Bildungszugang im Zeichen der Digitalisierung

Posted in Bildungspolitik, Digitalisierung, off topic on Oktober 26th, 2018 by valerie

Digitalisierung: Ein Segen für Bildungswilligen.

Bildung wird bekanntlich als Garant und entscheidender Hebel für Fortschritt und somit für Wachstum und Wohlstand betrachtet.

So gesehen ist es rätselhaft weshalb der Zugang zur Bildung so erschwert wird und viele Menschen in vielen Erdteile nach wie vor von Bildung ausgeschlossen bleiben. Wenn doch die gesamte Gesellschaft längerfristig von den positiven Effekte der Bildung profitiert.

Wenn Menschen von der Bildung ausgeschlossen bleiben, dann geht ein gigantisches Potential dadurch verloren und sie stehen nicht als alleinige Verlierer da, sondern die Gesellschaft als ganze. Denn Bildung wird  nicht nur in individuelle, sondern zugleich in ökonomische sowie in gesellschaftliche Stärke konvertiert.

Anstatt Teile der Gesellschaft von der Bildung auszuschließen, sollte Bildung leicht zugänglich und unbegrenzt abrufbar gemacht werden.

So ist die Digitalisierung ein Segen für alle Lernwilligen. Weil Bildung nun für viele Menschen leicht und über die nationalen Grenzen hinweg zugänglich ist. So existieren die sogenannten Massive Open Online Courses (MOOC) und online Kurse wie Beispielsweise CODECADEMY oder die Lernplattformen wie learning On Demand, eLearnings oder WW Learning. Damit wird der Masse Bildungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt und gewährleistet, dass das Lernen auf jeder Ebene, in jedem Bereich, in jedem Alter und in Echtzeit zugänglich möglich ist.

Es war noch nie so einfach Bildung zu erwerben.

Alleine die Tatsache, dass es heutzutage möglich ist Sprachen durch verschiedenen Apps zu lernen ist eine große Errungenschaft.

Das Wissen ihrerseits steht im Netz jederzeit abrufbar. Es gibt viele Fragen worauf weder Lehrer noch Eltern oder Experten eine Antwort haben.  Für die man aber jederzeit eine Antwort im Netz findet.

Smartphones kann man verteufeln aber man kann sie für positive als auch für negative Zwecke verwenden. Die Richtung hängt immer vom Anwender ab. Fakt ist sie eröffnen uns immense Möglichkeiten, was das Lernen anbelangt.

In der Abiturvorbereitung, haben wir händeringend nach Lernmaterial gesucht. Wir haben manchmal Monaten darauf warten müssen, dass ein Klassenkamerad endlich das Buch zurück in die Bibliothek brachte, das man selber zum lernen brauchte. Und mit mehr als 120 Schüler in einer Klasse, war der Lehrer froh, wenn er am Ende der Unterrichtsstunde seine für den Tag vorgesehene Lektion durchnehmen konnte. Es blieb keine Zeit für zusätzliches Fragen. Man musste sehen, wie man alleine klar kam, es sei denn man war bereit sein Pausenbrot oder sein Mittagessen zu opfern um Nachhilfe vom Klassenbesten zu erhalten.

Es war eine Zeit in der nur die hungrigsten, die ehrgeizigsten, die neugierigsten, die hartnäckigsten durchkamen, weil sie ein großes Bedürfnis hatten, sich durch die dürftigen zur Verfügung stehenden Kanäle Wissen anzueignen.

Im Digitalisierungszeitalter, im Zeitalter von ALEXA & co braucht man keine Angst mehr zu haben von der Bildung ausgeschlossen zu werden. Es bleibt nur die Frage der Würdigung und Anerkennung dieser Bildung.

Tags: , , , ,

Digitalisierung: Arbeitnehmer kontra Maschine

Posted in communication, Democracy, Digitalisierung, economic policy on Oktober 23rd, 2018 by valerie

Die Rolle der Politik

Mit der fortschreitenden Digitalisierung drängt sich die Frage heraus, in welchem Beziehungsgeflecht der Arbeiter bzw. der Arbeitnehmer zukünftig zur Maschine stehen wird?

Bis dato diente der technologische Fortschritt zur Steigerung der Produktivität der Arbeiter und Arbeitnehmer. Diese Produktivitätssteigerung wiederum ermöglichte Lohnsteigerungen und erhöhte somit die Kaufkraft der Arbeitnehmern. Was zum Wirtschaftswachstum und Wohlstand führte. So der Übergang zum Beispiel von agrarischen zur industriellen Produktion.

Im Digitalisierungszeitalter emanzipiert sich jedoch die Maschine. Sie fungiert nunmehr nicht mehr nur als mittel zum zweck der Produktivitätssteigerung der Arbeiter, sondern als Selbstzweck. Als solche, tritt sie selbst als Arbeitnehmer in Erscheinung. Und  ein unschlagbarer dazu. Gegen die Maschine ist der Mensch nicht konkurrenzfähig, somit verdrängt sie ihn vom Arbeitsmarkt. Aus jetziger Sicht ist die Massenarbeitslosigkeit die darauffolgende Konsequenz.

Gegenwärtig ist die Automatisierung unaufhaltsam und alle Zeichen deuten darauf, dass sich die Maschine und der Mensch auf dem Arbeitsmarkt schon lange als Konkurrenten gegenüber stehen. So werden weltweit zum Beispiel immer mehr Roboter in der Arbeit eingesetzt. Laut dem 2018 von International Federation of Robotics herausgegebenen World Robotic Reports, verzeichnete die Nachfrage nach Roboter ein Rekord im Jahr 2017. So wurden 381 000 Einheiten weltweit geliefert. Was laut dem Bericht einen Anstieg von 30 Prozent gegenüber von 2016 entspricht und eine Steigerung um 114 Prozent an alljährliche Umsatzvolumen an Industrierobotern in den letzten fünf Jahren bedeutet.

Mit blick auf die Tatsache, dass der Mensch bisher durch seine Produktivität in Form von Arbeit einen Lohn erzielen konnte, der  ihm den Kauf von Gütern ermöglichte und dadurch zur Ankurbelung der Gesamtwirtschaft beitragen konnte, stellt man sich die Frage über die zukünftige Herkunft seiner Kaufkraft und somit danach wer die  Erzeugnisse konsumieren wird, die die Maschine in unvorstellbaren Umfänge zu produzieren in der Lage sein wird, wenn der Lohn weiterhin eine Konsequenz der Arbeit bliebe und Maschinen statt Menschen für die Arbeit eingesetzt werden? Darüberhinaus stellt sich auch die Frage der zukünftigen Staatliche Einnahmen. Wenn die Lohnsteuer aufgrund der Massenarbeitslosigkeit weg fällt, wie kommt dann der Staat seine Aufgaben und Pflichten nach?

So gesehen verändert die Digitalisierung nicht nur die Arbeitswelt radikal, sie definiert den Staat als ganze und seine Rolle neu. Hier liegt eine der größten Herausforderungen die es für die Politik zukünftig zu bewältigen gilt. Je früher sie handelt, desto besser.

 

 

Tags: , , , ,

Landtagswahl Bayern 2018: Deine Wahl, deine Regierung!

Posted in off topic on September 25th, 2018 by valerie

Laut einem Sprichwort der Betis im Süden Kameruns, neigt man dazu samt, Alpträume und Träume zu vergessen, je länger die Nacht dauert. Anders formuliert, je weiter die Ereignisse zurück liegen, desto mehr verblasst die Erinnerung an sie. Deshalb wiederholen sich manche Ereignisse (Erster Weltkrieg, Zweiter Weltkrieg). Man spricht dann vom Kreislauf der Geschichte.

Obgleich es Ereignisse gibt, deren Wiederkehr ein Segen wäre, so wären andere wie zum Beispiel

  • Sklavenhandel
  • Kolonialismus
  • Weltwirtschaftskrise
  • 1. Weltkrieg
  • 2: Weltkrieg
  • Apartheid etc..

lieber erst gar nicht geschehen. Insofern, wäre ihre Wiederholung fatal und eine Schande für die Menschheit.

Albert Einstein soll mal folgendes gesagt haben: „Ich bin nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen.“

Gegenwärtig findet eine besorgniserregende Entwicklung statt. Rechtsradikale Parteien fühlen sich wieder hier und da salonfähig. Hier und da finden wieder Hetzkampagnen statt. Hier und dort erlebt man Staatsmänner, die sich wie Despots verhalten. Und Andere, die nicht davor scheuen Menschenverachtendes Vokabular zu verwenden, Gruppen, die sich wieder trauen öffentlich ihre Sympathie für den Nationalsozialismus zu zeigen.

Obgleich man Vertrauen in die Demokratie hat und sie die beste Staatsordnung ist, über die die Welt aktuell verfügt, so ist ihr Überleben auf die Gemüte des Volkes abhängig. Denn das Volk hat durch die Ausübung des Wahlrechtes die Macht darüber zu entscheiden welche Partei in den Bundestag einzieht und somit die Entscheidung über den Fortgang der Demokratie.

So kann je nach Gemüt des Volkes passieren, dass Dinge, die vorher für unmöglich gehalten wurden, geschehen und eine Rechtsradikale Partei plötzlich im Parlament sitzt, weil das Volk es möglich gemacht hat. Die aktuelle Konstellation des Bundestages ist ein Beispiel dafür.

Es sind meistens schleichenden Vorfälle und Entwicklungen gewesen, die am Ende unsägliches Leid über die Menschheit brachten. Dazu besagt ein Sprichwort folgendes: „les petites aiguilles, cousent de grands boubous.“ Übersetzt: Kleine Nadeln, nähen große Gewänder. Im weiteren Sinne: Kleine Vernachlässigungen können in großen Katastrophen münden.

Damit manche Alpträume die Menschheit nicht wieder aufsuchen, muss man stets wachsam sein, sie immer wieder vor Augen haben und sich jederzeit gegen neuen Symptome stemmen. Dies geschieht zum Beispiel indem man wiederum seine Macht als Bürger in Form von Stimmabgabe bei den Wahlen ausübt. Denn es wäre fatal die bisherige Errungenschaften wie Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Freiheit, Frieden, Sicherheit, Wohlstand als selbstverständlich anzusehen und darauf vertrauen, dass es sie ohne weiteres immer geben wird.

  • Frieden ist nicht selbstverständlich
  • Sicherheit ist nicht selbstverständlich
  • Freiheit ist nicht selbstverständlich
  • Wohlstand ist nicht selbstverständlich
  • Demokratie ist nicht selbstverständlich
  • Rechtsstaatlichkeit ist nicht selbstverständlich

Laut den Väter der Vertragstheorie unter anderem Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau, die bestrebt sind die Wichtigkeit des Staates zu erklären, lebt der Mensch in Abwesenheit vom Staat im Chaos. Ohne Staat befindet er sich im Naturzustand in welchem die menschliche Koexistenz geprägt ist durch einen immerwährenden Kampf ums Überleben. Es herrscht stets einen Zustand des Krieges eines Jeden gegen jeden (Auge um Auge, Zahn um Zahn). Hier genießt der Mensch weder Schutz (Versicherungen, Rechtsschutz) noch Sicherheit (Polizei, Armee) noch Frieden. Es gibt weder Eigentum noch die Möglichkeit Vermögen zu bilden. Diese Beschreibung passt schlichtweg zu einem Zustand des Krieges und erinnert mich an denjenige, den meine Schwiegeroma, Oma Irmgard, unermüdlich skizziert, wenn sie uns vom 2.Weltkrieg erzählt.

Da es den Menschen nicht nur ums Überleben geht, sondern ums Leben, handeln sie vernünftig und veräußern ihre Rechte und ihre Macht um ein geordnetes zusammenlaben in der Obhut des Staates haben zu können. Als Bürger eines Staates genießen sie dafür Schutz, Frieden, Sicherheit, Wohlstand und Freiheit.

Das soll aber nicht bedeuten, dass der Mensch unmündig geworden ist. Ganz im Gegenteil Dank der DEMOKRATIE hat der Bürger seine Freiheit, seine Rechte und seine Macht zurückgewonnen. So kann der Bürger jederzeit durch sein Wahlrecht den Rückfall in den Naturzustand, in den Krieg verhindern, denn er kann selbst entscheiden wer ihn regiert, wem er es zutraut die gemeinsame Werte zu schützen und für Stabilität, Schutz, Frieden, Sicherheit, Wohlstand und Freiheit zu sorgen.

Diese Macht hast du auch, weil du die Wahl hast, weil du entscheidest.

So wie du wählst, so wirst du regiert.

 

 

 

Verwegene Träume!

Posted in german post, Jagd nach Wörter, off topic on Juli 5th, 2018 by valerie

Wenn ich eine Zeitung, eine Zeitschrift oder ein Buch aufschlage, dann geschieht dies nicht nur um meinen Hunger auf Informationen zu stillen bzw. um in eine andere Welt einzutauchen. Dies wird öfters mit der Hoffnung verbunden neue mir bis dahin verborgen gebliebenen Wörter zu entdecken.

Stöße ich bei meiner Lektüre auf bis dahin von mir noch nicht gekannten und von mir als wunderbar erachtetes Wort, erfüllt mich dies einfach nur mit Glück.

So bin ich heute bei der Lektüre des Zeit Magazins im Zusammenhang mit der Entwicklung Afrikas auf das Wort VERWEGEN gestoßen. Nachdem ich die Übersetzung absolviert hatte , ließ ich mir das Wort nochmal auf der Zunge zergehen, eher ich meine Lektüre fortsetzte.

Es stand im folgenden Satz:“…Aber unsere Träume können gar nicht verwegen genug sein- wenn sie uns keine Angst machen, träumen wir noch zu zaghaft.“

Verwegen: Audacieux, téméraire.

Also Verwegen ist ein wunderschönes Wort, das viel Charakter besitzt. Was für ein Glück es nun in meinen Wortschatz zu haben.

 

 

Digitalisierung: Abschaffung des Menschen oder der Weg zurück zum Garten Eden?

Posted in off topic on Juni 28th, 2018 by valerie

Laut der Schöpfungsgeschichte (Genesis), Schuf Gott zunächst den Mann (Adam). Er stellte jedoch bald fest, dass Adam mit sich alleine nichts anzufangen wusste. Aus diesem Grund entschied er sich dazu ihm eine Gefährtin zur Seite zu stellen. Er schuf daher aus der entnommenen Rippe Adams die Frau (Eva).

Gott stellte Adam und Eva den Garten Eden zur Verfügung. Mit einer Ausnahme dürften sie über den Garten Eden nach Gutdünken verfügen.

Der Garten Eden beherbergte den Baum des Lebens, den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. Dieser Baum war der einzige Baum im Garten Eden dessen Früchte Adam und Eva nicht essen dürften. An diesen Verbot hielten sich Adam und Eva bis die Schlange eines Tages erschien.

Der Teufel, Gottes Erzfeind erschien als Schlange und überlistete Adam und Eva dessen Machtgier größer war als die Gehorsamkeit gegenüber ihrem Schöpfer. Sie aßen schließlich von der verbotenen Frucht des Baumes der Erkenntnis von Gut und Böse.

Gott zog daraufhin die Konsequenz und vertrieb Adam und Eva vom Garten Eden. Fortan war Adam verdammt das „Brot“nur noch durch mühselige und harte Arbeit zu erwerben.

Hier greift die Digitalisierung und sein Potential eine Rückkehr zum Garten Eden zu ermöglichen.

Das Digitalisierungzeitalter in welchem die Maschinen auch in Form von Roboter befähigt werden beinahe in jedem Arbeits- und Lebensbereich mehr und mehr den Mensch zu ersetzen bringt den Mensch in den Garten Eden zurück. Eine Rückkehr in einen luxuriösen sehr gut bestückter Garten in welchem der Mensch genauso wenig wie Adam und Eva vor der Erbsünde auf Arbeit angewiesen sind um sich zu ernähren.

Dank der Digitalisierung wird es dann ähnlich wie in dem Film: „wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ soweit kommen, dass man nur an ein bestimmtes Gericht zu denken braucht und es kommt einem automatisch zugeflogen.

So gesehen wird die Digitalisierung den Mensch nicht abschaffen, sondern in den Garten Eden zurückführen.

Die entscheidende Frage an dieser Stelle jedoch ist, ob diese Rückkehr erstrebenswert ist und was sie mit dem Mensch anstellen wird sobald sie erreicht ist.