Landtagswahl Bayern 2018: Deine Wahl, deine Regierung!

Posted in off topic on September 25th, 2018 by valerie

Laut einem Sprichwort der Betis im Süden Kameruns, neigt man dazu samt, Alpträume und Träume zu vergessen, je länger die Nacht dauert. Anders formuliert, je weiter die Ereignisse zurück liegen, desto mehr verblasst die Erinnerung an sie. Deshalb wiederholen sich manche Ereignisse (Erster Weltkrieg, Zweiter Weltkrieg). Man spricht dann vom Kreislauf der Geschichte.

Obgleich es Ereignisse gibt, deren Wiederkehr ein Segen wäre, so wären andere wie zum Beispiel

  • Sklavenhandel
  • Kolonialismus
  • Weltwirtschaftskrise
  • 1. Weltkrieg
  • 2: Weltkrieg
  • Apartheid etc..

lieber erst gar nicht geschehen. Insofern, wäre ihre Wiederholung fatal und eine Schande für die Menschheit.

Albert Einstein soll mal folgendes gesagt haben: „Ich bin nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen.“

Gegenwärtig findet eine besorgniserregende Entwicklung statt. Rechtsradikale Parteien fühlen sich wieder hier und da salonfähig. Hier und da finden wieder Hetzkampagnen statt. Hier und dort erlebt man Staatsmänner, die sich wie Despots verhalten. Und Andere, die nicht davor scheuen Menschenverachtendes Vokabular zu verwenden, Gruppen, die sich wieder trauen öffentlich ihre Sympathie für den Nationalsozialismus zu zeigen.

Obgleich man Vertrauen in die Demokratie hat und sie die beste Staatsordnung ist, über die die Welt aktuell verfügt, so ist ihr Überleben auf die Gemüte des Volkes abhängig. Denn das Volk hat durch die Ausübung des Wahlrechtes die Macht darüber zu entscheiden welche Partei in den Bundestag einzieht und somit die Entscheidung über den Fortgang der Demokratie.

So kann je nach Gemüt des Volkes passieren, dass Dinge, die vorher für unmöglich gehalten wurden, geschehen und eine Rechtsradikale Partei plötzlich im Parlament sitzt, weil das Volk es möglich gemacht hat. Die aktuelle Konstellation des Bundestages ist ein Beispiel dafür.

Es sind meistens schleichenden Vorfälle und Entwicklungen gewesen, die am Ende unsägliches Leid über die Menschheit brachten. Dazu besagt ein Sprichwort folgendes: „les petites aiguilles, cousent de grands boubous.“ Übersetzt: Kleine Nadeln, nähen große Gewänder. Im weiteren Sinne: Kleine Vernachlässigungen können in großen Katastrophen münden.

Damit manche Alpträume die Menschheit nicht wieder aufsuchen, muss man stets wachsam sein, sie immer wieder vor Augen haben und sich jederzeit gegen neuen Symptome stemmen. Dies geschieht zum Beispiel indem man wiederum seine Macht als Bürger in Form von Stimmabgabe bei den Wahlen ausübt. Denn es wäre fatal die bisherige Errungenschaften wie Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Freiheit, Frieden, Sicherheit, Wohlstand als selbstverständlich anzusehen und darauf vertrauen, dass es sie ohne weiteres immer geben wird.

  • Frieden ist nicht selbstverständlich
  • Sicherheit ist nicht selbstverständlich
  • Freiheit ist nicht selbstverständlich
  • Wohlstand ist nicht selbstverständlich
  • Demokratie ist nicht selbstverständlich
  • Rechtsstaatlichkeit ist nicht selbstverständlich

Laut den Väter der Vertragstheorie unter anderem Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau, die bestrebt sind die Wichtigkeit des Staates zu erklären, lebt der Mensch in Abwesenheit vom Staat im Chaos. Ohne Staat befindet er sich im Naturzustand in welchem die menschliche Koexistenz geprägt ist durch einen immerwährenden Kampf ums Überleben. Es herrscht stets einen Zustand des Krieges eines Jeden gegen jeden (Auge um Auge, Zahn um Zahn). Hier genießt der Mensch weder Schutz (Versicherungen, Rechtsschutz) noch Sicherheit (Polizei, Armee) noch Frieden. Es gibt weder Eigentum noch die Möglichkeit Vermögen zu bilden. Diese Beschreibung passt schlichtweg zu einem Zustand des Krieges und erinnert mich an denjenige, den meine Schwiegeroma, Oma Irmgard, unermüdlich skizziert, wenn sie uns vom 2.Weltkrieg erzählt.

Da es den Menschen nicht nur ums Überleben geht, sondern ums Leben, handeln sie vernünftig und veräußern ihre Rechte und ihre Macht um ein geordnetes zusammenlaben in der Obhut des Staates haben zu können. Als Bürger eines Staates genießen sie dafür Schutz, Frieden, Sicherheit, Wohlstand und Freiheit.

Das soll aber nicht bedeuten, dass der Mensch unmündig geworden ist. Ganz im Gegenteil Dank der DEMOKRATIE hat der Bürger seine Freiheit, seine Rechte und seine Macht zurückgewonnen. So kann der Bürger jederzeit durch sein Wahlrecht den Rückfall in den Naturzustand, in den Krieg verhindern, denn er kann selbst entscheiden wer ihn regiert, wem er es zutraut die gemeinsame Werte zu schützen und für Stabilität, Schutz, Frieden, Sicherheit, Wohlstand und Freiheit zu sorgen.

Diese Macht hast du auch, weil du die Wahl hast, weil du entscheidest.

So wie du wählst, so wirst du regiert.

 

 

 

Verwegene Träume!

Posted in german post, Jagd nach Wörter, off topic on Juli 5th, 2018 by valerie

Wenn ich eine Zeitung, eine Zeitschrift oder ein Buch aufschlage, dann geschieht dies nicht nur um meinen Hunger auf Informationen zu stillen bzw. um in eine andere Welt einzutauchen. Dies wird öfters mit der Hoffnung verbunden neue mir bis dahin verborgen gebliebenen Wörter zu entdecken.

Stöße ich bei meiner Lektüre auf bis dahin von mir noch nicht gekannten und von mir als wunderbar erachtetes Wort, erfüllt mich dies einfach nur mit Glück.

So bin ich heute bei der Lektüre des Zeit Magazins im Zusammenhang mit der Entwicklung Afrikas auf das Wort VERWEGEN gestoßen. Nachdem ich die Übersetzung absolviert hatte , ließ ich mir das Wort nochmal auf der Zunge zergehen, eher ich meine Lektüre fortsetzte.

Es stand im folgenden Satz:“…Aber unsere Träume können gar nicht verwegen genug sein- wenn sie uns keine Angst machen, träumen wir noch zu zaghaft.“

Verwegen: Audacieux, téméraire.

Also Verwegen ist ein wunderschönes Wort, das viel Charakter besitzt. Was für ein Glück es nun in meinen Wortschatz zu haben.

 

 

Digitalisierung: Abschaffung des Menschen oder der Weg zurück zum Garten Eden?

Posted in off topic on Juni 28th, 2018 by valerie

Laut der Schöpfungsgeschichte (Genesis), Schuf Gott zunächst den Mann (Adam). Er stellte jedoch bald fest, dass Adam mit sich alleine nichts anzufangen wusste. Aus diesem Grund entschied er sich dazu ihm eine Gefährtin zur Seite zu stellen. Er schuf daher aus der entnommenen Rippe Adams die Frau (Eva).

Gott stellte Adam und Eva den Garten Eden zur Verfügung. Mit einer Ausnahme dürften sie über den Garten Eden nach Gutdünken verfügen.

Der Garten Eden beherbergte den Baum des Lebens, den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. Dieser Baum war der einzige Baum im Garten Eden dessen Früchte Adam und Eva nicht essen dürften. An diesen Verbot hielten sich Adam und Eva bis die Schlange eines Tages erschien.

Der Teufel, Gottes Erzfeind erschien als Schlange und überlistete Adam und Eva dessen Machtgier größer war als die Gehorsamkeit gegenüber ihrem Schöpfer. Sie aßen schließlich von der verbotenen Frucht des Baumes der Erkenntnis von Gut und Böse.

Gott zog daraufhin die Konsequenz und vertrieb Adam und Eva vom Garten Eden. Fortan war Adam verdammt das „Brot“nur noch durch mühselige und harte Arbeit zu erwerben.

Hier greift die Digitalisierung und sein Potential eine Rückkehr zum Garten Eden zu ermöglichen.

Das Digitalisierungzeitalter in welchem die Maschinen auch in Form von Roboter befähigt werden beinahe in jedem Arbeits- und Lebensbereich mehr und mehr den Mensch zu ersetzen bringt den Mensch in den Garten Eden zurück. Eine Rückkehr in einen luxuriösen sehr gut bestückter Garten in welchem der Mensch genauso wenig wie Adam und Eva vor der Erbsünde auf Arbeit angewiesen sind um sich zu ernähren.

Dank der Digitalisierung wird es dann ähnlich wie in dem Film: „wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ soweit kommen, dass man nur an ein bestimmtes Gericht zu denken braucht und es kommt einem automatisch zugeflogen.

So gesehen wird die Digitalisierung den Mensch nicht abschaffen, sondern in den Garten Eden zurückführen.

Die entscheidende Frage an dieser Stelle jedoch ist, ob diese Rückkehr erstrebenswert ist und was sie mit dem Mensch anstellen wird sobald sie erreicht ist.

 

La digitalisation: abolition de l‘ humanité ou moyen de retour au Jardin d’Éden?

Posted in Digitalisierung, finaliseme, french post on Juni 26th, 2018 by valerie

Selon le livre de la Genèse de la bible, Dieu créa d‘ abord l‘ homme (Adam), et s‘ étant apprecu qu‘ Adam s’ennuyait tout seul, il décida de mettre une compagne à ses côtés. C‘ est ainsi que de la côte d’Adam Dieu créa la femme (Ève).

Dieu mit le Jardin d‘ Éden à l‘ entière disposition d‘ Adam et Ève dont ils jouissaient de toutes les libertés.

Cependant le jardin D‘ Éden abritait l‘ arbre de la vie, autrement dit, l‘ arbre de la connaissance du bien et du mal.

L‘ arbre de la vie était l‘ unique arbre des fruits duquel Dieu leur interdit la consommation.

Mais le démon, l‘ ennemi de Dieu se présenta sous forme de serpent et dûpa Adam et Ève qui, avides de pouvoir, finirent par goûter du fruit de l‘ arbre de la connaissance du bien et du mal désobeíssant ainsi à Dieu.

La punition qui en résulta était leur refoulement du Jardin d‘ Éden et par de la même du paradis.

Dès lors l‘ homme était damné à ne manger du pain qu‘ à la sueur de son front. Il devait donc travailler dur à perpétuité pour pouvoir se nourrir.

Et c‘ est à ce niveau qu‘ intervient la digitalisation et son potentiel à faire retourner l‘ Homme au jardin d‘ Éden duqel il fut chassé par Dieu à cause de la désobéissance d‘ Adam et Ève.

Car à l‘ ère avancée de la digitalisation, où les machines de plus en plus dotées d‘ une intelligence artificielle finiront par remplacer l‘ Homme presqu‘ à tout les secteurs du travail (En l‘ occurence mobilité autonome) il atteindra donc le Jardin d‘ Éden. Un jardin luxurieux dans lequel comme Adam et Ève, l‘ Homme n’aura pas besoin de lever le petit doigt pour pouvoir se nourrir.  Même que grâce à l‘ automatisation il ne lui suffirait par exemple que d‘ émettre la pensée de vouloir manger un repas quelconque et ce dernier arriverait déjà près survolant dans un plat et encore  fumant. Exactement comme à l‘ époque d‘ Adam et Ève au jardin d’Éden.

L‘ homme ne mangera plus du pain à la sueur de son front mais plutôt à la sueur du front des robots.

Par conséquent la digitalisation ne mènera pas à l‘ abolition de l‘ humanité mais au retour vers le jardin d‘ Éden.

La question qui se pose à ce niveau est celle de savoir si ce retour est désirable et ce qu‘ il ferait de l‘ humanité une fois atteint.

 

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Lindners Bäckerei-Anekdote

Posted in Entwicklungspolitik, german post, Innenpolitik, Integration, Intergrationspolitik, off topic on Mai 14th, 2018 by valerie

Lange hatte ich mich gefragt, warum mein Kameruner Bekannter überall mit seiner Mitarbeiter ID-Karte in einer Klarsichthülle um den Hals hängend, überall rumlief. Er war Ingenieur bei Siemens und hatte dort eine leitende Position inne. Für mich war dies nichts anderes als reine Angeberei, daher stellte ich mich die Frage, wie niedrig  sein Selbstwertgefühl eigentlich sein müsste, um auf solchen Maßnahmen zurückgreifen.

Mit dem Statement von Christian Lindner am 69. Bundesparteitag der FDP wonach man beim Bäcker in der Schlange nicht unterscheiden könne, wenn einer mit gebrochenem Deutsch ein Brötchen bestelle, ob das der hochqualifizierte Entwickler künstlicher Intelligenz aus Indien sei oder ein sich eigentlich bei uns illegal aufhaltender, höchstens geduldeter Ausländer…. habe ich nun verstanden, dass es sich bei der um seinen Hals stets hängenden Mitarbeiter ID-Karte weniger um Angeberei, als viel mehr um eine Methode handelte, sich von allen anderen Ausländern, sei es beim Bäcker, beim Arzt, im Supermarkt etc…,  abzugrenzen. Er wollte als der bessere Ausländer wahrgenommen werden.

Kurzum wenn es so ist, dass es sich um eine reale Situation handelt, die ein Zuwanderer dem Herrn Lindner geschildert haben soll, dann wäre der hochqualifizierte Entwickler künstlicher Intelligenz aus Indien gut beraten seine Mitarbeiter ID-Karte in einer Klarsichthülle stets um den Hals zu tragen.  Damit der „Bäcker“in Zukunft genau weiß mit welcher Kategorie an Ausländer er es zu tun hat.