie brachten sie eher mit Demokratie, Missmanagement und Korruption in Verbindung. Da es unmittelbar davor einen Regierungswechsel gegeben hatte.

Die alte Diktatur unter der es Kamerun wirtschaftlich sehr gut ging und die neue “Demokratie”, die aufgrund der Überschneidung mit den Entwicklungen auf dem Weltmarkt,  Unheil erzeugte. Wir alle klagten deshalb, dass die Lebensbedingungen unter der Diktatur besser gewesen wären, da man durch Arbeit eine gewisse Lebensqualität hat erreichen können und trauerten ihr nach. Die Demokratie jedoch versprach die Freiheit aber mit ihr war das Unheil entstanden, dachten wird zumindest. Wie frei kann also ein Volk sein das hungert und das seine Kinder nicht einschulen und ihnen deshalb keine Zukunftsperspektive anbieten kann?

Diese Denkweise blieb bis ich hier in Deutschland mein Studium der Politikwissenschaft aufnahm bei mir verankert.

Als ich dann meine Diplomarbeit über Kamerun verfasste und ich die Möglichkeit dadurch bekam die wahren Hintergründe dieser Wirtschaftskrise auf dem Grund zu gehen, habe ich verstanden welches Unrecht wir unserem Staatsmann und der Demokratie durch unsere Ingnoranz teilweise getan haben.

Die damalige Wirtschaftskrise war weniger auf die Demokratie und auf Missmanagement sowie Korruption als viel mehr auf die Entwicklungen auf dem Weltmarkt zurückzuführen.

Die seit 2007 aus den USA ursprüngliche und inzwischen global gewordene Wirtschafts- und Finanzkrise und die ergriffenen Maßnahmen für die Milderung ihrer Folgen, insbesondere die aktuelle Maßnahmen um den Staatsbankrott in Griechenland zu verhindern, wecken in mir ein Gefühl der tiefen Bewunderung für mancher Staatsmänner Afrikas südlich der Sahara. Denn entgegen der verbreiteten Meinung die  miserable Wirtschaftslage der hochverschuldeten armen Ländern zu denen die meisten  Staaten Afrikas in Zuge der Rohstoffpreisschocks der achtziger Jahre rangieren, sei wegen  der schlechten Regierungsführung, Missmanagement und Korruption entstanden, zeigt die aktuelle Wirtschaftskrise die Ohnmacht der Nationalstaaten gegenüber Entwicklungen auf dem Weltmarkt seien sie hoch- oder minderentwickelt.

Dennoch bleibt die Frage der Reaktionsfähigkeit der verschiedenen Staaten bei der Abwehr von den Folgen, die aus solchen Blasen entspringen unterschiedlich. Ob ein Staat in der Lage ist sich selbst zu helfen oder auf die Dritthilfe angewiesen ist.

Dieses System der Selbsthilfe müssen die afrikanische Staaten spätestens nach der aktuellen Finanzkrise aufbauen.

Denn aufgrund der Unvorhersehbarkeit solcher Blasen ist lediglich die Frage der Reaktionsfähigkeit der betroffenen Staaten ausschlaggebend.

Share and Enjoy:
  • Digg
  • Sphinn
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Mixx
  • Google
  • LinkArena
  • MisterWong
  • StumbleUpon
  • Technorati
  • TwitThis
  • Yigg
  • BlinkList
  • blogmarks
  • Blogosphere News
  • Blogsvine
  • Ping.fm
  • blinkbits
  • Fark
  • Faves
  • MisterWong.DE
  • Propeller
  • Reddit
  • Spurl
  • Tumblr
  • Webnews.de
  • Yahoo! Buzz
  • BlogMemes Fr
  • Linkter
  • Netvouz
  • NewsVine
  • Socialogs
  • SphereIt
  • Webride
  • Wikio
  • Wikio FR
Tags: , , , , , , , , , , , , , ,

Dezentralisierung als Instrument der nachhaltigen Friedensicherung in Afrika?

Posted in Sub-Saharan Africa, africa, communication, german post, off topic, worth reading on April 28th, 2010 by valerie

Heute findet der Berliner Afrikakreis mit dem Thema: Dezentralisierung in Afrika – zum Scheitern verurteilt? statt. Und schon wieder wird die Frage aufgeworfen, welche Maßnahmen die effektivste und die effizientesten wären um Frieden und Sicherheit auf dem Schwarzen Kontinent nachhaltig zu gewährleisten.

Neben Grenzstreitigkeiten, die nach der Entkolonialisierung immer wieder zum Krieg zwischen Nachbarländer in Afrika führten und somit ganze Teile des Kontinents in Elend und Armut zurückgeworfen haben, sind Inter-ethnischen Auseinandersetzungen Hauptursachen von Krieg in Afrika man denke nur an den Völkermord in Ruanda 1994 der ca. 800.000 bis 1.000.000 Menschen das Leben gekostete.

Dies rührt von der Tatsache her, dass sich die Inhaber der politischen Ämter wegen des Klientelismus und der Patronage sowie der ethnischen Solidarität nur einem Teil der Wählerschaft gegenüber verantwortlich fühlen. Dies sind ihre Familien und die ethnische Gruppen aus denen sie stammen. Folglich kümmern sie sich beispielsweise nur in ihren Heimatregionen um die Verbesserung der Infrastruktur, besetzen politische und wirtschaftliche begehrten Posten durch Bekannte und Verwandte und erteilen auf gleicher Weise die meisten Aufträge.

Diese ethnische Solidarität, die im Grunde genommen Teil der afrikanischen Tradition  ist, stellt jedoch nicht nur ein Hindernis für die Demokratie dar, sie ist zugleich eine der  Hauptursachen vieler in Afrika in den letzten 50 Jahren nach der Entkolonialisierung zustande gekommenen Bürgerkriegen. Denn Aufgrund der fehlenden Verteilungsgerechtigkeit in dieser überwiegend Ethnischorientierten Politik wächst eine große Unzufriedenheit bei anderen Ethnien bzw. Bevölkerungsgruppen, die nur bedingt an politischen sowie an wirtschaftlichen Aktivitäten sich beteiligen können. Hinzu kommt es, dass es meistens keine Hoffnung auf einen Ethnischen Wechsel bei der Regierung gibt. Entweder die Machthaber sind auf Lebenszeit an der Macht und werden bei Tod von den eigenen Kinder nachgefolgt, sog.  Dynastisierung der Republik  in Afrika (Togo, der demokratischen Republik Kongo und Gabun), oder sie werden durch Gewaltanwendung gezwungen die Macht aufzugeben, was dann in Krieg mündet.

Um mehr Gerechtigkeit unter den ethnischen Gruppen und somit eine nachhaltige Sicherheit und Frieden zu gewährleisten, ist die Dezentralisierung meines Erachtens ein unumgänlicher Schritt. Deshalb sollte hier die Frage lauten, welche Werkzeuge brauchen die Länder Afrikas, die überwiegend durch ethnische Vielfalt gekennzeichnet sind, um die Dezentralisierung zu vollziehen? Und hier dürfte die Afrikanische Union als Institution mit ihrer Sicherheitssystem in Frage kommen. Denn die Integration jeder ethnischen Gruppe in das  politische sowie in das Wirtschaftssystem der jeweiligen Staaten wird entscheidend sein, ob die Afrikanische Union es schafft nachhaltig Frieden und Sicherheit auf dem Schwarzen Kontinent zu gewährleisten.

Share and Enjoy:
  • Digg
  • Sphinn
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Mixx
  • Google
  • LinkArena
  • MisterWong
  • StumbleUpon
  • Technorati
  • TwitThis
  • Yigg
  • BlinkList
  • blogmarks
  • Blogosphere News
  • Blogsvine
  • Ping.fm
  • blinkbits
  • Fark
  • Faves
  • MisterWong.DE
  • Propeller
  • Reddit
  • Spurl
  • Tumblr
  • Webnews.de
  • Yahoo! Buzz
  • BlogMemes Fr
  • Linkter
  • Netvouz
  • NewsVine
  • Socialogs
  • SphereIt
  • Webride
  • Wikio
  • Wikio FR
Tags: , , , , , , , , , , , , , ,