Digitalisierung: Abschaffung des Menschen oder der Weg zurück zum Garten Eden?

Posted in off topic on Juni 28th, 2018 by valerie

Laut der Schöpfungsgeschichte (Genesis), Schuf Gott zunächst den Mann (Adam). Er stellte jedoch bald fest, dass Adam mit sich alleine nichts anzufangen wusste. Aus diesem Grund entschied er sich dazu ihm eine Gefährtin zur Seite zu stellen. Er schuf daher aus der entnommenen Rippe Adams die Frau (Eva).

Gott stellte Adam und Eva den Garten Eden zur Verfügung. Mit einer Ausnahme dürften sie über den Garten Eden nach Gutdünken verfügen.

Der Garten Eden beherbergte den Baum des Lebens, den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. Dieser Baum war der einzige Baum im Garten Eden dessen Früchte Adam und Eva nicht essen dürften. An diesen Verbot hielten sich Adam und Eva bis die Schlange eines Tages erschien.

Der Teufel, Gottes Erzfeind erschien als Schlange und überlistete Adam und Eva dessen Machtgier größer war als die Gehorsamkeit gegenüber ihrem Schöpfer. Sie aßen schließlich von der verbotenen Frucht des Baumes der Erkenntnis von Gut und Böse.

Gott zog daraufhin die Konsequenz und vertrieb Adam und Eva vom Garten Eden. Fortan war Adam verdammt das „Brot“nur noch durch mühselige und harte Arbeit zu erwerben.

Hier greift die Digitalisierung und sein Potential eine Rückkehr zum Garten Eden zu ermöglichen.

Das Digitalisierungzeitalter in welchem die Maschinen auch in Form von Roboter befähigt werden beinahe in jedem Arbeits- und Lebensbereich mehr und mehr den Mensch zu ersetzen bringt den Mensch in den Garten Eden zurück. Eine Rückkehr in einen luxuriösen sehr gut bestückter Garten in welchem der Mensch genauso wenig wie Adam und Eva vor der Erbsünde auf Arbeit angewiesen sind um sich zu ernähren.

Dank der Digitalisierung wird es dann ähnlich wie in dem Film: „wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ soweit kommen, dass man nur an ein bestimmtes Gericht zu denken braucht und es kommt einem automatisch zugeflogen.

So gesehen wird die Digitalisierung den Mensch nicht abschaffen, sondern in den Garten Eden zurückführen.

Die entscheidende Frage an dieser Stelle jedoch ist, ob diese Rückkehr erstrebenswert ist und was sie mit dem Mensch anstellen wird sobald sie erreicht ist.

 

La digitalisation: abolition de l‘ humanité ou moyen de retour au Jardin d’Éden?

Posted in Digitalisierung, finaliseme, french post on Juni 26th, 2018 by valerie

Selon le livre de la Genèse de la bible, Dieu créa d‘ abord l‘ homme (Adam), et s‘ étant apprecu qu‘ Adam s’ennuyait tout seul, il décida de mettre une compagne à ses côtés. C‘ est ainsi que de la côte d’Adam Dieu créa la femme (Ève).

Dieu mit le Jardin d‘ Éden à l‘ entière disposition d‘ Adam et Ève dont ils jouissaient de toutes les libertés.

Cependant le jardin D‘ Éden abritait l‘ arbre de la vie, autrement dit, l‘ arbre de la connaissance du bien et du mal.

L‘ arbre de la vie était l‘ unique arbre des fruits duquel Dieu leur interdit la consommation.

Mais le démon, l‘ ennemi de Dieu se présenta sous forme de serpent et dûpa Adam et Ève qui, avides de pouvoir, finirent par goûter du fruit de l‘ arbre de la connaissance du bien et du mal désobeíssant ainsi à Dieu.

La punition qui en résulta était leur refoulement du Jardin d‘ Éden et par de la même du paradis.

Dès lors l‘ homme était damné à ne manger du pain qu‘ à la sueur de son front. Il devait donc travailler dur à perpétuité pour pouvoir se nourrir.

Et c‘ est à ce niveau qu‘ intervient la digitalisation et son potentiel à faire retourner l‘ Homme au jardin d‘ Éden duqel il fut chassé par Dieu à cause de la désobéissance d‘ Adam et Ève.

Car à l‘ ère avancée de la digitalisation, où les machines de plus en plus dotées d‘ une intelligence artificielle finiront par remplacer l‘ Homme presqu‘ à tout les secteurs du travail (En l‘ occurence mobilité autonome) il atteindra donc le Jardin d‘ Éden. Un jardin luxurieux dans lequel comme Adam et Ève, l‘ Homme n’aura pas besoin de lever le petit doigt pour pouvoir se nourrir.  Même que grâce à l‘ automatisation il ne lui suffirait par exemple que d‘ émettre la pensée de vouloir manger un repas quelconque et ce dernier arriverait déjà près survolant dans un plat et encore  fumant. Exactement comme à l‘ époque d‘ Adam et Ève au jardin d’Éden.

L‘ homme ne mangera plus du pain à la sueur de son front mais plutôt à la sueur du front des robots.

Par conséquent la digitalisation ne mènera pas à l‘ abolition de l‘ humanité mais au retour vers le jardin d‘ Éden.

La question qui se pose à ce niveau est celle de savoir si ce retour est désirable et ce qu‘ il ferait de l‘ humanité une fois atteint.

 

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Lindners Bäckerei-Anekdote

Posted in Entwicklungspolitik, german post, Innenpolitik, Integration, Intergrationspolitik, off topic on Mai 14th, 2018 by valerie

Lange hatte ich mich gefragt, warum mein Kameruner Bekannter überall mit seiner Mitarbeiter ID-Karte in einer Klarsichthülle um den Hals hängend, überall rumlief. Er war Ingenieur bei Siemens und hatte dort eine leitende Position inne. Für mich war dies nichts anderes als reine Angeberei, daher stellte ich mich die Frage, wie niedrig  sein Selbstwertgefühl eigentlich sein müsste, um auf solchen Maßnahmen zurückgreifen.

Mit dem Statement von Christian Lindner am 69. Bundesparteitag der FDP wonach man beim Bäcker in der Schlange nicht unterscheiden könne, wenn einer mit gebrochenem Deutsch ein Brötchen bestelle, ob das der hochqualifizierte Entwickler künstlicher Intelligenz aus Indien sei oder ein sich eigentlich bei uns illegal aufhaltender, höchstens geduldeter Ausländer…. habe ich nun verstanden, dass es sich bei der um seinen Hals stets hängenden Mitarbeiter ID-Karte weniger um Angeberei, als viel mehr um eine Methode handelte, sich von allen anderen Ausländern, sei es beim Bäcker, beim Arzt, im Supermarkt etc…,  abzugrenzen. Er wollte als der bessere Ausländer wahrgenommen werden.

Kurzum wenn es so ist, dass es sich um eine reale Situation handelt, die ein Zuwanderer dem Herrn Lindner geschildert haben soll, dann wäre der hochqualifizierte Entwickler künstlicher Intelligenz aus Indien gut beraten seine Mitarbeiter ID-Karte in einer Klarsichthülle stets um den Hals zu tragen.  Damit der „Bäcker“in Zukunft genau weiß mit welcher Kategorie an Ausländer er es zu tun hat.

 

Südafrika ohne Madiba

Posted in africa, german post, Sub-Saharan Africa, Völkerverständigung, worth reading on Dezember 6th, 2013 by valerie

Das Jahr 1990 war aufgrund zweier Ereignissen das bemerkenswerteste Afrikas, das ich bis dahin erleben durfte. Es markierte das Ende der Unterdrückung zweier Völker des Schwarzen Kontinents. Zum einen die Unabhängigkeit Namibias und zum anderen die Befreiung Nelson Mandelas.

Die repressiven Maßnahmen, mit denen die „Weißen“ in Südafrika bestrebt waren die Schwarzen in ihren Schranken zu weisen, raubten mir öfters den Schlaf. Ich konnte mir als Kind nicht erklären,warum so viel Hass und soviel Ungerechtigkeit möglich waren und vor allem wieso die anderen Staaten nichts dagegen unternahmen. Um so großer war meine Freude als ich im Jahr 1990 die Bilder  im Fernseher sehen dürfte, wie sich Nelson Mandela mit seiner damals noch Ehefrau, Weggefährtin und Leidensgenossin Winnie mit gehobener Faust als freier Mann präsentieren durfte. Diese Befreiung war nicht nur diejenige Nelson Mandelas persönlich, sondern diejenige Südafrikas als Ganzes. Denn Nelson Mandela liebte sein Volk und sein Land so sehr, dass er seine Freilassung nicht eingewilligt hätte, wenn diese nicht zugleich die Befreiung Südafrikas und damit seines Volkes bedeutet hätte. Damals als er freigelassen wurde, spekulierte man viel über seinen gesundheitlichen Zustand. Viele waren davon überzeugt, dass ihm nach den Strapazen der 27 Jahre Haft, die Freiheit nicht bekommen würde und reduzierten seine Lebenserwartung auf höchstens zehn Jahre.

Wer Robben Island besichtigt kann sich ein Bild davon machen, was für ein Opfer Madiba für uns alle erbracht hat

Wer Robben Island besichtigt kann sich ein Bild davon machen, was für ein Opfer Madiba für uns alle erbracht hat

Aber wie uns die Geschichte dieses großen Mannes lehrt, wurde jeder der „Madiba“ unterschätzte des besseren belehrt. Er lebte noch fast ein Vierteljahrhundert nach seiner Freilassung. Ein Vierteljahrhundert in welchem er vieles bewegt hatte.  Er hatte den Südafrikanern das Verzeihen und die Versöhnung nicht nur gelehrt, sondern auch vorgelebt.  Er hatte seinem Volk und seinem Land das wichtigste beschert: FREIHEIT. Das wichtigste, weil Freiheit  die Voraussetzung nicht nur für die persönliche Entfaltung, sondern auch für diejenige eines Volkes als ganzes ist. Mandela hat mit der Freiheit seinem Volk die Voraussetzung für die Entfaltung geschaffen, die nicht in der Gewalt und Ressentiments, sondern im Verzeihen und Versöhnung seinen Ausdruck findet.

Diese Zelle zeugt von der Größe der Person, die sie 18 Jahre lang bewohnte und danach nur von Versöhnung sprach

Diese Zelle zeugt von der Größe der Person, die sie 18 Jahre lang bewohnte und danach nur von Versöhnung sprach

 

Obgleich den Südafrikanern einem langen Weg noch bevorsteht bis die Rassenvermischung eine Selbstverständlichkeit wird, nachdem die Rassentrennung durch die Apartheid über Generationen hinweg verankert wurde, so hat das Land in dieser Hinsicht bereits vieles erreicht. Dass mit der Erlangung der Freiheit nicht alles getan wurde, wusste „Madiba“ auch als er folgendes in seiner Autobiographie Long Walk to Freedom schrieb:  „Ich habe diesen langen Weg in die Freiheit zurück gelegt, ich habe versucht nicht zu wanken; Ich habe viele Fehltritte gemacht. Aber ich habe dieses Geheimnis entdeckt: Nach dem Klettern eines großen Hügels, alles, was man herausfindet ist, dass es noch mehr Hügeln zum klettern gibt.“ Diese Hügeln sind die Herausforderungen womit Südafrika heute konfrontiert ist und die Nelson Mandela auch noch meistern wollte wie er schrieb: Ich bin einen Moment stehengeblieben, um mich auszuruhen, um das herrliche Panorama zu bewundern, das mich umgibt ,um aus der Ferne den langen Weg zu betrachten, den ich zurückgelegt habe. Aber ich kann nur eine Weile ausruhen; Mit der Freiheit kommen auch Aufgaben; und ich wage nicht zu verweilen, denn mein langer Weg ist noch nicht beendet.“ Leider obliegt dem Menschen nicht die Entscheidung über die Dauer seiner Mission diesseits, so dass jeder irgendwann abdanken muss, so leider auch Nelson Mandela am 5. Dezember 2013 nachdem er Großes vollbracht hat, nachdem er den Südafrikanern die Freiheit und das Land zurück gab. Was die Südafrikanern daraus machen werden, bleibt ihnen überlassen. Fakt jedoch ist, dass dies Ihnen keiner mehr wegnehmen kann. 

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Von Multipolarität zur Unipolarität über Bipolarität und wieder zurück ?

Posted in diplomacy, german post, international relations, worth reading on Dezember 3rd, 2013 by valerie

Politische Macht entspringt der wirtschaftlichen Macht.

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, etablierten sich die USA als alleinige Supermacht und galten aufgrund ihrer unangefochtenen Vormachtstellung weitgehend als unantastbar. Die Terroranschläge des 11. Septembers 2001, zerstörten jedoch dieses Weltbild und brachten die Vulnerabilität des Hegemons zum Vorschein. Der Erkenntnis zugleich darüber, dass kein Land der Welt – nicht einmal die Vereinigten Staaten von Amerika – mächtig genug ist, um die Herausforderung des 21. Jahrhunderts wie beispielsweise den Terrorismus und die Umweltkatastrophen im Alleingang zu meistern und darüber, dass kein Land der Welt klein genug ist, um es zu unterschätzen, entstammte die Notwendigkeit des Multilateralismus. Gleichzeitig nahm die Weltordnung mit dem Aufkommen neuer Weltwirtschaftsmächten wie beispielsweise China eine Multipolare Struktur an. Nichtsdestotrotz haben die USA bis heute, zumindest, was die  Streitkräfte anbelangt ihre Hegemonialstellung beibehalten. Da die Wirtschaftsmacht Hand in Hand mit der politischen Macht geht, sind die neue Weltwirtschaftsmächte allen voran die Volksrepublik China bestrebt ihre wirtschaftliche Stärke in politische Macht zu konvertieren und diese auch auf der Weltarena zu demonstrieren. 

Vom Riese auf tönernen Füssen zur Weltwirtschaftsmacht und aufstrebende Supermacht

Aufgrund seines bemerkenswerten Wachstums konnte das Reich der Mitte einen rasanten Aufstieg „vom Armen Land“ zur zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde nach den USA hinlegen. Aber Pekings Interessen gelten nicht nur der Wirtschaft. So will China nicht nur als Wirtschaftsnation fungieren. Das Reich der Mitte beabsichtigt sich einen Platz als Weltmacht bzw. Supermacht auf der internationalen Bühne zu sichern. Mit der am Montag gestarteten Mondmission hat Peking der Welt seine neue gewonnene Fähigkeiten gezeigt. Ob der Konflikt mit Japan auch der Machtdemonstration dient bleibt dahin gestellt. Fakt allerdings ist, dass Peking auf seinem Weg zur Weltmacht weniger Konflikte als viel mehr strategischen Partnern braucht um seine politische, wirtschaftliche sowie militärische Macht auszubauen und zu befestigen.

 

 

 

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