Landtagswahl Bayern 2018: Deine Wahl, deine Regierung!

Laut einem Sprichwort der Betis im Süden Kameruns, neigt man dazu samt, Alpträume und Träume zu vergessen, je länger die Nacht dauert. Anders formuliert, je weiter die Ereignisse zurück liegen, desto mehr verblasst die Erinnerung an sie. Deshalb wiederholen sich manche Ereignisse (Erster Weltkrieg, Zweiter Weltkrieg). Man spricht dann vom Kreislauf der Geschichte.

Obgleich es Ereignisse gibt, deren Wiederkehr ein Segen wäre, so wären andere wie zum Beispiel

  • Sklavenhandel
  • Kolonialismus
  • Weltwirtschaftskrise
  • 1. Weltkrieg
  • 2: Weltkrieg
  • Apartheid etc..

lieber erst gar nicht geschehen. Insofern, wäre ihre Wiederholung fatal und eine Schande für die Menschheit.

Albert Einstein soll mal folgendes gesagt haben: „Ich bin nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen.“

Gegenwärtig findet eine besorgniserregende Entwicklung statt. Rechtsradikale Parteien fühlen sich wieder hier und da salonfähig. Hier und da finden wieder Hetzkampagnen statt. Hier und dort erlebt man Staatsmänner, die sich wie Despots verhalten. Und Andere, die nicht davor scheuen Menschenverachtendes Vokabular zu verwenden, Gruppen, die sich wieder trauen öffentlich ihre Sympathie für den Nationalsozialismus zu zeigen.

Obgleich man Vertrauen in die Demokratie hat und sie die beste Staatsordnung ist, über die die Welt aktuell verfügt, so ist ihr Überleben auf die Gemüte des Volkes abhängig. Denn das Volk hat durch die Ausübung des Wahlrechtes die Macht darüber zu entscheiden welche Partei in den Bundestag einzieht und somit die Entscheidung über den Fortgang der Demokratie.

So kann je nach Gemüt des Volkes passieren, dass Dinge, die vorher für unmöglich gehalten wurden, geschehen und eine Rechtsradikale Partei plötzlich im Parlament sitzt, weil das Volk es möglich gemacht hat. Die aktuelle Konstellation des Bundestages ist ein Beispiel dafür.

Es sind meistens schleichenden Vorfälle und Entwicklungen gewesen, die am Ende unsägliches Leid über die Menschheit brachten. Dazu besagt ein Sprichwort folgendes: „les petites aiguilles, cousent de grands boubous.“ Übersetzt: Kleine Nadeln, nähen große Gewänder. Im weiteren Sinne: Kleine Vernachlässigungen können in großen Katastrophen münden.

Damit manche Alpträume die Menschheit nicht wieder aufsuchen, muss man stets wachsam sein, sie immer wieder vor Augen haben und sich jederzeit gegen neuen Symptome stemmen. Dies geschieht zum Beispiel indem man wiederum seine Macht als Bürger in Form von Stimmabgabe bei den Wahlen ausübt. Denn es wäre fatal die bisherige Errungenschaften wie Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Freiheit, Frieden, Sicherheit, Wohlstand als selbstverständlich anzusehen und darauf vertrauen, dass es sie ohne weiteres immer geben wird.

  • Frieden ist nicht selbstverständlich
  • Sicherheit ist nicht selbstverständlich
  • Freiheit ist nicht selbstverständlich
  • Wohlstand ist nicht selbstverständlich
  • Demokratie ist nicht selbstverständlich
  • Rechtsstaatlichkeit ist nicht selbstverständlich

Laut den Väter der Vertragstheorie unter anderem Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau, die bestrebt sind die Wichtigkeit des Staates zu erklären, lebt der Mensch in Abwesenheit vom Staat im Chaos. Ohne Staat befindet er sich im Naturzustand in welchem die menschliche Koexistenz geprägt ist durch einen immerwährenden Kampf ums Überleben. Es herrscht stets einen Zustand des Krieges eines Jeden gegen jeden (Auge um Auge, Zahn um Zahn). Hier genießt der Mensch weder Schutz (Versicherungen, Rechtsschutz) noch Sicherheit (Polizei, Armee) noch Frieden. Es gibt weder Eigentum noch die Möglichkeit Vermögen zu bilden. Diese Beschreibung passt schlichtweg zu einem Zustand des Krieges und erinnert mich an denjenige, den meine Schwiegeroma, Oma Irmgard, unermüdlich skizziert, wenn sie uns vom 2.Weltkrieg erzählt.

Da es den Menschen nicht nur ums Überleben geht, sondern ums Leben, handeln sie vernünftig und veräußern ihre Rechte und ihre Macht um ein geordnetes zusammenlaben in der Obhut des Staates haben zu können. Als Bürger eines Staates genießen sie dafür Schutz, Frieden, Sicherheit, Wohlstand und Freiheit.

Das soll aber nicht bedeuten, dass der Mensch unmündig geworden ist. Ganz im Gegenteil Dank der DEMOKRATIE hat der Bürger seine Freiheit, seine Rechte und seine Macht zurückgewonnen. So kann der Bürger jederzeit durch sein Wahlrecht den Rückfall in den Naturzustand, in den Krieg verhindern, denn er kann selbst entscheiden wer ihn regiert, wem er es zutraut die gemeinsame Werte zu schützen und für Stabilität, Schutz, Frieden, Sicherheit, Wohlstand und Freiheit zu sorgen.

Diese Macht hast du auch, weil du die Wahl hast, weil du entscheidest.

So wie du wählst, so wirst du regiert.

 

 

 

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