Lampedusa, der Leuchtturm

Posted in africa, Entwicklungspolitik, german post, migration, worth reading on Oktober 10th, 2013 by valerie

„Live or Die trying.“

Diese immer wiederkehrenden Flüchtlingstragödien erinnern an den Film „Get Rich or Die Tryin‘ „von  Jim Sheridan. Nur „Get Rich“ wird hier mit „live“ ersetzt also: „Live or Die trying.“

Jeune Afrique zur Folge ertranken etwa  20 000 Flüchtlinge in den letzten zwei Jahrzehnten während ihr Versuch der Heimat den Rücken zu kehren und Europa das „Paradies auf Erden“ zu erreichen. Obgleich die Frage danach, warum, es immer wieder zu solchen Katastrophen kommt durchaus eine sehr wichtige auf dem Weg nach Lösungsuche ist, so prägnant ist diejenige weshalb die Menschen sich tagtäglich entscheiden ihr letztes Hab und Gut in diese Reisen zu investieren und unweigerlich damit auch den Tod in Kauf nehmen. Kriege, Hunger, Armut, Pandemien und Verfolgung  Kurzum  der chaotische Zustand in dem eigenen Land, in der  eigenen Heimat, der Ausdruck im eigenem Leib findet, führt zu der verzweifelten Suche nach Sicherheit und zwar, sowohl politischer als auch wirtschaftlicher Natur. Die Hoffnung also, über den täglichen existenziellen Kampf hinaus zu gehen und einmal nicht nur Überleben, sondern LEBEN zu dürfen, gilt als zentraler Beweggrund.

Dass Europa weder bereit noch in der Lage ist alle Flüchtlinge zu absorbieren, die vor seiner Tür tagtäglich nach Leben schreien liegt auf der Hand. Dennoch kann Europa  dazu beitragen die Lebensbedingungen der Menschen in Afrika maßgeblich zu verbessern und somit die Ursachen beseitigen die den Flüchtlingsansturm zur Grunde liegen und zugleich diese Tragödien vermeiden. Dies erfordert die Bereitschaft  über das Ziel hinaus zu gehen Armut in Afrika nur reduzieren zu wollen, sondern gezielt Wohlstand zu produzieren. Dies aber setzt voraus, dass Europa aufhört der Schwarze Kontinent lediglich als sein Ressourcen- und Rohstofflieferant sowie sein Absatzmarkt zu betrachten. Europa muss stattdessen faire Handelsbedingungen schaffen, die dem Schwarzen Kontinent eine realistische Chance geben sich auf dem Weltmarkt zu etablieren und nachhaltig Wohlstand zu schaffen.

Die Wahrnehmung Afrikas von Europa lediglich als Ressourcen- und Rohstofflieferant und als Absatzmarkt, führte bereits zu dem vier  Jahrhundert lang anhaltenden Sklavenhandel und danach zu dem etwa dreiviertel Jahrhundert andauernden Kolonialismus und heute zum Neokolonialismus. Letzterer ist Nährboden für die aktuellen Konflikte in Afrika und behindert  die wirtschaftliche, kulturelle, soziale und politische Entfaltung des Schwarzen Kontinents.

 

 

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Industrialisierung gegen Krieg

Posted in africa, diplomacy, Entwicklungspolitik, german post, international relations, safety policy, Sub-Saharan Africa on Februar 21st, 2013 by valerie

Afrika ist Inbegriff von Armut.

2011Yaounde_II 132Dieser Zusammenhang ist bereits eine Selbstverständlichkeit geworden. Dieser ist nicht mehr weg zu denken. Wenn Armut ein Kunstwerk wäre, dann wäre Afrika sein Meister. Mittlerweile gilt Armut als die von Afrika „hausgemachte Ware“. Aber Armut wird nicht nur in Afrika von Afrika gemacht, sondern ganz gezielt für Afrika systematisch produziert.

 

 

Armut ist Nährboden von Seuchen jeder Art, sowohl geistiger als auch physischer.

Armut begünstigt nicht nur die Kriminaltät, sondern auch den Terrorismus und den Krieg.

Dort wo Armut herrscht, müssen die Menschen tagtäglich ums nackte Überleben kämpfen. Dabei ist jedes Mittel recht.

Es herrscht ein immerwährender Krieg ums Wasser, Krieg um Rohstoffe, Krieg um Lebensmittel, Krieg um Medikamente. Krieg ums Überleben eben.

2011Yaounde_II 117Dort wo es Armut gibt, hat die Jugend keine Zukunft und wo die Jugend keine Zukunft hat, gehen ganze Generationen verloren. Das Resultat ist wiederum Armut. Ein Teufelskreis von dem Afrika seit Jahrzehnten vergeblich versucht sich zu befreien. Nachdem es aus der Kolonialisierung in eine bereits etablierte Welt entlassen wurde.

Erst wenn die Armut in Afrika beseitigt sein wird, wird es Frieden und Sicherheit geben. Nicht nur für Afrika, sondern auch für die ganze Welt. Wird es keine extremistische Kämpfe geben, wie sie gegenwärtig in Mali und Nigeria geführt werden. Wird es keine Völkermorde mehr geben, wie einst in Rwanda.

Wenn die Industrienationen zur Beseitigung der Armut in Afrika beitragen wollen, dann ist es an der Zeit effiziente ökonomische Maßnahmen zu ergeifen, die die Industrialisierung in Afrika maßgeblich vorantreiben werden.

Dies tun sie nicht, indem sie Afrika wie bisher ständig Sach- und Geldmittel in Form von Entwicklungshilfe spenden, oder indem sie Afrika lediglich als ihr Rohstoffreservoir und Absatzmarkt sehen. Sondern indem sie Afrika als vollwertigen Handelspartner behandeln und faire Handelsverträge mit den Ländern des Schwarzen Kontinents  schließen, die die Industrialisierung und die Wohlfahrt tatsächlich fördern.

Was nutzen die Verträge wie das Lomé Abkommen, wenn es den afrikanischen Ländern zwar eingeräumt wird uneingeschränkt Industrieerzeugnisse, die sie ohnehin nicht produzieren in die Industrieländer ausführen, während sie nur eingeschränkt Agrarerzeugnisse in deren Produktion sie spezialisiert sind einführen dürfen?

Manch einer sieht darin die Förderung der Industrialisierung schlechthin. Aber wie wettbewerbsfähig sind die Länder Afrikas in der sich globalisierenden Welt, vor allem wenn bedacht wird, dass ihnen der Freihandel im Rahmen der Strukturanpassungsprogrammen auferlegt wurde und daher über keine Instrumente zum Schutz der heimischen Industrie verfügen. Wäre die Ausfuhr der Argrarerzeugnissen uneingeschränkt, könnten die afrikanischen Länder die daraus resultierenden Mehreinnahmen für die Förderung ihrer eigenen Industrie verwenden. Indem diese zum Beispiel in den Aufbau der Infrastruktur reinvestieren wurden deren Zustand immer noch sehr zu wünschen übrig läßt. Jedoch eine der wichtigen Voraussetzungen für Industrialisierung ist.

Sie könnten als ein Markt mit beinahe einer Milliarde an Konsumenten, auch Handel miteinander betreiben, was bisher aus mangelnder Diversifizierung nicht der Fall ist. Sie bieten alle die selben Produkte – natürliche Rohstoffe –  an.

Die fortschreitenden Industrialisierung würde nicht nur die Armut nachhaltig beseitigen, sondern auch extremistische Kämpfe und Völkermorde sowie Terrorismus  maßgeblich reduzieren. Frieden und Sicherheit wären somit längerfristig hergestellt.

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Ressourcenwettlauf in Afrika – Konkurrenz und Kooperation

Posted in africa, Entwicklungspolitik, politics, Sub-Saharan Africa, worth reading on Februar 5th, 2013 by valerie

Warum will Deutschland mit China in Afrika Kooperieren?

Ausgehend von der Tatsache, dass es  Deutschland nicht weniger um seine eigene Interessen in Afrika geht als China, stellt sich die Frage wem die Kooperation zwischen China und Deutschland – gar zwischen der EU und China – in Afrika, die  jetzt Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel anstrebt, nutzen wird.

Lange wurde Afrika von den Industrieländern vernachlässigt. Nur die rohstoffreichen Länder des Schwarzen Kontinents genoßen einen hohen Stellenwert. Und es spielte keine Rolle, ob es sich bei den Präsidenten dieser Ressourcenreichen Länder um Diktatoren handelte. Egal ob sie Gaddaffi, Mobutu, Kabila u.s.w. hießen.

Die rasante Industrialisierung Chinas zwingt das Land neue Rohstoffquellen zu erschließen, die Afrika zufälligerweise hat.  China seinerseits verfügt über die nötigen Finanzmittel, die Afrika für den Aufbau seiner Infrastruktur braucht. Daraus enteht eine wirtschaftliche Beziehung.  Diese Partnerschaft wird friedlich abgewickelt und jede Partei bekommt was sie will. China Rohstoffe aus Afrika und die afrikanischen Staaten Infrastrukturbauten von China. Warum fühlt sich Deutschland gezwungen sich einzumischen und Afrika und China vorzuschreiben, unter welchen Bedingungen es besser wäre ihre Geschäfte abzuwickeln?  Nach dem Motto: „Wenn es um gute Regierungsführung geht, dann fragt man uns. Wenn es um große Infrastrukturmaßnahmen geht, dann fragt man China.“

Über das Wissen, wie eine gute Regierungsführung auszusehen hat, verfügen die Afrikaner selbst. nur fehlen ihnen  die nötigen wirtschaftlichen Mittel um diese auch umzusetzen.2011Yaounde_III 128

Wenn auch von eigenen Interessen getrieben, ist China auf dem guten Weg Demokratie in Afrika zu fördern, denn es stattet die Länder Afrikas mit den für die Demokratisierung  notwendigen Verkehrs-, Kommunikations-, Bildungs- und Gesundheits-Infrastruktur aus. Danach werden Demokratie, Rechtstaatlichkeit und gute Regierungsführung folgen.

Demokratie ist ein Luxusgut das sich nur Wohlfahrtstaaten leisten können. Erst muss der ökonomische Aspekt der Entwicklung vorangetrieben werden, dann wird der demokratische automatisch unumgäglich. Weniger, weil dies exogen gefordert wird, als viel mehr, weil diese vom Volke selbst ausgehen wird. Weil es nun genug zu Essen haben wird, weil es ihm wirtschaftlich besser gehen wird, um sich Demokratie zu leisten um  seine Kämpfe -Aidsbekämpfung, Dürre, Hungersnot, Analphabetismus, Malaria und Arbeitslosigkeit – auf eine andere Ebene zu verlagern. Ein Volk, aus dem laut der Demokratie alle Staatsgewalt ausgehen sollte, kümmert sich nicht um die Staatsgewalt, wenn es Tag für Tag ums nackte Überleben kämpfen muss.2011fahrtKribiYaounde 132

Außerdem würde solch eine Kooperation, die Position Afrikas , was Rohstoffhandel anbelangt wesentlich schwächen, denn Afrika profitiert viel heute von der Konkurrenzsituation, die sich aus dem Wettlauf um seine Resssourcen ergibt.

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Schließlich belebt wie man so schön sagt Konkurrenz das Geschäft.

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Kann Bildung Armut abschaffen?

Posted in africa, Bildungspolitik, economic policy, Entwicklungspolitik, Sub-Saharan Africa, worth reading on Oktober 19th, 2012 by valerie

Was meint  Bildung?

Das vom Karl-Heinz Hillmann herausgegebene Wörterbuch der Soziologie definiert Bildung als Sinne Formung durch die Vermittlung von inneren Anlagen und äußeren Einflüssen. Es handelt sich dabei um Prozesse der Mitteilung und Entwicklung von Kenntnissen, Fähigkeiten, Fertigkeiten, Werthaltungen, Gefühlen, Einstellungen usw. Dieselbe Definition ist auch Wikipedia zu entnehmen. Dort wird Bildung als die Formung des Menschen im Hinblick auf sein „Menschsein“ gesehen.

Laut diesen verschiednen Definitionen besteht die Funktion der Bildung darin, zivilisierten und fähigen Menschen hervorzubringen.

Was also hat das ganze mit der Armutsbekämpfung zu tun?

Durch Bildung erlangen die Menschen das Wissen und die Fähigkeiten, die eine produktive Betätigng ermöglichen. Dieses Wissen und die Fähigkeiten womit die Bildung die Menschen ausstattet nennt der Ökonom Human Kapital und zählt neben dem Realkapital, den natürliche Ressourcen und dem technologischen Wissen, als  erforderliche Voraussetzung,  damit der Mensch arbeitstechnik viel mehr aus sich und aus ihm zur Verfügung gestellten Mittel herausholen kann um ein Leben im Wohlstand  führen zu können. Obwohl bildung nur im Zusammenhang mit den genannten Faktoren seine Produktive Kräfte voll entfalten kann, ist sie der Grundstein schlechthin damit die Entwicklung  im Gang gesetzt werden kann, die zum Wohlstand führt.

Aber muss das immer der akademische Weg sein?

In den meisten Länder südlich der Sahara zum Beispiel, insbesondere in den ehemaligen französischen Kolonien, die das französische Bildungssystem nach der Entkolonialisierung übernommen haben, stellt die akademische Bildung der einzige Bildungsweg dar.

Wenn aber bedenkt wird, dass nicht jeder für diesen Bildungsart fähig oder bereit ist, dann stellt man schnell fest, dass Teile der Bevölkerung vom System ausgegrenzt und somit nicht im Bildungssystem integriert sind.

Die Menschen Jedoch sind mit unterschiedlichen Begabungen ausgestattet, die es gilt zu fördern und im Dienste der gesellschaft zu stellen. Wenn eine potentielle Arbeitskraft, verkümmert, dann kann dies nicht für die Armutbekämpfung förderlich sein.

Erst wenn das Bildungssystem es schaffen wird, die individuelle Begabungen durch ein duales Bildungssystem zu berücksichtigen und zu fördern, wie dies das Bildungssystem der Budesrepublik Deutschland vormacht,  wird Bildung es schaffen Armut in den Entwicklungsländer abzuschaffen.

Hinzu kommt, dass da sich viele jungen Menschen,  durch das Studium irgendwie durchmoggeln,  es in den jeweiligen Jahrgängen mehr Absolventen gibt als Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Für viele fürht dann , aus fehlendem Unternehmergeist, der Weg durch’s Studium direkt in die Arbeitslosigkeit.  Deshalb wären Projekte wünschenswert, die nicht nur Bildungsorientiert sind, sondern, die das gesamt Paket anbieten.  Von Bildung über die Existenzgründung hin zur Beschäftigung. Sowohl das von Auma Obama ins Leben gerufene Sauti Kuu „starke Stimmen“als auch Projekte wie Greenstep machen bereits vor wie es geht. Mehr an solchen Projekte sind nötig damit Bildung die Chance hat Armut in Afrika abzuschaffen.

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Wie Afrika den Westen subventioniert

Posted in africa, Entwicklungspolitik, german post, migration, politics, Sub-Saharan Africa, worth reading on September 27th, 2012 by valerie

„Braindrain“  vs. „Braingain“

Abwanderung von Humankapital aus Afrika.

Diese Konstellation geht bereit in die Epoche der Sklaverei und Kolonialisierung zurück.

Damals wurden Männer und Frauen mit starken Statur ausgesucht deren Gesundheit vielversprechend erschien, um die lange Reise im Zuge des Atlantischen Dreieckshandels  zu überleben und  in der lage wären ihr lebenlang zu Ackern.

Bedienten sich die Sklaventreiber im 16. Jahrhundert der  Zwangsmaßnahmen, so geschieht die Abwerbung von hochqualifizierter Fachkräfte aus Afrika heute Mittels attraktiver Angebote am Peispiel der Blauen Karte EU – und überwiegend nach dem Gesetz der freien Marktkräften.

Die Frage ist nur ob heute im Unterschied  zu damals, Afrika von der Abwanderung seiner Arbeitskräfte einen Profit erzielt.

Fakt ist: Unabhängig von seiner Herkunft, von seiner Hautfarbe und seiner sozialen Lage, strebt jeder Mensch nach besseren Lebensbedingungen und neigt deshalb dazu, alles ihm zur Verfügung stehenden Mittel auszuschöpfen um diese Bestrebung zu erfüllen. Gelingt ihm dies nicht  in seinem Herkunftsland, so wird er dazu neigen sein Glück woanders zu versuchen. Dies fürht zur Migrationen, deren Ursachen vielfältig sind.

Typischerweise  für Afrika dient die anhaltende Armut und die mit ihr einhergehende Perspektivlosigkeit als Beweggegrund für die Abwanderung.

Afrika steckt in einem Teufelkreis.

Einerseits wird  von wenigen Ausnahmen abgesehen, vergleichweise wenig  in die Bildung investiert ,  wie dies an der Alphabetismusquote Afrikas zeigt. Wie es aus dem 2011 von den Vereinten Nationen veröffentlichtem Bericht über die sogenannten Millenium Entwicklungsziele hervorgeht, verfügten 2009, 127 Millionen junge Menschen weltweit nicht über eine grundlegende Lese- und Schreibfähigkeit, 47 Millionen davon fallen allein  Afrika südlich der Sahara zu. Andererseits ist  der  Staat obwohl  größter Arbeitsgeber nicht in der Lage alle im Land ausgebildeten Fachkräfte und hochqualifizierte Menschen  zu absorbieren, obwohl er diese Arbeitskräfte dringend braucht.  Aufgrund der wenig Ausgeprägtheit des privaten Sektors und der Komplexität der Wirtschaftsverfassungen der meisten Länder, die eine unternehmerische Tätigkeit erschweren, Beginnen viele gut ausgebildeten Menschen eine Karriere in der Arbeistlosigkeit. Da der Westen mit attraktiven Angebote lockt, wandern viele von ihnen ab.

Im Zuge dieser Abwanderung scheint Afrika als Verlierer in dreifacher Hinsicht.

Erstens: Erzielen die Länder keinen Gewinn aus der Finanzierten Bildung des abgewanderten Human Kapitals. Dieser kommt sattdessen dem Westen zugute. Folglich bildet Afrika auf seine Kosten die Arbeitskraft für den Westen aus und subventioniert somit indirekt die Bildung der  Arbeitskraft der Industrieländer mit.  Da anders  als bei dem Einheimischen Human Kapital,  der Westen seinerseit sich die Investition in die Bildung der eingewanderten Arbeitskraft spart.

Zweitens: Es entgeht den Regierungen in Afrika durch diese Abwanderung  bedeutende Steuereinnahmen.

Drittens: Es besteht ein Verlust an Innovationskraft, die von gut ausgebildeten Arbeitskraft in Ganggesetzt hätte werden können um die Entwicklung voranzubringen.

Ob dies mit den Rücküberweisungen  kompensiert werden kann, sei mal dahin gestellt.

Es fällt jedoch auf, dass aufgrund der günstigeren Arbeitsbedingungen in dem Westen, nicht nur der Arbeitslose Teil des Humankapitals abwandert.  Hinzu kommt, dass die von dem Westen zur Verfügung gestellten Alternative, die Entfaltung der eigenen Kreativität seitens der Fachkräfte und Hochqualifizierten Bevölkerung Afrikas hemmt, wenn es bedenkt wird, dass  Not die Mutter aller Erfindungen ist, dann wird Afrika diese Chance genommen, was früher oder später zur Stagnierung der ohnehin schwachen Wirtschaft fürht.

So gesehen steht Afrika im Bezug auf Beschäftigung genauso wie bei der Sklaverei und Kolonialisierung als klarer Verlierer der Globalisierung da.

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